TSV Oberthulba - FC Untererthal 1:1 (1:1). Tore: 1:0 Christian Herrlein (13.), 1:1 Stefan Thoma (27.).

Ja, es hätten auch drei Punkte sein können für den TSV Oberthulba im Duell mit dem Tabellenführer angesichts der zwei späten Aluminium-Treffer. Erst hatte Christian Herrlein nach einem Freistoß von Markus Kaufmann den Pfosten getroffen (75.), dann Marius Schubert die Latte (85.). "Aber mit dem einen Zähler sind wir wirklich sehr zufrieden. Das war von unserer Seite eine geschlossene Mannschaftsleistung gegen den wohl kommenden Meister", sagte Kevin Voll. Besonders hatten den TSV-Pressesprecher die Führungsqualitäten seines Regisseurs Markus Kaufmann überzeugt, "der seine Teamkollegen über 90 Minuten immer wieder motiviert und aufgebaut hat." Kaufmann hatte auch den Führungstreffer seiner Elf vorbereitet mit seinem Standard auf den Kopf von Herrlein. Allerdings hatte sich der Primus, der sich nach der Heimniederlage der Vorwoche gegen den SV Aura stark verbessert präsentierte, das Unentschieden mehr als verdient durch den direkt verwandelten Freistoßball von Stefan Thoma, der TSV-Keeper Felix Müller auf dem falschen Fuß erwischte. "Die Untererthaler haben über ihre schnellen Stürmer immer wieder für sehr viel Druck gesorgt", so Kevin Voll.

SG Gräfendorf/Wartmannsroth/Dittlofsroda - SG Reiterswiesen/Arnshausen/FC 06 Bad Kissingen II 1:4 (0:2). Tore: 0:1 Fabian Renninger (20., Foulelfmeter), 0:2 Fabian Renninger (29.), 1:2 Tobias Krause (55.), 3:1 Marlon Schwientek (65.), 4:1 Jakob Fischer (75.).

Für die ambitionierten Gäste war es nicht mehr als ein Arbeitssieg auf dem doch sehr schmalen Spielfeld in Dittlofsroda. Der Doppelpack von Fabian Renninger sorgte zur Pause für eine beruhigende Führung. Erst hatte der Bad Kissinger vom Kreidepunkt aus getroffen nach Foul an Jakob Fischer, dann unter gütiger Mithilfe des Gegners mit einem direkt verwandelten Eckball nachgelegt. Eine schludrige Phase des Favoriten bestrafte der Außenseiter mit dem Anschlusstreffer durch den platzierten 18-Meterschuss von Tobias Krause, aber mehr sollte für die wacker kämpfenden Kellerkinder in diesem Spiel nicht drin sein. Nach einer mehrfach geklärten Ecke traf Marlon Schwientek doch noch, ehe Jakob Fischer eine Kombination über Marcel Röder und Tizian Fella im Fallen abschloss.

TSV Wollbach - BSC Lauter 7:0 (4:0). Tore: 1:0, 2:0 Matthias Albert (26./Foulelfmeter, 29.), 3:0 Alexander Zink (40.), 4:0 Leo Rottenberger (45.), 5:0 Tim Ehrenberg (72.), 6:0 Jonas Kirchner (87.), 7:0 Matthias Albert (88., Foulelfmeter).

Chancenlos war der BSC Lauter im Derby bei spielfreudigen Wollbachern, die bereits zum Pausenpfiff für klare Verhältnisse gesorgt hatten angesichts der 4:0-Führung. Den Torreigen eingeleitet hatte Matthias Albert mit seinem Doppelpack. Erst traf der Routinier per Strafstoß nach Foul an Felix Warmuth, dann per Kopf nach einem Freistoß von Tim Ehrenberg. Alexander Zink behielt anschließend den Überblick nach der Doppelchance für Tim Ehrenberg und Felix Warmuth, ehe Leo Rottenberger nach einem Ehrenberg-Standard auf 4:0 stellte. Jonas Kirchner, Phil Schönhöfer und Ehrenberg hatten für die Gastgeber sogar weitere Treffer auf dem Fuß. Der Einbahnstraßen-Fußball sollte sich nach dem Wechsel fortsetzen. Nach Rottenberger-Vorarbeit traf erst Tim Ehrenberg ins Schwarze, dann Jonas Kirchner nach der überragenden Vorarbeit von Phil Schönhöfer mit der Hacke. Für den Endstand sorgte Matthias Albert mit seinem zweiten Strafstoßtreffer, diesmal nach Foul an Schönhöfer. Angesichts weiterer Gelegenheiten für die Gelb-Schwarzen hätten die angereisten "Fritzlich" auch zweistellig verlieren können.

VfR Sulzthal - FC Bad Brückenau 2:1 (0:1). Tore: 1:0 Tim Eckert (30.), 2:0 Lorenz Halbig (49.), 2:1 Eugen Ortmann (82.).

Dieses Spiel hätte Sulzthal schon deutlich früher entscheiden können, stand sich in den entscheidenden Situationen aber mehrfach selbst im Weg. Der VfR riss das Spiel an sich und kam durch Alexander Unsleber und Randy Diez zu ersten Chancen. Doch erst ein Freistoß in der 30. Minute brachte die langersehnte Führung. Tim Eckert trat aus fast 30 Metern an und versenkte den Ball traumhaft im Winkel. Brückenau strahlte zumeist nur bei Eckbällen Gefahr aus. Auch der zweite Durchgang begann ganz nach dem Geschmack von VfR-Coach Stephan Penquitt. Tim Halbig steckte auf Lorenz Halbig durch, der den Ball unhaltbar ins lange Eck beförderte. In der Folge scheiterte der glücklose Torjäger Alexander Unsleber mehrfach aus aussichtsreicher Position. Der Chancenwucher der Gastgeber rächte sich jedoch nicht, auch wenn Eugen Ortmann nach einigen Missverständnissen in der der Sulzthaler Hintermannschaft noch den Anschlusstreffer erzielte.

