Bei den Hammelburg Volleys herrscht nach der Hinrunde Ernüchterung: Mit nur vier Siegen aus zehn Spielen stehen die Zweitliga-Volleyballer aus der Saalestadt derzeit auf dem 10. Tabellenplatz. Drei Punkte sind es, die das Team von Headcoach Karl Kaden von den beiden Abstiegsplätzen trennen, die derzeit von Aufsteiger Gotha und Fellbach bekleidet werden. Die Gründe dafür sind vielfältig - einige liegen auf der Hand, andere gilt es zu analysieren. Nach dem Abgang vieler Routiniers vor Saisonbeginn wurde das Team deutlich verjüngt, der Kader gestrafft. Nach einem durchaus passablen Saisonstart passierte das, was bei den Verantwortlichen immer noch für Kopfschütteln sorgt. Das Team wurde völlig überraschend von den Brüdern Peter und Georg Wolf verlassen, zwei nicht unwichtige Spieler in der Saisonplanung der Volleys.

Zwar rückten mit dem Brüderpaar Lukas und David Baden junge Perspektivspieler ins Team auf, allerdings sollen diese erst langsam an das Bundesliga-Niveau herangeführt werden. Es fehlen schlichtweg die Wechseloptionen in der Mannschaft, der es auch an der notwendigen Abgezocktheit fehlt, weshalb gute Leistungen zu selten mit Punkten belohnt wurden. "Wir haben erkannt, dass Team und Trainer an ihre Grenzen stoßen, dass die Verantwortung, die vor allem auf den jungen und neuen Spielern lastet, zu groß ist", sagt Pressesprecher Olly Wendt und verrät weiterhin: "Wir, der Arbeitskreis Bundesliga, haben die Köpfe zusammengesteckt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir die Qualität und Quantität des Kaders in der Winterpause dringend erhöhen müssen."

Das Team hinter dem Team, welches sich seit dem Aufstieg in die Bundesliga um die organisatorischen und sportlichen Belange des Teams kümmert, besteht neben Wendt, aus Matthias Benner, Frank Jansen, Matthias Fröhlich, Jochen Hauke, Didi Gleisle und Thomas Greinwald. "Natürlich hören wir die Stimmen und die Forderungen nach taktischen Umstellungen, allerdings sind diese bei der derzeitigen Kadertiefe schlichtweg nicht möglich", sagt Wendt. Seitdem suchen die Verantwortlichen des TV/DJK intensiv nach Lösungen. "Wir prüfen derzeit alle Optionen und werden zusammen mit unseren Sponsoren, dem Team und dem Trainerstab versuchen, mit mutigen Entscheidungen auf den Erfolgspfad zurückzukehren."