FC Westheim - SV Rödelmaier (Donnerstag, 19 Uhr, FC-Sportplatz)

Wie sich die Gefühlslagen ändern können: Hätte das Rhöner Toto-Pokal-Endspiel wie geplant am 1. Mai stattgefunden, wäre es laut Westheims Spielertrainer David Böhm "ein Riesenevent mit vielen Zuschauern" geworden.

Jetzt, nach Corona-bedingter Neuansetzung und kurzfristiger Verschiebung vom vergangenen Samstag auf diesen Donnerstag (19 Uhr) sei es für die Verantwortlichen nur noch eine Last. Wegen der vielen Auflagen und Maßnahmen, die der Verein zu treffen habe, damit das Endspiel stattfinden kann. So bleibt das Sportheim für die Allgemeinheit gesperrt, damit die Teams sich getrennt umziehen können. Duschen müssen die Spieler trotzdem daheim.

Kein sportlicher Wert

Zudem besitzt das Finale für David Böhm "gar keinen sportlichen Wert mehr". Denn die Gegner, die im Falle eines Pokalsiegs warten, würden sich maximal aus der Bayernliga rekrutieren. TSV Großbardorf oder Würzburger FV - so könnte das Los heißen. Vielleicht kommt auch ein Landesligist. Aber eben nicht die attraktiven Drittligisten TSV 1860 München oder FC Ingolstadt. Und auch nicht der TSV Aubstadt aus der Regionalliga Bayern. Die Würzburger Kickers haben sich eh in die 2. Bundesliga verabschiedet, treten gar nicht mehr an.

Dass der Bayerische Fußballverband das Kreisfinale für einen Donnerstagabend angesetzt hat, bezeichnet der Westheimer Spielertrainer als "suboptimal". Und zwar für beide Mannschaften. So steht jetzt schon fest, dass er, sein Co-Trainer Stefan Stöth und Jannik Wüscher fehlen werden. Bei anderen stehe der Einsatz berufsbedingt auf der Kippe.

Möglicherweise besitze der Endspielgegner sogar noch größere Nachteile. Schließlich müssen die Rödelmaierer Spieler erst noch eine halbe bis Dreiviertelstunde nach Westheim fahren. Und dann wollten sie wohl ausreichend früh zum Warmmachen auf den Platz.

Immer noch verstimmt

SV-Trainer Werner Feder ist jedenfalls wegen der Absage vom Samstag noch immer verstimmt: "Im Vorfeld hätte man bei uns anrufen und nachfragen können, ob es in der Mannschaft oder im Dorf einen positiven Corona-Fall überhaupt gibt. Es hätte gespielt werden können, da dies nicht der Fall ist. So aber wurde uns am Samstag um 13 Uhr der Ausfall mitgeteilt. Ich kann die derzeitige Angst zwar verstehen, aber die Art und Weise der Absage nicht. Die war so komisch wie die ganze Zeit."

Das Flair eines Pokalspiels ist für ihn auf jeden Fall dahin. "Denn dieses kann an einem Donnerstag, um 19 Uhr, nicht da sein". In Westheim wird Feder angeschlagene Spieler auf keinen Fall einsetzen, sie fürs Punktspiel am Sonntag gegen Unterspiesheim schonen.

Auch wenn David Böhm nicht glaubt, dass die erlaubten 200 Zuschauer kommen: Er rät zu frühem Erscheinen. Es sollen keine Warteschlangen entstehen. Mit Material von gmad