Ein turbulentes Jahr liegt hinter den beiden großen Wintersportvereinen in der bayerischen Rhön. Zwei Ereignisse haben den WSV Oberweißenbrunn und den RWV Haselbach in den zurückliegenden Monaten stark bewegt. Im August war Kilian Abert aus Wildflecken, eine der großen Persönlichkeiten des Rhöner Wintersports, unerwartet gestorben. Und über Wochen hinweg beschäftigte die Zukunft der traditionsreichen Schanzenanlage in Haselbach die einheimischen Wintersportler. Letztlich wurde der gemeinschaftliche Betrieb der Anlage nicht mehr weitergeführt. "Nach langen und reiflichen Überlegungen hat sich die Vorstandsriege vom WSV Oberweißenbrunn dazu entschieden, sich nicht an den geplanten Ausbaumaßnahmen zur Verbesserung der Schanzenanlage in Haselbach zu beteiligen. Der RWV Haselbach wird sich in Zukunft alleine in Verbindung mit der Stadt Bischofsheim und dem Landkreis Rhön-Grabfeld um den Betrieb und den Unterhalt der Anlage kümmern", erläutert WSV-Vorsitzender Ewald Simon. Im Jahr 1952 war mit dem Bau der mittlerweile legendären "Kreuzbergschanzen" begonnen und somit ein neuer Grundstein für das Skispringen in der Rhön gelegt worden. 1955 trug man die ersten bayerischen Meisterschaften in der Nordischen Kombination aus. Die gemeinsame Skisprung-Mannschaft, die sogenannten "Rhönadler", unter der bewährten sportlichen Leitung von Maximilian Lange, werde aber auch weiterhin ein Gemeinschaftsprojekt der beiden benachbarten Vereine RWV Haselbach und WSV Oberweißenbrunn bleiben. "Wir werden auch in Zukunft die Rhönadler in jeder nur erdenklichen Art und Weise unterstützen", sichert der WSV-Vorsitzende zu.