TSV Aubstadt - TSV Großbardorf (Mittwoch, 19 Uhr)

Nun also doch: Das Derby in der zweiten Qualifikationsrunde des Toto-Pokals auf Verbandsebene zwischen dem TSV Aubstadt und dem TSV Großbardorf wird an diesem Mittwoch ausgetragen. Anpfiff im Aubstädter Schulstadion ist um 19 Uhr. Darauf haben sich die beiden Vereine am Montagabend geeinigt. Die Suche nach einem Termin für das Spiel hatte sich nicht einfach gestaltet, letztlich verständigten sich die Landkreisrivalen doch auf den vom Verband vorgesehenen Regelspieltermin. Das für Mittwochabend geplante Testspiel der Großbardorfer in der Bioenergie-Arena gegen den Regionalligisten FC Schweinfurt 05 wurde ersatzlos gestrichen. "Was wir eigentlich unbedingt vermeiden wollten, ist nun doch eingetreten", sagte Andreas Lampert aus der sportlichen Leitung des TSV Großbardorf. Der FC 05 tritt stattdessen gegen den FC Sand an.

Nach internen Beratungen hatten die Aubstädter den Großbardorfern doch nur diesen Mittwoch, Donnerstag und Freitag als Spieltermine angeboten. Das zwischenzeitlich angedachte Modell, das Spiel in die nächste Woche zu verlegen, wurde verworfen. "Wir spielen am Montagabend in Herbstadt gegen eine Kreisauswahl. Diese Partie haben wir schon im Februar zugesagt. Wenn wir dann am Dienstag noch gegen Großbardorf hätten spielen müssen, wäre meine ganze Vorbereitung kaputt gemacht worden. Ich habe auch nur 16 Spieler und keine 100", begründete Aubstadts Trainer Josef Francic sein Veto. Am Samstag oder Sonntag können die Aubstädter nicht spielen, weil wegen der Beachparty zum Jubiläum des Jugendclubs Container Abscht an beiden Tagen nicht genug Helfer zur Verfügung gestanden hätten. "Für so ein Spiel brauchen wir 15 bis 20. Der Verein will ja auch ein Event daraus machen", erklärte Francic.

Von den drei angebotenen Terminen entschieden sich die Grabfeld-Gallier letztlich für den Mittwoch und damit für die Absage des Tests gegen Schweinfurt. "Uns war sehr schnell klar, dass wir innerhalb von drei Tagen, also Mittwoch und Freitag, zwei solche Spiele, die jeweils Extrembelastung für die Spieler darstellen, eine Woche vor Punktspielstart nicht durchführen können", sagte Lampert. "Da unser Kader und auch die sportliche Planung und Trainingssteuerung komplett auf ein Spiel am Mittwoch ausgerichtet war, haben wir uns dann entschlossen, das Pokalspiel am vom Verband festgesetzten Termin auszutragen."

"Wir machen jetzt das Beste daraus", sagte Großbardorfs Trainer Dominik Schönhöfer. "Der Kader wäre so oder so dünn gewesen. Am Freitag wären einige Spieler ausgefallen, am Mittwoch sind es andere." So werden die Dietz-Brüder Christian und Florian nicht zur Verfügung stehen. "Ich muss gucken, wie ich die Bank bestücken kann. Mehr als drei, vier Auswechselspieler werde ich nicht haben", hofft Schönhöfer darauf, dass der aus der Jugend aufgerückte Ronny Mangold nach Schulterproblemen sein Okay gibt.


Verschiedene Voraussetzungen

"In der Vorbereitung muss man einen gewissen Spagat hinbekommen. Grundsätzlich will ich jedes Spiel gewinnen, man muss aber natürlich auch die Belastungen für die Spieler steuern. Unser Fokus wird darauf liegen, so lange wie möglich mitzuhalten und vielleicht doch eine kleine Sensation zu schaffen", sagte Schönhöfer. Ein Großbardorfer Sieg eine kleine Sensation? "Man muss nur die beiden Kader gegenüberstellen. In dieser Saison sind die Voraussetzungen doch sehr unterschiedlich."

Auch sein Gegenüber Josef Francic weiß um den Prestige-Charakter der Partie, will sie gewinnen und weiterkommen, ordnet sie aber ebenso noch in die Kategorie Vorbereitung ein: "Wir werden gegen Großbardorf und am Montag in Herbstadt Leute aufbauen, die zuletzt Trainingsrückstand hatten. Zum Beispiel Marino Müller, der zehn Tage im Urlaub war. Die Priorität liegt darauf, Dinge auszuprobieren, so dass wir zum Ligaauftakt in Ansbach zwei funktionierende Spielsysteme zur Verfügung haben."