Vor dem spielfreien Wochenende - die Partie gegen den Tabellenführer FC Bayern München II wurde auf Wunsch der Oberbayern verlegt - wollten die Schweinfurter ihre Serie torreicher Zu-Null-Spiele ausbauen. Und trafen auf erwartet wehrhafte Memminger, die zur Pause sogar hätten führen können durch Mihajlovic, was 05-Keeper Bennet Schmidt mit einem starken Reflex zu verhindern wusste. Im Gästesturm durfte diesmal Florian Pieper an der Seite von Adam Jabiri auf Torejagd gehen, doch den Abschlüssen der Gäste fehlte doch deutlich die Präzision vor den 625 Fans, darunter zwei Dutzend Gäste-Anhänger.

Wenig überraschend, dass in Halbzeit zwei Meris Skenderovic für Pieper kam. Das erste und letztlich einzige Tor schossen allerdings, und das gar nicht mal unverdient, die Allgäuer durch den sehenswerten Kopfballtreffer von Yannick Scholz (53.) im Anschluss an einen Eckball. Um ein Haar sogar das 2:0 nach einem verunglückten Schweinfurter Rückpass, was Schmidt vereiteln konnte. Ein Beleg dafür, dass der Strobl-Elf an diesem Abend Maß und Mittel fehlten, um diesen unbequemen Gegner aus den Angeln zu heben, der weiter näher am zweiten Tor war als die Schnüdel am Ausgleich. 80 Minuten waren bereits gespielt, als ein Skenderovic-Kopfball die Schlussoffensive einleitete, die allerdings genauso enttäuschend ausfiel wie der gesamte Auftritt der Gäste.

Vier Wechsel zur Pause

Nach vier Aubstädter Siegen in Serie war die jüngste Heimniederlage gegen Burghausen durch einen last-minute-Treffer zwar ärgerlich, aber verschmerzbar. Erst recht, wenn beim Gastspiel am Valznerweiher wieder etwas herausspringen würde. Tat es auch. Ärgerlich war der Pausen-Rückstand, weil die Unterfranken sich einen eklatanten Patzer leisteten; namentlich durch TSV-Keeper Julian Schneider, der im Minute 13 nicht richtig zupackte, was Lukas Schleimer bestrafte. Aber die Nürnberger Führung passte schon, weil die Jung-Cluberer in den ersten 45 Minuten mehr Feldanteile und ein deutliches Plus an Chancen besaßen, bei denen sich Aubstadts Schlussmann mehrfach beweisen konnte.

Gleich vier neue Spieler brachte Victor Kleinhenz zur Pause, darunter Michael Dellinger (für Jens Trunk) und Joshua Endres (für Christopher Bieber) für die Offensive. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte allerdings der ebenfalls eingewechselte Philipp Harlaß auf dem Fuß, dessen 40-Meter-Freistoß durch Freund und Feind hindurch an den Pfosten klatschte. Das alles bereits in Überzahl, nachdem Nürnbergs Ali Loune mit Gelb-Rot vom Feld geschickt wurde (49.). Aubstadt drückte, aber mit ihren Kontern blieben die Mittelfranken durchaus gefährlich und verteidigten mit taktischem Geschick. Zumindest bis kurz vor Toresschluss, ehe Joshua Endres nach Foul an Dellinger vom Kreidepunkt aus zum verdienten 1:1-Endstand traf. Weiter geht es für die Kleinhenz-Elf am Samstag (14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den FC Augsburg II

Im auswärtigen Einsatz war auch der TSV Großbardorf, der in der Bayernliga Nord beim neuen Tabellenführer chancenlos war. Bereits zur Pause führte der FC Eintracht Bamberg nämlich mit 2:0, um das Ergebnis nach dem Wechsel auf 5:0 zu schrauben gegen überforderte Gallier.