FC 05 Schweinfurt - FC Bayern München II (Dienstag, 19 Uhr)

Die (kleinen) Bayern (1./30) aus der Landeshauptstadt kommen - und schon wird die Hütte voll. Zumindest gut gefüllt wird das Sachs-Stadion an diesem Dienstag sein, wenn der FC 05 Schweinfurt (5./25) den Abstand auf den Tabellenführer verkürzen will. Laut Pressesprecher Daniel Caspari wurden bereits 2200 Tickets verkauft, mit etwa 3000 Fans rechnen die 05er. Draußen bleiben muss keiner, weil es Eintrittskarten auch an der Abendkasse gibt und - unter Beachtung der 3G-Regel - knapp 10 000 Zuschauer ins Stadion dürften.

Für das Topspiel unter Flutlicht sieht Tobias Strobl seine Mannschaft jedenfalls gut gerüstet. "Die Pause hat uns gut getan. Im Training haben wir weiter an unserer Intensität und der Arbeitseinstellung gearbeitet", sagt Schweinfurts Trainer, dessen Elf zuletzt spielfrei war aufgrund Unterhachinger Corona-Fälle, davor den SV Schalding-Heining mit 6:0 besiegte. Dass die große Kulisse mehr Lust als Last bedeutet, ist für Strobl sonnenklar. "Darauf freuen wir uns. Und wir werden gegen die Bayern eine positive Energie von den Rängen brauchen, um dominant und selbstbewusst aufzutreten."

Ja, der Gegner ist der Favorit, der in 13 Spielen erst einmal verloren und bereits 46 Treffer erzielt hat, was Liga-Bestwert bedeutet. Aber nur vier Tore weniger haben die Schnüdel erzielt. In Sachen Defensive steht es bei jeweils 15 Gegentore quasi unentschieden.

Ähnlich den Grün-Weißen, haben auch die von Ex-Profi Martin Demichelis trainierten Roten zuletzt immer mal wieder überraschende Patzer eingebaut. Erinnert sei an die Punkteteilungen gegen Aschaffenburg (2:2) oder in Buchbach (2:2), ehe am Wochenende das Tabellenschlusslicht aus Rain gerade mal so mit 3:1 bezwungen wurde. Die bislang erfolgreichsten Schützen der Oberbayern sind Oliver Batista Meier und Nemanja Motika mit je neun Treffern, die allerdings in der Torjäger-Wertung hinter den Schweinfurtern Meris Skenderovic (11) und Adam Jabiri (14 ) liegen.

"Das sind alles gut ausgebildete Jungs, da müssen wir von Anfang an aggressiv und aktiv sein. Aber wir freuen uns auch darauf, dass die Bayern selbst am Spiel teilnehmen wollen und natürlich einen attraktiven Fußball spielen", sagt Mittelfeld-Mann Kevin Fery, wohl wissend, dass der Großteil der Gegner den Bus gewöhnlich vor dem eigenen Tor parkt.

Dass es auch unter den Schweinfurter Spielern einige FCB-Fans gibt, das bestätigt Kevin Fery offen, nennt dabei vor allem Martin Thomann, der allerdings verletzt weiter fehlt. "Aber wir unterhalten uns in der Kabine eher über die Bundesliga allgemein." Zu viel Ehrfurcht vor dem Kontrahenten muss nun wirklich nicht sein...