FC Thulba - FC Westheim 3:1 (2:0). Tore: 1:0, 2:0 Maximilian Heinrich (11., 23.), 2:1 Yanik Pragmann (77.), 3:1 Sebastian Gah (91.).

"Den Spielern, mir und dem ganzen Verein fällt mit diesem Sieg ein Stein vom Herzen", erklärte Thulbas verschwitzter Trainer Victor Kleinhenz nach einem Spiel, das vor etwa 600 Zuschauern zunächst klar von den Gastgebern dominiert wurde, die in der Schlussphase aber mächtig Glück hatten, dass die drei Punkte im Stadion am See blieben. "Letztlich war der Erfolg der Thulbaer aufgrund der ersten Halbzeit verdient, nach einer weitgehend ausgeglichenen zweiten Halbzeit haben wir dann doch gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können", so sein Gegenüber David Böhm. Dessen Elf hatte schon in der ersten Minute Glück, als Marcus Hein, der früh wegen einer Verletzung dem 17-jährigen David Büchner Platz machte, den mitgelaufenen Maximilian Heinrich bediente, der freistehend die Kugel am Gäste-Tor vorbeisetzte.

Wenig später hatte Böhm in der munteren Anfangsphase die Führung auf dem Fuß, setzte nach Steilpass von Maxi Seit das Leder aber am langen Eck vorbei. Danach beherrschten die Platzherren das Geschehen. "Da waren wir zu nervös und zu passiv", kommentierte Böhm später den Rest der ersten Halbzeit. Völlig verdient gingen die Gelb-Schwarzen in Führung. Nachdem die Westheimer Abwehrreihe zuvor schon zwei dicke Patzer fabriziert hatte, schnippelte Heinrich auf Querpass von Sebastian Gah die Kugel ins lange Eck. Auch bei der nächsten klaren Torchance behielt der Mittelfeldspieler die Nerven; über die Stationen Kleinhenz und Gah war die Gäste-Deckung neuerlich auseinandergezogen, Heinrich schob flach ein. Kurz vor dem Seitenwechsel hätte Heinrich fast einen Hattrick erzielt, doch Marcel Nöth blockte rechtzeitig vor der Torlinie dessen Schuss ab.

Die gefürchtete Angriffsreihe des Aufsteiger war bis dahin nur ein laues Lüftchen, die Steilpässe waren viel zu unpräzise, die meisten der Zweikämpfe gingen verloren. Nach der Pause verpassten die Kleinhenz-Schützlinge die Vorentscheidung, als Heinrich (52.) und Tobias Huppmann (54.) freistehend an Pascal Kümmert scheiterten und Sebastian Gah das Leder am langen Eck vorbeischob (65.). Ab der 70. Minute wurden die Gäste, "für uns war die erste Halbzeit lehrreich", so Böhm, mutiger. Nach einem fatalen Abwehrschnitzer der Frankonen fackelte Yanik Pragmann nicht lange, sein Volleyschuss war für Daniel Neder nicht abzuwehren. Pragmann hatte zweimal den Ausgleich auf dem Fuß, die dickste Möglichkeit zum 2:2 vergab dann Böhm. Vergeben wäre allerdings zu negativ ausgedrückt, denn der Kopfball von Böhm aus fünf Meter nach Pragmann-Ecke wurde von Daniel Neder in Weltklassemanier auf der Torlinie entschärft.

Die Gäste gingen nun volles Risiko und wurden in der Nachspielzeit ausgekontert. Nach langem Neder-Abschlag gewann der eingewechselte Rene Leurer ein Kopfballduell an der gegnerischen Strafraumgrenze, bediente Huppmann, der die Kugel Richtung langes Eck schlug, wo es von Sebastian Gah über die Torlinie gegrätscht wurde. "Das war ein unterhaltsames Spiel", meinten beide Trainer. Kleinhenz lobte den Gegner, "der sich in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert hat und eine Bereicherung für die Liga darstellt." Beim Gast haderte man etwas mit dem Glück, wollte aber den berechtigten Erfolg des Kontrahenten nicht bezweifeln.

Thulba: Neder - Düsterwald (90. M. Gah), Werner, Görlitz - Reuß, Kleinhenz, Fl. Heim, Hein (24. Büchner), Heinrich (66. Leurer) - S. Gah, Huppmann.

Westheim: Kümmert - J. Wüscher, Nöth, Grek - Martin, Schaub (79. Schmid), Seit, Graup, D. Wendel (75. Beck) - Böhm, Pragmann.