Heiße Drifts und spannende Positionskämpfe auf regennasser Fahrbahn kennzeichneten die 23. ADAC-Grabfeldrallye und begeisterten die trotz Dauerregens auf den ersten Wertungsprüfungen zahlreich angereisten Motorsportfans. Im Gegensatz zu den letzten Jahren, als die Piloten mit immenser Hitze zu kämpfen hatten, mussten die 181 Teams in diesem Jahr eine ausgewogene Balance zwischen Tempo und Traktion auf den nassen Pisten finden.


Prominenter Ausfall

Der erste prominente Ausfall war bereits nach wenigen Kilometern auf der ersten Wertungsprüfung zu verzeichnen. Der auf Platz drei der deutschen Rallye-Meisterschaft liegende Dominik Dinkel mit Beifahrerin Christina Kohl musste nach einem heftigen Abflug, bei dem der Mitsubishi ziemliche Beulen bekam, aufgeben.
Pech hatte auch Frank Negratscher, an dessen Fahrzeug auf dem Rundkurs das Rad abbrach, es sich drehte und spektakulär eine Bushaltestelle touchierte.

Am besten gelang der "heiße Ritt" über die Sulzdorfer Pisten Raphael Ramonat mit Beifahrerin Nanett Centner in ihrem Mitsubishi Lancer EVO 7, die ihren Vorjahressieg mit 12,6 Sekunden Vorsprung vor Michael Rausch/Meike Maulitz auf Opel Ascona B wiederholten. Jörg Schuhej/Steffen Reith, ebenfalls Mitsubishi EVO 7, die 22,1 Sekunden zurücklagen, belegten Platz drei.

Den Grundstein zum Triumph legten Ramonat/Centner in den ersten beiden der insgesamt sechs Wertungsprüfungen, als sie jeweils deutliche Bestzeiten auf den Asphalt hinlegten. Mit diesem bereits vierten Gesamtsieg ist der Trusetaler Raphael Ramonat der ungekrönte König der anspruchsvollen Pisten.

Höhepunkt war wieder der Zuschauer-Rundkurs in Sulzdorf. Pünktlich zum Start kam die Sonne heraus. Hier zeigten wieder alle Motorsportler ihren Fans eine tolle Darbietung, bei der es der eine oder andere schon mal übertrieb und sich im Graben wiederfand. Dass bei diesen schwierigen Bedingungen nur 36 Teams mit teilweise spektakulären Ausflügen in die Botanik ausfielen, zeigt einmal mehr die Leistungsdichte in den einzelnen Klassen.


Großer Beifall für die Sieger

Die Gesamt- und Klassensieger wurden mit einer tollen Licht-und Soundshow und unter dem großen Beifall der Zuschauer von Rallyeleiter Bernd Menzel und Stefan Raab ausgezeichnet. Menzel bedankte sich bei den Teams und den Zuschauern für das disziplinierte Verhalten auf und rund um den Strecken, den vielen Helfern, den Genehmigungsbehörden, vor allem aber den Anwohnern rund um die Strecken. "Ohne die Akzeptanz und die Toleranz für den Motorsport wäre ein solches Großereignis nicht denkbar", so der Rallyeleiter.



Gesamtwertung

1. Raphael Ramonat/Nanett Centner (Trusetal/Radebeul) im Mitsubishi Evo 7 in 22:21,5 Minuten; 2. Michael Rausch/Meike Maulitz (Schlitz/Rotenburg) im Opel Ascona B in 22:34,1; 3. Jörg Schuhej/Steffen Reith (Fulda/Schwalmtal) im Mitsubishi Lancer Evo 7 in 22:43,6; 4. Marco Koch/Steffen Assmann (Marburg/Gladenbach) im Opel Kadett c in 22:48,5; 5. Bernd Michel/Bernd Hartbauer (Schwarzenbach/Sargans) im Mitsubishi Evo 9 in 22:48,9; 6. Axel Nörenberg/Marcus Kolitsch (Wolfhagen/Schauenburg) im BMW M 3 csl in 22:53,7.