Ein besonderer Service auf den Sportplätzen in Seubrigshausen und Großwenkheim ist das Stadionheft "SG aktuell." Der Service eines Stadionheftes ist ab der Bezirksliga aufwärts üblich, in den Ligen darunter eher die Ausnahme. Hauptverantwortlich ist "Chefredakteur" Ludwig Schmöger, der alle Berichte für den A-Klassisten verfasst. In Manuel Schneider hat er derzeit einen Mitverantwortlichen, der für weitere Abläufe zuständig ist. Seit dem sportlichen Zusammenschluss der beiden Vereine ab der Saison 2011/12 gehören von Seiten des FC 46 Großwenkheim auch Steffen Fürsch, Patrick Schmitt und Dominik Härter zu den Mitarbeitern.

Zu den vielfältigen Informationen gehören Ergebnisse, Rückblicke, Informationen über den jeweiligen Gegner, Tabellen, Terminplan und Geburtstage von Vereinsmitgliedern. Dazu mehrere Seiten Werbung, ohne die ein Stadionheft nicht zu finanzieren wäre. "Das Erstellen des Stadionheftes muss Spaß machen, man muss sich mit dem Verein identifizieren", sagt Ludwig Schmöger. Als Jugendlicher spielte er von 1963 bis zur Gründung der DJK 1967 beim FC 46 Großwenkheim. Er ist ein Urgestein der DJK Seubrigshausen und gehört zu den Gründungsmitgliedern. Weiter war er jahrelang Spieler, Trainer, Schiedsrichter und sportlicher Leiter. Obwohl nicht mehr im Vorstand tätig, ist das Erstellen des Stadionsheftes eine besonders wichtige Aufgabe, die einen hohen Arbeitsaufwand und viel Idealismus erfordert.


Alles akribisch geordnet

Schmögers Arbeitszimmer ist praktisch das Archiv der DJK Seubrigshausen. Hier sind unglaublich viele Unterlagen exakt und akribisch genau geordnet. "Das Stadionheft mit den vielen Informationen ist eine tolle Sache. Ich persönlich sammle alle Ausgaben, auch von anderen Sportplätzen", sagt Patrick Schmitt, Vorstandsmitglied des FC 46 Großwenkheim. "Ein solches Heft ist mit viel Aufwand verbunden und da muss ich Ludwig Schmöger ein Riesenlob aussprechen", ergänzt er.

Die Auflage beträgt pro Heimspiel etwa 60 Stück. Am Saisonende gibt es eine Sonderausgabe mit rund 40 Seiten. Die Grundlage für das heutige "SG Aktuell" liegt schon weit zurück. Der frühere Vorsitzende der DJK Seubrigshausen, Reinhard Schneider hatte die Idee, die Mitglieder regelmäßig schriftlich zu informieren. Im März 1979 erschien die erste Ausgabe mit wenigen Seiten. "Das war für die damalige Zeit etwas ganz Besonderes und es sollten Informationen für die Vereinsmitglieder im Mini-Format sein ", erinnert sich Schmöger. Reinhard Schneider und seine Frau Helga lieferten noch einen speziellen Service. Das monatlich erschienene Heft trugen beide in jeden Haushalt.

Bereits ab der zweiten Ausgabe wirkte Ludwig Schmöger mit Berichten über das Fußballgeschehen aktiv mit. "Mein Herz hängt seit 49 Jahren an der DJK und da wollte ich auch mithelfen", sagt Schmöger. Zehn Jahre lang konnten die DJKler diesen Service genießen. Zwischen 1989 und 1995 gab es kein Heft. Zu Beginn der Saison 1996/97 übernahm Ludwig Schmöger das Kommando und erstellte wieder das Heft fünf Jahre lang als "Einmannbetrieb" mit Fußball als Schwerpunkt.

Der Zufall wollte es, dass das erste Heft am 25. August 1996 ausgerechnet zum Meisterschaftsspiel gegen den FC 46 Großwenkheim erschien. Ohne Anzeigen umfasste es sechs Seiten. Mit den Jahren nahm erfreulicherweise auch die Zahl der Inserenten zu. Gegenwärtig sind es etwa 30. Ab der Saison 2001/2002 bekam Ludwig Schmöger mit Marina Nöth, Daniela Klöffel, Edith Appel und Susanne Markert erste Helfer. Vier Jahre später kamen mit Timo Hornung, Robert Denner, Peter Klöffel und Tobias Schneider weitere Unterstützer dazu.
"Bei schlechtem Abschneiden und Niederlagen der Mannschaft ist die Berichterstattung nicht immer einfach, bei Siegen oder gar einer Meisterschaft natürlich entspannter", sagt Schmöger. Er hat in den letzten 20 Jahren kein Meisterschaftsspiel versäumt und war damit für eine fundierte Berichterstattung immer live am Ball.


Immenser Zeitaufwand

Für den Saisonrückblick nennt er etwa 15 Stunden an Zeitaufwand, für eine normale Ausgabe zwischen vier und sechs Stunden. Dazu kommen Recherchen, das Führen von Spielereinsätzen, Torschützen, Vorlagengeber und viele andere Dinge. Und das natürlich ehrenamtlich in der Freizeit, die Schmöger nach dem Eintritt ins Rentenalter in größerem Maß zur Verfügung hat. Zusätzlich war er verantwortlich für zwei DJK-Festschriften und die Sportplatzeinweihung. Die nächste größere Aktion wirft ihre Schatten voraus. Im nächsten Jahr wird die DJK Seubrigshausen 50 Jahre alt. Dafür sammelt Schmöger schon jetzt...