ASV Neumarkt - TV/DJK Hammelburg 2:3 (25:22 25:18 24:26 23:25 11:15).
Dieses finale Spiel sollte nochmal alles bieten: Fünf-Satze, ein Comeback nach 0:2-Satzrückstand und am Ende nicht nur die Freude über den 16. Erfolg in insgesamt 24 Saisonspielen, sondern vor allem dieses Glücksgefühl, (erneut) etwas Unglaubliches geschafft zu haben. Sechs Aufstiege in sieben Jahren, und als wäre das alles nicht schon genug, als Krönung ein dritter Tabellenplatz im ersten Bundesligajahr. "Wir sind alle überglücklich, ob des Erreichten", fasste Abteilungsleiter Matthias Benner das Allgemeinbefinden der Hammelburger Volleyballseele zusammen.

Dabei gestaltete sich das Spiel gegen den Absteiger zunächst "erwartet mühsam", so Kapitän Felix Bendikowski. Hammelburg schien vom Neumarkter Siegeshunger zunächst überrascht und fremdelte zu Beginn der Partie mit dem zwangsläufigen Rotationsprinzip nach dem Ausfall von Zuspieler Aldin Dzafic. Zudem musste Mitte des zweiten Satzes Außenangreifer Oscar Benner wegen einer Knieverletzung das Handtuch werfen. "Bei Neumarkt hat zu Beginn alles geklappt, die haben in den Block geschlagen und der Ball ging rein und die Annahme kam genauso irgendwie immer perfekt nach vorne", so ein anfangs ratloser Hammelburgs Kapitän. Erst durch die "Brandrede" (Matthias Benner) von Teammanager Didi Gleisle in der 10-Minuten-Pause, wurden die "Crazy Aufsteiger" aufgerüttelt. "Auch die Nachricht, dass Freiburg mit 0:2 gegen Stuttgart hinten liegt, hat uns dann auch spielerisch gepusht", berichtet Felix Bendikowski, dessen Mitstreiter plötzlich wieder ihre Siegersynapsen verknüpften. Die Karlovic-Boys schmetterten sich in den Tie-Break, in dem man bei einer vorentscheidenden 8:3-Führung die Seiten wechselte. Olli Möller ließ es sich nicht nehmen, mit einem Zuspieltrick in seinem letzten Spiel im TV/DJK-Trikot auch den letzten Punkt der Saison zu verwandeln.

"Wir werden auf jeden Fall in Würzburg noch auf die Piste gehen", verriet Mittelblocker Friedrich Fell nach dem Spiel die Feierpläne, der sich persönlich über die Wahl zum besten Spieler des Spiels (MVP) freuen durfte. Das Schlusswort sollte Felix Bendikowski vorbehalten sein: "Es war eine absolut grandiose Saison und dieser dritte Platz ist gefühlt wie die Meisterschaft."