SG Oerlenbach/Ebenhausen - TSV Steinach 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Simon Voll (88.). Rot: Simon Seidl (69., SG). Bes. Vorkommnis: Frank Schmitt (SG) verschießt Handelfmeter (60.).

Sie waren nicht vom Glück verfolgt, die Oerlenbacher und Ebenhäuser, in einem typischen 0:0-Spiel. Erst verschossen sie einen Handelfmeter; dann flog der Keeper wegen Handspiels vor dem Strafraum vom Platz. Und dann fing sich die SG kurz vor Schluss noch ein Tor ein, obwohl sie mehr Spielanteile gehabt hatte. Sowohl bei der Roten Karte als auch beim Gegentreffer sah Abteilungsleiter Alexander Schreiner zweifelhafte Schiedsrichterinnen-Entscheidungen. Auf dem Platz in Ebenhausen begann die SG ordentlich. Alle Spieler kämpften; es fehlte aber an Spielwitz. Der TSV Steinach verlegte sich darauf, nach Balleroberung seine Spitzen zu bedienen. Was selten gelang und ungefährlich blieb. So wurde es eine Partie mit wenigen Chancen. Eine hatte Daniel Franz nach einem Gestocher im Steinacher Strafraum. Der SG-Akteur zog ab, doch die Kugel wurde abgefälscht und landete in Händen des Steinacher Keepers Franz-Xaver Rosshirt. Ansonsten blieb es Mittelfeldgeplänkel. Zwar brachte die Einwechslung von Florian Heller zu Beginn der zweiten Hälfte etwas mehr Elan ins Oerlenbacher Spiel. Doch turbulent wurde es erst, als ein Steinacher den Ball an die Hand bekam. Den Elfer jagte der sonst so sichere Frank Schmitt übers Tor. Damit nicht genug des Pechs. Torwart Simon Seidl spielte Hand außerhalb seines Strafraums: Rot. Wobei Schreiner gesehen haben will, dass der Keeper den Ball vor der Linie losließ. Des Unglücks dritter Akt: Seidls Ersatz (Stürmer) Timo Schmitt soll geschubst worden sein, ehe der Eckball ins Netz der SG segelte. Für Schreiner eine ärgerliche Pleite, weil es auch andersherum hätte ausgehen können.st

SV Ramsthal - FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen 0:2 (0:0). Tore: 0:1 Alexander Müller (61., Foulelfmeter), 0:2 André Wetterich (67.).

Vor 200 Zuschauern erhielten die Aufstiegsambitionen der Weindörfler, die auf ihre Sturmspitze Sascha Ott verzichten mussten, einen herben Rückschlag. Der "Dreier" dürfte dagegen für die Schützlinge von Werner Dreßel die letzten theoretischen Abstiegssorgen beseitigt haben. "Es war eine zerfahrene Partie mit viel Kampf, aber mit nur wenigen vielversprechenden Torchancen", so SV-Pressesprecher Jochen Hesselbach. Die erste Gelegenheit verzeichnete der Gast mit dem Pfostenschuss von Alexander Müller (12.). Ansonsten bekam SV-Keeper Christian Hänelt, der den verletzten Florian Rottenberger vertrat, vor dem Seitenwechsel wenig zu tun. Was aber auch für sein Gegenüber Benno Hobelsberger galt, der sich vor der Pause nur einmal strecken musste, nachdem Matthias Mock einen Fernschuss abgesetzt hatte. Im zweiten Durchgang änderte sich wenig am Geschehen; fast folgerichtig fiel der erste Treffer aus einer Standardsituation heraus. Nach einer Flanke von Michael Röder kam es im SV-Sechzehner zu einem Luftkampf mehrerer Akteure; dabei ging Fabian Erhard zu Boden. Der Unparteiische erkannte auf ein Foul, "was wohl richtig war, denn von unserer Seite aus wurde nicht nennenswert protestiert", informierte Hesselbach. Die Herterich-Elf warf angesichts des Rückstandes sofort alles nach vorne, wurde aber wenig später bei einem Konter, den André Wetterich abschloss, kalt erwischt. Das mögliche 0:3 hatte Luis Schuler auf dem Fuß, doch sein Heber flog um Zentimeter über das Quergestänge (78.). "Der Sieg der Gäste war nicht unverdient; sie agierten vergleichsweise zielstrebiger", so Hesselbach. sbp

FC Strahlungen - SV Riedenberg 2:0 (1:0). Tore: 1:0, 2:0 Markus Neder (3., 77.). Rot: Lukas Hein (8., Strahlungen).

