FC Fuchsstadt - SV Euerbach/Kützberg
Donnerstag, 16 Uhr, Fuchsstadt
Die Sache mit dem Druck ist eine ganz spezielle: Zu viel Druck kann lähmen, aber eine gewisse Anspannung braucht es doch, um die beste Leistung abzurufen. "Meine Jungs machen sich schon selber Druck, den wir als Trainer etwas rausnehmen müssen", sagt Fuchsstadts Dirk Züchner. Daher werden sich die Fuchsstädter Fußballer wie auf ein normales Ligaspiel vorbereiten, werden am Mittwoch noch einmal trainieren, danach gemeinsam essen. "Und dann sollen die Jungs gut schlafen und locker ins Spiel gehen", hofft Züchner. Der natürlich weiß, dass der Fronleichnams-Tag definitiv kein normaler wird. "Wenn wir 1000 Zuschauer auf unseren Kohlenberg bekommen, wäre das klasse.
Die Spieler hätten es sich verdient", findet Züchner, der nur hinter dem Einsatz des angeschlagenen Tobias Bold ein kleines Fragezeichen setzt, ansonsten alle Mann an Bord hat gegen den SV Euerbach/Kützberg, der für den FC-Trainer mehr als überraschend um den Klassenerhalt spielt. "Die Euerbacher haben mit diesem Kader in der Relegation eigentlich nichts zu suchen und gehören eher ins obere Mittelfeld", findet Züchner. Und weiß, "dass man bei diesem Gegner nicht nur einen Thomas Heinisch, sondern alle Spieler auf den Schirm haben muss angesichts der Qualität und Erfahrung". Namhaft besetzt ist die Elf von Carsten Weiß wahrlich mit Akteuren wie Daniel May, Oliver Kröner, Raphael Rogers, David Thomas, Eray Cadiroglu oder Vladimir Slintchenko. Aber der Aufsteiger spielte eine katastrophale Rückrunde und offenbarte ungeahnte Offensivschwächen mit nur 32 Toren in 34 Spielen. Bester SV-Schütze der abgelaufenen Saison war Thomas Heinisch mit sieben Treffern gefolgt von Raphael Rogers (5) und Daniel May (4). "Da stimmt es wohl nicht so ganz in der Mannschaft", mutmaßt Züchner angesichts einer 0:8-Niederlage bei der TG Höchberg oder dem 0:9-Debakel in Ansbach. In der vergangenen Saison, als der SV Euerbach/Kützberg über die Relegation aufstieg und der FC Fuchsstadt Bezirksliga-Dritter wurde, hatten die Füchse durch die Treffer von Simon Bolz, Dustin Höppner und Marcel Plehn auswärts mit 3:2 gewonnen, das Heimspiel in der Rückrunde allerdings mit 2:5 verloren. "Wir haben also schon bewiesen, dass wir sie schlagen können. Und wir haben mit Simon Bolz den Torschützenkönig der Bezirksliga Ost in unseren Reihen", redet Züchner seine Mannschaft stark. Das Rückspiel findet am Sonntag um 16 Uhr in Euerbach statt. Nur der Sieger aus beiden Vergleichen bleibt im Rennen um einen Platz in der Landesliga. Jürgen Schmitt

DJK Altbessingen - FC 06 Bad Kissingen
Donnerstag, 18.30 Uhr, Altbessingen
"Das wird eine ganz harte Angelegenheit. Vor allem die körperliche Belastung wird außerordentlich sein", ist sich Thomas Lutz, Trainer des FC 06 Bad Kissingen, vor Beginn der Relegationsrunde im Kampf um den Aufstieg in die Bezirksliga sicher. Für den Vizemeister der Kreisliga Rhön gilt es vier Spiele erfolgreich zu gestalten, die Relegation wird in Hin- und Rückspielen bestritten. Die Mitkonkurrenten kommen dabei aus der Bezirksliga (TSV Forst), der Kreisliga Schweinfurt 1 (FC Altbessingen) und der Kreisliga Schweinfurt 2 (FC Sand II).
