EC Bad Kissinger Wölfe - SE Freising
(Sonntag, 18 Uhr)
Wenn am Sonntag die Kissinger Wölfe (2./35) auf die Black Bears aus Freising (6./26) treffen, gibt es nur ein Ziel: "Das Spiel muss definitiv gewonnen werden", sagt Wölfe-Boss Michael Rosin. So etwas wie im Hinspiel will er nicht mehr erleben: Ende Oktober gewannen die Wölfe zwar in Freising, aber erst nach Penaltyschießen. Und das, obwohl Bad Kissingen bis in die Schlussphase des dritten Drittels bereits mit 4:1 geführt hatte. Aber das Spiel ist abgehakt, die Lehren sind gezogen. Wobei Michael Rosin betont, dass die Wölfe aus jedem Spiel ihre Lehren ziehen. "Ab jetzt gibt es keine Entschuldigungen mehr, jetzt zählt jeder Punkt." Ob es ein wenig Entlastung ist, dass die Wölfe sich nur auf ein Spiel am Wochenende konzentrieren müssen? Das verneint Michael Rosin, die Motivation sei die gleiche wie bei einem Doppelspiel-Wochenende.

"Ich erwarte ein diszipliniertes Spiel und viel Kampf, denn Freising muss gewinnen, um im Rennen um Platz Fünf zu bleiben", sagt Wölfe-Trainer Mikhail Nemirovsky. "Aber wenn wir gewinnen, halten wir sie auf Abstand. Das ist meiner Meinung nach ein Sechs-Punkte-Spiel." Deswegen trainiert Nemirovsky nicht nur das schnelle Laufen, sondern auch den Kopf: "Im Eishockey muss man nicht nur schnell spielen, sondern auch schnell denken und sofort bereit sein."


Lange Verletztenliste

Die Freisinger spielen schnelles Eishockey, "aber letztendlich haben wir technisch die bessere Qualität auf dem Eis", sagt Rosin. Auch Nemirovsky stimmt dem zu: "Wir haben mehr Qualität und spielen zu Hause, wir sind der Favorit." Denn der Gegner kommt ersatzgeschwächt an die Saale: Eine lange Verletztenliste beschäftigt die Black Bears. Beim Heimspiel gegen Amberg fehlten neben den Langzeit-Verletzten Armin Dünzel und Marcus Mooseder auch Kapitän Bernhard Weinzierl, Stürmer Felix Kammermeier, Torgarant Martin Dürr und der gesperrte Sebastian Kröger. Wer vielleicht doch mit nach Bad Kissingen reisen kann, war bis zum Abschlusstraining der Freisinger noch nicht sicher. "Vor Freising habe ich großen Respekt", sagt Nemirovsky, "denn das große Plus dieser Mannschaft ist es, dass sie immer füreinander kämpfen."


Ein großer Wunsch

So oder so müssen sich die Kissinger Wölfe aber auf sich konzentrieren. "Ich bin mit dem Training der Mannschaft zufrieden und gehe davon aus, dass alle fit sind", sagt Michael Rosin, der einen großen Wunsch hat: "Ich wünsche mir die passende Zuschauerzahl. Die Stimmung in Schweinfurt war super von den Fans, aber die Mannschaft bringt die Qualität auf das Eis und hat es deshalb verdient, dass das Kissinger Publikum in die Halle kommt."

Und leer ausgehen müssen die Zuschauer an diesem dritten Adventssonntag auch nicht. In der ersten Drittelpause werden laut Stadionsprecher Thomas Blaha alle Nummern der verkauften Eintrittskarten in einen Topf geworfen und drei Karten gezogen. Die Zuschauer mit den gezogenen Nummern dürfen in der zweiten Drittelpause mit einem Eishockeyschläger und einem Puck auf eine extra angefertigte Torwand schießen. "Derjenige, der zuerst trifft, gewinnt einen Hotelgutschein für zwei Übernachtungen inklusive Frühstück an einem See in Schleswig-Holstein", kündigt Blaha an.