Der vorzeitige Saison-Abbruch hat ja auch seine guten Seiten für Hammelburgs Handballerinnen. Denn die TV/DJK-Mädels stehen nun definitiv als Meister der Bezirksklasse Nord und Aufsteiger in der Bezirksliga fest. "Meine Mannschaft hat mich vom ersten Spieltag an überzeugt mit harter Arbeit. Geschenkt wurde uns sicher nichts", sagt Trainer Bernhard Hereth. Nach 15 von 16 Spielen standen die Saalestädterinnen an der Tabellenspitze mit 26:4 Punkten und einem Torverhältnis von 353:238. Die endgültige Platzierung aller Teams wurde anhand einer Quotientenregelung getroffen.

Eine faire Lösung

"Die Landesverbände hatten sich darauf geeinigt, dem Beispiel der 1. und 2. Bundesliga zu folgen. Ich finde das unter dem Strich eine faire Lösung", so Hereth. Verloren wurden lediglich Spiele gegen den TSV Waigolshausen (3.) und Vizemeister TV Gerolzhofen, der angesichts seiner 23:5 Punkte die TV/DJK-Frauen noch hätte abfangen können. Dazu hätten die Hammelburgerinnen allerdings ihr abschließendes, dem Corona-Virus zum Opfer gefallenes Saisonspiel bei der HG Maintal verlieren müssen. Ein Unentschieden hätte zum Titelgewinn gereicht durch den gewonnenen direkten Vergleich.

"In Gerolzhofen hatten wir mit einem Tor Unterschied verloren, das Rückspiel aber mit acht Treffern Vorsprung gewonnen. Spätestens da waren wir überzeugt davon, dass es mit dem großen Wurf klappen kann", sagt Bernhard Hereth. Vorab-Glückwünsche zur Meisterschaft gab es bereits Anfang März, als Gerolzhofens Frauen bei der zweiten Mannschaft der SG Garitz/Nüdlingen verloren hatten. Bernhard Hereth hatte dieses Match damals mit einigen seiner Spielerinnen in der Nüdlinger Schlossberghalle verfolgt und sich natürlich über die Schützenhilfe der Landkreis-Konkurrenz gefreut.