SV Aura - DJK Waldberg 2:1 (0:1). Tore: 0:1 Bastian Krapf (45.), 1:1 Mirko Haelbig (58.), 2:1 Jan Graser (72.).

Aura fand etwas besser in die Partie und Jan Graser setzte mit einem Pfostentreffer die erste Duftmarke. Waldberg beschränkte sich weitestgehend auf die Defensive und bemühte sich kaum um einen eigenen Treffer. Dennoch gelang den Gästen kurz vor dem Halbzeitpfiff der zu diesem Zeitpunkt überraschende Führungstreffer. Bastian Krapf köpfte eine Freistoßflanke über die Linie. Nach dem Wiederanpfiff machte der eingewechselte Arkadiusz Porombka auf seiner Außenbahn viel Druck und drang immer wieder in gefährliche Zonen vor. Er war es auch, der den Siegtreffer durch Jan Graser mit einem beherzten Lauf in die Tiefe vorbereitete. Zuvor hatte Mirko Haelbig das Spiel ausgeglichen. "Wir haben zu wenig aus unseren Chancen gemacht, aber der Waldberger Torwart hat auch ein sehr gutes Spiel gemacht. Insgesamt ist der Sieg verdient", gab SV-Trainer Thomas Lutz eine Woche nach dem Sieg in Untererthal zu Protokoll.

SV Obererthal - SG WMP Lauertal II 3:1 (2:0). Tore: 1:0 Tobias Brust (37.), 2:0 Markus Weidinger (45.), 3:0 Tobias Brust (70., Elfmeter), 3:1 Moritz Keller (81., Elfmeter). Gelb-Rot: Sebastian Schüller (45., Lauertal)

Im Kellerduell zeigten sich zunächst die Gäste etwas bissiger. Doch auch Obererthal spielte im Vergleich zur Vorwoche deutlich besser. Nach einer ereignisarmen halben Stunde fasste sich Luca Biemüller ein Herz und zog von der Strafraumkante ab. Der Abpraller fiel Tobias Brust vor die Füße, der gut reagierte und den Ball über die Linie bugsierte. Wenig später schwächte sich Lauertal mit einem frühen Platzverweis selbst. Zudem gelang Markus Weidinger noch vor der Pause das kuriose 2:0. Er wurde vom Torwart angeschossen und von seinem Rücken kullerte der Ball ins Tor. "Das hat uns natürlich in die Karten gespielt", berichtete Pressewart Lorenz Brust, "trotzdem hätten wir in der zweiten Halbzeit die Räume besser nutzen und den Sack früher zumachen müssen." Die Spielgemeinschaft gab sich trotz der Unterzahl nicht auf, kämpfte weiter und kam durch einen Elfmeter von Moritz Keller zumindest noch zum 3:1.

TSV Aubstadt II - FC WMP Lauertal 2:2 (2:0). Tore: 1:0 David Bauer (36., Foulelfmeter), 2:0 Alban Peci (38.), 2:1, 2:2 André Keßler (50., 64./Handelfmeter). Rot: Mike Glückstein (63., Aubstadt II). Gelb-Rot: Fabian Bauer (89., Lauertal).

Für Aubstadts Spielertrainer David Noack war's ein "gerechtes Unentschieden. Lauertal war uns körperlich überlegen, die haben sehr robust gespielt. Aber wir haben gut dagegen gehalten." Spielerisch sei vor 150 Zuschauern nicht das Niveau erreicht worden, das man sich angesichts der Qualität beider Mannschaften versprochen hatte. Aubstadt II zeigte sich in der ersten Hälfte entschlossen und belohnte sich mit einer 2:0-Führung. Nach Wiederbeginn "haben wir nicht gezeigt, was wir können". Wohl aber der Gast, der zusehends die Initiative ergriff. "Lauertal war immer präsent, hat gut gepresst." Mit frischem Wind und viel Elan kehrte der Gast aus der Kabine zurück. Die optische Überlegenheit führte zum Anschluss, als André Keßler per Kopf nach einem Freistoß erfolgreich war. Und Keßler traf ein zweites Mal: Per Elfmeter nach einem Handspiel von Mike Glückstein, der dafür die rote Karte sah.

rus SG Sandberg I/Waldberg II - SG Haard/Nüdlingen 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Jonas Rottenberger (80.). Gelb-Rot: Florian Gehring (77., Haard/Nüdlingen).

Lange hatte es in diesem hart umkämpften Spiel nach einer Punkteteilung ausgesehen, doch dann brachte ein kurioser Treffer die abstiegsbedrohten Hausherren doch noch auf die Siegerstraße. Der Torhüter der Gäste wollte den Ball nach vorne rollen, übersah dabei aber Jonas Rottenberger und legte diesem den Ball genau in die Füße. "Trotz dieses glücklichen Tores war es am Ende ein verdienter Sieg. Vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir optisch überlegen und hatten letztlich auch die besseren Chancen", bilanzierte Sandbergs Abteilungsleiter Janik Holzheimer. Er sah insgesamt "kein gutes Spiel." Beide Mannschaften kämpften zwar verbissen um jeden Zentimeter, Torchancen waren aber vor allem in der ersten Halbzeit Mangelware. "Letztlich merkte man beiden Teams an, was auf dem Spiel stand."rus