Noch zwei Punktspiele sind es für die SG Garitz/Nüdlingen (9./8:12) in diesem Jahr. Zwei Spiele, in denen Lisa Wenzke verletzungsbedingt nicht mehr zur Kugel greifen wird. Deren Torgefährlichkeit fehlt definitiv. In den Spielen gegen den ASV Dachau (16:21) und zuletzt beim TSV Ottobeuren (14:25) gelangen nur 30 Treffer. Zu wenig für Zählbares. Mit dem TS Herzogenaurach (3./14:6) wartet in der Schlossberghalle der nächste offensivstarke Gegner, der in seinen zehn Spielen schon 266 Tore erzielte, und damit exakt 69 mehr als die Spielgemeinschaft.

"Stimmt. Uns fehlt derzeit die Durchschlagskraft. Daran haben wir im Training gezielt gearbeitet. Was wir brauchen, ist Selbstvertrauen", sagt Trainer Norbert Senft, der einen unerschütterlichen Grund-Optimismus besitzt vor dem Duell mit den Mittelfranken. Basierend auf konstant guten Leistungen in der Abwehr. "Alles Kopfsache bei uns. Im Training wird ja gut gearbeitet", weiß der Coach, der in Einzelgesprächen auf Ursachenforschung ging.

Die Favoritenrolle wird wieder bei den Gästen liegen, die über individuell extrem starkes Personal verfügen. "Kein einfacher Gegner. Körperlich stark", sagt Norbert Senft im Telegramm-Stil. Und meint beispielsweise die robuste Spielmacherin Alexa Doda, deren Kreise voraussichtlich Theresa Kleinhenz einengen soll. Eine Aufgabe, die der Trainer der jungen Spielerin zutraut. Oder die nicht minder wurfgewaltige Saskia Probst, die allerdings beim 33:23-Sieg über die HSG Fichtelgebirge mit Rückenproblemen gefehlt hatte. Und weil neben der langzeitverletzten Corinna Merz aktuell Vicky Egle (Verdacht auf Kreuzbandschaden) auszufallen droht, kommt der Gegner mit einigen Handicaps im Gepäck in die Schlossberghalle. Qualität ist bei den Herzogenaurachern dennoch genügend vorhanden. Zum Beispiel durch Außenangreiferin Sarah Stefan, die zum jüngsten Erfolg sagenhafte elf Tore beisteuerte.

Bis auf Lisa Wenzke wird SG-Trainer Norbert Senft wohl der komplette Kader zur Verfügung stehen. Womöglich mit Tanja Sadowski als Alternative auf der Bank. Die Abteilungsleiterin hatte schon beim Gastspiel in Ottobeuren, als Senft aufgrund eines Trainerlehrgangs abwesend war, das Trikot übergezogen. Wie übrigens auch die aushelfende Nina Barnickel.