Am frühen Sonntagabend kam die Kunde vom ersten Saisonsieg der Kissinger Wölfe im mittlerweile schon achten Saisonspiel. Natürlich in der Fremde geholt aufgrund der bekannten Umstände. Rund um den Zankapfel Bad Kissinger Eishalle herrscht weiter kollektives Schweigen. Der ukrainische Besitzer hat Deutschland wohl mittlerweile verlassen. Und, glaubt man der Gerüchteküche, soll es in Sachen Insolvenzverfahren gegen die Eissport GmbH ein Ultimatum geben.

Überraschend deutlich entschieden die Unterfranken das Kellerduell bei den Schongau Mammuts mit 6:3 (3:0, 2:1, 1:2) für sich. Anton Zimmer, Mikhail Nemirovsky und Christian Masel hatten bis zur ersten Drittelpause getroffen, Matthias Kohl und erneut Masel im Mittelabschnitt vor nur 129 zahlenden Zuschauern auf 5:1 erhöht, ehe Semjon Bär das halbe Dutzend vollmachte gegen harmlose Oberbayern, die in der Tabelle nur noch zwei Punkte Vorsprung auf die Kurstädter haben.

Mangelnde Fitness

Zwei Tage zuvor hatten die Kissinger Wölfe beim Tabellendritten EHF Passau mit 3:6 verloren. Keine überraschende, aber dennoch ärgerliche Niederlage, denn die Gäste hatten durch die Treffer von Jan Jarabek und Nemirovsky nach zehn Minuten mit 2:0 geführt, um nach drei Gegentreffern durch Anton Zimmer auf 3:3 zu stellen zehn Minuten vor Spielende. Im Endspurt gelangen den Niederbayern vor über 800 Fans noch drei Tore. Mangelnde Fitness aufgrund fehlender Eiszeiten ist nicht wegzudiskutieren. "Das war heute das erwartet schwere Spiel. Kissingen hat viel Qualität im Kader und der Tabellenplatz sagt nichts über die wahre Stärke der Mannschaft aus. Der Tabellenplatz ist der Hallensituation geschuldet", lobte Paussaus Trainer Heinz Feilmeier den Auftritt der Gäste.

Derweil haben die Schweinfurter Mighty Dogs zwar eine Halle, aber keinen sportlichen Erfolg. Im Heimspiel gegen den TSV Peißenberg (3:6 und beim Aufsteiger aus Pfaffenhofen (2:4) setzte es am Wochenende Niederlagen.