SV Obererthal - SC Diebach 0:3 (0:1). Tore: 0:1, 0:2 Mark Kurek (19., 81.), 0:3 Daniel Hart (85.).
Derbytime, rund 150 Zuschauer und eine höchst interessante Frage: Kann der SC Diebach seine erstaunlich rasante Talfahrt doch noch ins komplette Gegenteil umkehren? Dass beim Gastgeber Goalgetter und Coach David Böhm verletzungsbedingt kurz vor Anpfiff die Segel streichen musste, war ein echter Schock für die Rot-Weißen. Auf heimischem Platz sind die Obererthaler seit stolzen 34 Monaten ein echtes Phänomen. Ungeschlagen nämlich. Die Diebacher haben diese wahrlich sensationelle Serie nun gebrochen. Auf schwerem Boden entwickelte sich erwartungsgemäß ein intensiver Schlagabtausch mit vielen Zweikämpfen und vielen Chancen. Die Diebacher mit ihrem neuen (altbekannten) Trainer Bernd Heid waren im Derby auf Revanche und schnellen Konterfußball aus, hatten sie sich doch im Hinspiel eine äußerst knappe 3:4-Niederlage eingefangen. Kurios am Rande: Keeper Lukas Wahler, der auch schon mal zu Bezirksliga-Zeiten das Tor in Obererthal gehütet hat, ist von seinem Heimatverein FC Westheim zum SC gewechselt. Er ist in dieser Saison nach Adrian Scheller, Michael Leiber, Marc Kurek, David Neuland, Steffen Hornung und Jens Mathes schon der siebte Spieler, der sich das dunkelblaue Trikot der Frankonen mit der Nummer 1 überstreift. Wahnsinn. "Gerade deshalb war dieser Transfer enorm wichtig, um endlich mal Ruhe auf dieser Position zu haben", heißt es aus den Reihen der SC-Verantwortlichen. Und Wahler brachte die Obererthaler Angreifer um Christoph Uschold und Markus Weidinger mit seinen tollen Paraden immer wieder zur Verzweiflung. Johannes Rüth zog bei den Rot-Weißen als Antreiber alle Fäden, aber die Diebacher blieben durch ihre rasanten Gegenstöße immer brandgefährlich. "Wenn man so konsequent seine wenigen hundertprozentigen Chancen nutzt, dann hat man wohl verdient gewonnen", bilanzierte Obererthals Urgestein Manfred Rüth etwas geknickt. "Wir hatten bis zur Pause unsere Möglichkeiten, daher dürfen wir uns nicht beschweren, wenn wir diesmal keine Punkte mitnehmen."

TSV Reiterswiesen - FC Untererthal 0:3 (0:1). Tore: 0:1 Simon Hereth (25.), 0:2 Lukas Tartler (79.), 0:3 Mathias Tartler (83.). Gelb-Rot: Fabian Renninger (44., Reiterswiesen).
Weil der eigene Platz unbespielbar war, wichen die Reiterswiesener auf den Kunstrasenplatz nach Winkels aus zur ungewohnten Anstoßzeit um 12 Uhr. "Weil danach die Winkelser noch ein Testspiel hatten", erklärte der spielende Abteilungsleiter Tobias Vogel. Dessen Elf bot durchaus Ansehnliches, aber in Sachen Chancenverwertung waren die Viktorianer eben die klar bessere Elf, die durch Simon Hereth vorgelegt hatte und nach der Pause in Überzahl weiterspielen durfte nach der Ampelkarte gegen Fabian Renninger. "Wir haben trotzdem alles versucht, haben auf Dreierkette umgestellt und hatten durch Daniel Kleinhenz, Michael Böse und Niklas Rausch auch gute Chancen." Als TSV-Antreiber wusste Tobias Ehrenberg zu gefallen. Fortune im Abschluss war allerdings nur den brandgefährlich konternden Gästen in Person von Lukas und Mathias Tartler hold.

TSV Pfändhausen - TSV Maßbach 1:0 (0:0). Tor: André Wetterich (65.).
In einem extrem kampfbetonten Spiel haben sich die Gastgeber durch einen wahren Kraftakt drei Punkte gegen den Abstieg gesichert. Torchancen waren rund eine Stunde lang Mangelware, schöne Spielzüge ließ der matschige Untergrund eigentlich gar nicht zu. Die Pfändhäuser waren vor allem bei ruhenden Bällen gefährlich, verfehlten ihr Ziel allerdings einige Male knapp. Als der Platz in der Wolfsgrube schon fast vollständig umgepflügt war, brachte André Wetterich die Gastgeber nach einer Ecke in Führung. Nach einigen kuriosen Abprallern stand Wetterich rund drei Meter vor der Torlinie goldrichtig und konnte das Leder einschieben. Das schmeckte den Maßbachern gar nicht, die nun mit der Brechstange ein Remis erzwingen wollten. Das ohnehin schon hart geführte Spiel glitt vollends in die Ruppigkeit ab, wobei die Maßbacher selbst durch einen wahren Hagel von gelben Karten nicht in ihrer Leidenschaft zu bremsen waren. Am Ende half selbst das zehnminütige Powerplay der Gäste nichts mehr.