Den Auftakt des Relegationsmarathons macht an Fronleichnam die Partie zwischen der DJK Altbessingen und den 06-ern, die auf Wunsch der Gastgeber (Fronleichnamszug) nicht wie ursprünglich angekündigt um 13.30 Uhr, sondern um 18.30 Uhr angepfiffen wird. Das Rückspiel wird am Sonntag ab 15 Uhr im Sportpark ausgetragen. Im Auftaktmatch erhofft sich Lutz eine gute Ausgangsposition erarbeiten zu können. "Da nach Europokalmodus gespielt wird, heißt die Devise, keinen Gegentreffer zu kassieren und möglichst ein Auswärtstor zu erzielen." Von Vorteil war es aus seiner Sicht, dass das letzte Saisonspiel der Kurstädter (2:1 gegen den TSV Bad Königshofen) bedeutungslos war. "Da konnten wir Kräfte schonen und auf Stammspieler verzichten, die eine kraftraubende Saison absolvierten", so Lutz. So können Christian Laus nach überstandener Krankheit und Christian Heilmann, der im letzten Heimspiel nach der ersten Halbzeit vom Rasen genommen wurde, wieder zum Einsatz gebracht werden, Mario Wirth kehrt nach Urlaub ins Team zurück. Fraglich dagegen ist das Mitwirken von Ervin Gergely, der unter muskulären Problemen leidet, sowie von Adnan Hamzic, der am vergangenen Wochenende vorzeitig wegen Rückenproblemen vom Rasen musste. Sicher ausfallen wird Arek Porombka wegen einer Knieverletzung.
Über den Gegner hat sich der FC-Coach Informationen eingeholt, diese weisen die DJKler als kampfstarke Mannschaft aus, die gerade auf heimischem Geläuf, auch aufgrund einer lautstarken Fan-Unterstützung, nicht zu unterschätzen ist. "Die allgemeine Behauptung, dass die Kreisliga Schweinfurt 1 schwächer ist als die Kreisliga Rhön, ist mit Vorsicht zu genießen. Ich sehe uns jedenfalls nicht als klaren Favoriten, der so mit links die zweite Relegationsrunde erreichen wird" , sagt Lutz. Zu den Leistungsträgern bei den Platzherren gehören Mario und Sebastian Full, die für ein schnelles Umschaltspiel sorgen und gemeinsam 24 der 70-DJK-Treffer erzielt haben. Für den FC-Coach wäre ein Unentschieden beim Auftritt im 400-Seelen-Dorf eine gute Ausgangsbasis, "gegen einen Sieg hätte ich natürlich überhaupt nichts". Peter Balthasar

TSV Volkers - FC Eltingshausen
Donnerstag, 18 Uhr, Stangenroth
Wer als B-Klassen-Vizemeister aufsteigen will, steht vor einem wahren Kraftakt. Fünf Vereine spielen einen einzigen Aufsteiger aus. "Man bemüht sich die ganze Saison und wird am Ende noch für seine Leistungen bestraft", sagt mit Oliver Brust der Abteilungsleiter TSV Volkers. Nach den 22 Saisonspielen warten im Idealfall drei weitere Spiele - die alle gewonnen werden müssen. "Die Verantwortlichen des Verbandes sollten mal in den Fuldaer Raum schauen. Da sind die Regelungen fairer und die Spiele werden auch frühzeitig festgelegt", sagt Gregor Wozniak, Trainer TSV Volkers. Durch diese Vorzeichen kann das Auftaktmatch schon mal in den Hintergrund geraten. Alexander Schott, Spielertrainer des FC Eltingshausen, bleibt dagegen gelassen: "Wir können die Sache eh nicht ändern und müssen sie so hinnehmen." Das Duell zwischen Volkers und Eltingshausen ist eine Begegnung auf Augenhöhe. Beide Vereine haben über 70 Tore erzielt und zudem die wenigsten Gegentreffer in ihren Ligen zugelassen. Der TSV Volkers beendete die Saison mit 50 Punkten auf dem zweiten Platz in der B-Klasse Rhön 1 mit 16 Siegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen. Der FC Eltingshausen verfehlte mit 19 Siegen und drei Niederlagen nur knapp den Platz an der Tabellenspitze. Übereinander haben die Kontrahenten kaum Kenntnisse. "Wir wissen gar nicht genau, was uns erwartet", sagt Schott. Den Verantwortlichen des TSV geht es ähnlich, denn außer Ergebniskunde ist über den FC nicht viel mehr bekannt. "Ich erwarte aber ein ausgeglichenes Spiel. Kleinigkeiten werden den Ausschlag geben", berichtet Wozniak. Gerade die Offensivstärke der beiden Teams dürfte für Unterhaltung bei den Zuschauern sorgen. Der Sieger dieses Duells trifft bereits am Sonntag auf den TSV Pfändhausen II (Ort noch unbekannt). Sebastian Vogt