Die von der bayerischen Landesregierung in Aussicht gestellte finanzielle Unterstützung der Sportvereine ist für Martin Wende ein "Signal in die richtige Richtung. Ich gehe davon aus, dass der Sportstättenbau weiterhin gefördert wird." Knapp über 20 Anträge aus dem Landkreis Bad Kissingen werden vom BLSV geprüft; dazu kommt ein halbes Dutzend an Projekten, die in Planung sind. Von einem Bauvorhaben zurückgetreten sei aktuell kein Verein. Es waren auch nur wenige Vereine, die sich beim BLSV-Kreisvorsitzenden in den vergangenen Wochen erkundigten, ob sich in Corona-Zeiten etwas ändere bezüglich der Förderrichtlinien.

Die Anträge der Sportvereine gehen wie gewohnt parallel an den Kreisverband und in die Zentrale nach München. "Ich habe keine Entscheidungsgewalt und gebe nur eine Stellungnahme zum jeweiligen Projekt ab. Klar, dass diese im Sinne unserer Vereine wohlwollend ausfällt", sagt Martin Wende. Erst wenn aus München das "Ja" kommt, können die Vereine mit konkreten finanziellen Mitteln planen.

Keinen Grund zur Klage gibt es in diesen Tagen bei der Firma "Sportplatz-Profi" aus Sandberg-Kilianshof mit ihren zehn Angestellten. "Wir sind mit Bauaufträgen in der näheren und weiteren Region gut ausgelastet. Weil der Spielbetrieb ruht, ist die Sportplatzpflege sogar einfacher zu händeln. Einen Einbruch erwarten wir allenfalls im nächsten Jahr aufgrund fehlender Einnahmen bei den Sportvereinen", sagt Senior-Chef Franz Söder. Auch das international laufende Geschäft mit dem Bau von Reitplätzen laufe unverändert gut.