FC 06 Bad Kissingen II - TSV Münnerstadt II 4:1 (0:0). Tore: 1:0 Vlad Ruja (48.), 2:0 Ervin Gergely (65.), 2:1 Sebastian Blank (76.), 3:1 Ervin Gergely (78.), 4:1 Vlad Ruja (86.).
Dieses Spiel dürfte die Freundschaft zwischen beiden Vereinen belasten. Die Gäste reisen als Favorit an und hätten sich mit einem Sieg an die Tabellenspitze setzen können. Allerdings hatten sich die Kurstädter verstärkt mit acht Spielern der Kreisliga-Mannschaft, deren Spiel kurzfristig abgesagt worden war. Auf dem Pfützenübersäten C-Platz bewahrte TSV-Keeper Ardan Matej sein Team vor der Pause mit mehreren Glanztaten vor einem Rückstand, war aber zu Beginn des zweiten Durchgangs chancenlos, als der eingewechselte Vlad Ruja einnetzte. Die Lauertaler versuchten sich zwar am Ausgleich, vermochten aber nur selten gefährlich vor FC-Goalie Stefan Krieg aufzutauchen. Dieser erlebte aus der Ferne, wie Ervin Gergely nach Steilpass von Christian Laus auf 2:0 erhöhte. Der Anschlusstreffer wurde aus TSV-Sicht zur Makulatur, als quasi im Gegenzug Gergely ein zweites Mal, diesmal auf Vorlage von Sergej Kiricis, zuschlug.

SV Niederlauer - SG Oerlenbach/Ebenhausen 4:1 (2:0). Tore: 1:0 Daniel Dees (21., Eigentor), 2:0 Manuel Knaier (39., Foulelfmeter), 2:1 Frank Schmitt (66.), 3:1 Dominik Mauer (78.), 4:1 André Mauer (84.). Gelb-Rot: André Mauer (86., Niederlauer), Joachim Hofmann (86., SG)
"Nein, nein, so klar oder gar einfach, wie es das Ergebnis vermuten ließe, war dieses Spitzenspiel nicht." Zitat Manuel Knaier, der es am besten wissen muss, weil er selber beim SV mitgespielt hat. Er selber hatte den Freistoß getreten, den der Keeper der SG Oerlenbach/Ebenhausen Daniel Dees bei einem Wirrwarr vor seinem Kasten unglücklich ins eigene Tor beförderte. Noch vor dem Seitenwechsel gingen die Gastgeber sogar mit 2:0 in Führung. Nach einem Strafraumfoul an Dominik Mauer zeigte Schiedsrichter Michael Balling auf den Punkt und Manuel Knaier verwandelte den Strafstoß zum Halbzeitstand. Der aber, so Knaier, noch lange keine Vorentscheidung war. Die Gäste waren nämlich ein starker, zu jeder Zeit gleichwertiger Gegner, der nach dem Anschlusstreffer von Frank Schmitt nah dran am Ausgleich war. Stattdessen fiel das 3:1 für den SV Niederlauer durch die feine Einzelleistung von Dominik Mauer, ehe André Mauer zum Endstand traf. Manuel Knaier bezeichnete das Spitzenspiel als "sehr ausgeglichen, mit Chancen hüben wie drüben, mit vielen Nicklichkeiten, ein bisschen Zoff und Clinch, wie es halt dazu gehört".

FC Strahlungen II - SG Bad Bocklet/Aschach 5:5 (3:2). Tore: 0:1 Stephan Buschbacher (7.), 0:2 Fuaad Kheder (9.), 1:2 Markus Reiher (27.), 2:2 René Back (36.), 3:2 Markus Reiher (37., Foulelfmeter), 4:2 Sebastian Hein (58.), 5:2 Manuel Hein (65.), 5:3 Fuaad Kheder (75.), 5:4 Marco Bocklet (81.), 5:5 Fuaad Kheder (83.).
Was ein Spektakel im ersten Spiel des Jahres in Strahlungen. Die Offensivabteilungen beider Teams hatten nach der Winterpause überhaupt keine Ladehemmung und sorgten für ein Offensivfeuerwerk. Am Ende konnten jedoch die Gäste nach dem zwischenzeitlich hohen Rückstand mit dem Punkt besser leben. Die SG erwischte auch den besseren Start, lag nach einem Doppelschlag binnen zwei Minuten schnell 2:0 vorne. Danach wachte die Strahlunger Reserve auf und startete mit dem Anschlusstreffer von Markus Reiher die Aufholjagd. Der 3:2-Führungstreffer vom Elfmeterpunkt war zu diesem Zeitpunkt verdient. Nach dem Kabinengang erhöhte die Kreisliga-Reserve auf 5:2 und zur vermeintlichen Entscheidung. "Dann haben wir einfach zu früh abgeschalten und sind bestraft worden", beschrieb es der FC-Informant. Die SG kam in die Partie zurück und brauchte keine zehn Minuten für den 5:5-Ausgleich.