Der FC Strahlungen hat zum Wiederbeginn nach der Corona-Pause ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Die Elf von Oliver Schönwiesner bezwang den SV Riedenberg mit 2:0, obwohl sie 82 Minuten lang in Unterzahl spielen musste. Früh hatte FC-Verteidiger Lukas Hein wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen. "Die Entscheidung war korrekt", räumte FC-Pressewart Bernhard Nöth ein. Kurz zuvor hatte Markus Neder die Gastgeber mit 1:0 in Führung gebracht, Tim Krais hatte die Vorarbeit geliefert. "Wir haben dann umgestellt", sagte Nöth, "Benedikt Bötsch übernahm den Hein-Posten und wir haben uns aufs Verteidigen verlegt." Klar, dass die Gäste aus der Rhön fortan den Ton klar angaben und auch einige Male gefährlich vor dem Strahlunger Tor aufkreuzten. Aber die Abwehr um den sicheren Schlussmann Johannes Bömmel hielt. Die Riedenberger schafften es über weite Strecken nicht, ihr Tempo zu variieren und sich zwingende Chancen herauszuspielen. Die größte Gelegenheit vergab Stefan Wich (85.). Aber da hatte Neder das Ergebnis schon auf 2:0 für die Strahlunger gestellt. "Kompliment an unsere Mannschaft", sagte Nöth, "sie hat läuferisch und kämpferisch alles gegeben." Auch für die Zuschauer, 170 waren es, hatte Nöth lobende Worte: "Unser Hygienekonzept ist aufgegangen. Die Leute hatten Masken dabei und waren sehr diszipliniert." Auf dem Spielfeld half den Strahlungern auch eine Regeländerung: "Wir haben es natürlich ausgenutzt mit den fünf Wechseln und Rückwechseln", sagte Nöth. So konnte Schönwiesner seinen Mannen immer wieder Verschnaufpausen verschaffen. rus

FC Reichenbach - TSV-DJK Wülfershausen 4:3 (1:1). Tore: 1:0 Johannes Katzenberger (7.), 1:1 Max Kießner (20.), 1:2 Florian Balling (71.), 2:2 Christian Pickel (73.), 3:2 Steffen Nöth (77.), 3:3 Björn Will (83.), 4:3 Johannes Katzenberger (87.).

"Das war ein glücklicher Sieg; wir hätten auch verlieren können", bilanzierte FC-Coach Sven Ludsteck nach dem dritten Saisonsieg der ersatzgeschwächten Teutonen. Der Aussage stimmte der Kollege Christoph Then vollumfänglich zu: "Wir haben uns selbst besiegt. Wir nutzen prima Gelegenheiten nicht und kassieren zu einfache Gegentreffer." Der Gast erarbeitete sich vom Anpfiff weg eine Dominanz, wurde aber kalt erwischt, als Johannes Katzenberger aus 16 Metern traf. Nach einer Viertelstunde hatte Florian Balling den Ausgleich auf dem Fuß. Der schließlich Max Kießner per Abstauber gelang nach der Parade von FC-Keeper Eric Reß gegen Patrik Warmuth. Die Partie war gedreht, als Florian Balling mit einem 25-Meter-Schuss genau in die Triangel traf, doch die Freude währte nicht lange, denn nach einer Freistoßflanke von Katzenberger sorgte Christian Pickel mit seiner Direktabnahme für den nächsten Gleichstand. Mit einer Klasse-Aktion leitete Katzenberger auch das 3:2 von Steffen Nöth ein. Nach einer von Marcel Koob hereingegebenen Ecke war Björn Will per Kopf zur Stelle, der kurz darauf die Gäste sogar wohl entscheidend in Führung hätte bringen können (86.). Stattdessen standen die Wülfershäuser am Ende mit leeren Händen da, weil sich nach einem weiten Schlag von Patrick Hergenröther Keeper Lukas Bier und Verteidiger Lucas Gensler im Luftkampf behinderten - was Katzenberger zum Siegtreffer der Teutonen nutzte.sbp

FC Rottershausen - Spfr. Herbstadt abgesagt - Beim FC Rottershausen war die Vorfreude groß, endlich wieder einmal um Punkte spielen zu dürfen. Doch am Sonntagvormittag sollte der Gegner kurzfristig absagen. Es handelte sich bei den Sportfreunden Herbstadt um eine Vorsichtsmaßnahme, nachdem am Wochenende im Raum Bad Königshofen die Zahl der Corona-Infizierten stark gestiegen war. Aus dem selben Grund wurden zwei weitere Begegnungen der Kreisliga Rhön auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. js

Außerdem spielten

S V Burgwallbach/Bad Neustadt - SG Urspringen-Sondheim/Rhön 3:1 (1:0). Tore: 1:0 Benedikt Floth (40.), 1:1 David Heuring (55., Foulelfmeter), 2:1 Marcel Mölter (85. Foulelfmeter), 3:1 Jannis Vöth (89.).