Heimspiele der Hammelburg Volleys sind Festtage. Und auch an diesem Samstagabend wird die Saaletalhalle brodeln zum Zweitliga-Duell mit den Hachinger AlpenVolleys. Stammgäste gibt es reichlich, aber eben auch Gelegenheits-Zuschauer. Was keineswegs am mangelnden Interesse liegt. Ganz im Gegenteil.

"Na klar wechseln wir uns ab, um ein bisschen was vom Spiel mitzubekommen. Aber pünktlich zur Pause sind wir wieder alle hinter dem Tresen", sagt Claudia Weimer. "Ansonsten kann man aus der Lautstärke ableiten, was da auf dem Feld gerade passiert. Und wer an unserem Verkaufsstand vorbeiläuft, muss berichten, was gerade passiert. Außerdem läuft immer der Liveticker auf dem Handy, sodass wir gut informiert sind, ohne viel mitzubekommen", sagt die Hammelburgerin, die selbst nie Volleyball gespielt hat, über den Ehemann Matthias und die Söhne aber gar nicht anders konnte, als sich für Volleyball zu interessieren. Und damit Heimspiel für Heimspiel in guter Gesellschaft ist. Vorbei sind die Zeiten, als ein paar Leute reichten, um im Tribünenbereich belegte Brötchen und Getränke unters Volk zu bringen. Mit dem Aufstieg der Männer in die 2. Liga bekam der Verpflegungs-Trupp quasi ein neues, weitaus luxuriöseres Zuhause unmittelbar im Eingangsbereich der Halle.