TSV Waldfenster - SG Stralsbach/Geroda/Oehrberg 2:3 (0:1). Tore: 0:1 Tim Weiß (4.), 0:2 Paul Pfülb (50.), 1:2 Thomas Eckert (52.), 1:3 Oliver Selner (63.), 2:3 Thomas Eckert (84.).
Ordentlich Zündstoff hatte es in der Vorrunde gegeben, als die Waldfensterer diese Begegnung kurzfristig wegen Unbespielbarkeit des Platzes absagten. Nun also der Nachholtermin auf völlig durchnässtem Waldfensterer Geläuf. Brisanz garantiert. Bespielbarkeit bleibt in der Rhön wohl für immer ein Zankapfel. Zeitweise verfolgten fast 200 Zuschauer den sehenswerten Schlagabtausch. Mit einer direkt verwandelten Ecke brachte Tim Weiß die Gäste in Führung. Michael Wehner im Waldfensterer Kasten wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Doch der TSV ließ sich nicht schocken, kam durch Marius Schmitt und Thomas Eckert zu besten Chancen, die teilweise sträflich ungenutzt blieben. Nach der Pause wie aus dem Nichts der nächste Tiefschlag für die Platzherren, Paul Pfülb baute die Führung für die Spielgemeinschaft aus. Nun setzte der TSV voll auf schnelle Gegenstöße über Thomas Eckert, der aus vollem Lauf den Anschlusstreffer besorgte. Bis zum Schluss blieb das brisante, aber stets faire Match auf Messers Schneide.

SG Wildflecken/Oberwildflecken - SV/DJK Langenleiten 2:2 (1:0). Tore: 1:0 Felix Frank (30.), 1:1 Jens Holzheimer (49.), 1:2 Nicolas Kirchner (65.), 2:2 Robert Adam (88., Foulelfmeter). Gelb-Rot: Simon Weyer (72., Langenleiten).
Die neu gegründete Spielgemeinschaft am Fuße des Kreuzbergs hat ihre eigenen hohen Erwartungen bisher nicht ganz erfüllen können. Spielmacher Alexander Latus ist verletzungsbedingt weiterhin an den Spielfeldrand gefesselt und hat das Trainer-Zepter von Kasimir Szyszka übernommen, der ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen pausieren musste. "Wir hatten über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe", berichtete Wildfleckens Abteilungsleiter Andreas Schmid. "Am Ende haben wir leider drei Hundertprozentige leichtfertig vergeben, sodass nur ein Remis herausgesprungen ist", lautete Schmids Resümee. Nach schöner Vorarbeit von Mario Will hatte der spielstarke Felix Frank die SG in Führung gebracht. Die Langenleitener hielten gut dagegen und gingen durch Nicolas Kirchners Kopfball aus rund acht Metern sogar in Führung. Als Simon Weyer vorzeitig unter die Dusche musste, erwachten die Wildfleckener endgültig aus dem Dornröschenschlaf. Mit einem fulminanten Strafstoß ins linke Eck sicherte Robert Adam den Wildfleckenern zwar vorzeitig das Remis, aber das Wildfleckener Powerplay in der Schlussphase fiel etwas zu hektisch aus.

B-Klassen-Stenos
SV Aura II - FC Untererthal II 2:4 (0:2). Tore: 0:1, 0:2 Marcus Schäfer (11., 16.), 1:2 Christof Sauer (46.), 1:3 Sven Röthlein (79.), 1:4 Lukas Hereth (88.), 2:4 Andy Möck (90+3).
FC Hammelburg II - SV Gräfendorf II 0:2 (0:1). Tore: 0:1 Andreas Mebert (20.), 0:2 Roland Fischlein (90.).
DJK Salz II - SG Rottershausen/Arnshausen II 6:2 (3:1). Tore: 1:0 Patrick Grom (7.), 1:1 Michael Neeb (8.), 2:1 Nikolas Becher (30.), 3:1 Patrick Grom (45.), 4:1 Hans-Jürgen Birki (50.), 5:1 Martin Wittenberg (55.), 5:2 André Seufert (70.), 6:2 Hans-Jürgen Birki (90., Foulelfmeter).