So schaut's aus, wenn"s souverän ist. Weil der FC 05 wie zuletzt gegen den SV Heimstetten mit 4:0, damit wieder ohne Gegentreffer gewann, zum Pausenpfiff abermals mit 3:0 führte, diesmal beim Aufsteiger aus Eltersdorf. Mit dem Unterschied, dass die Mittelfranken im Spiel nach vorne kaum etwas zustande brachten gegen eine Schweinfurter Mannschaft, die mal wieder mit Adam Jabiri den entscheidenden Trumpf ausspielen konnte. Am Dienstag hatte der 37-Jährige noch als Vorbereiter geglänzt, diesmal schnürte er einen Doppelpack (8., 29.) nach Zuspielen von Daniel Adlung und Kevin Fery, ehe Meris Skenderovic kurz vor dem Kabinengang nachlegte (42.).

Zeitgleich stand es in Illertissen 1:1. Sehr früh (3.) hatten die fünf Mal in Serie ungeschlagenen Gastgeber vorgelegt, nur zwei Minuten später der TSV Aubstadt egalisiert durch Max Schebak nach der Vorarbeit von Leon Heinze. Aber die Jungs aus dem Milzgrund verfügen nach zehn Punkten aus vier Spielen ebenfalls über eine breite Brust, was die bayerischen Schwaben spätestens wussten, als Christopher Bieber kurz nach Wiederanpfiff die Partie zu Gunsten der Unterfranken gedreht hatte nach einer Hereingabe von Timo Pitter, natürlich per Kopf. Nach 70 Minuten sollte Michael Dellinger den Würzburger Ex-Profi ersetzen, war als Konterspieler natürlich jetzt der richtige Mann gegen drückende Illertissener, die in der hitzigen Schlussphase keinen Weg an TSV-Torhüter Julian Schneider vorbei fanden. Gehalten hatte damit allein die Serie der Kleinhenz-Elf.

Auf dem beschaulichen Sportgelände in Eltersdorf hatten die 150 mitgereisten Schnüdel-Fans unter den 500 Zuschauern weiter allerbeste Laune, weil der unglaubliche Jabiri einen draufsetzte mit einer akrobatischen Bodeneinlage (60.). "Ein Traumtor" hatte der Eltersdorfer Stadionsprecher gesehen. Zur Belohnung durfte der ewig junge Torjäger, der jetzt bei neun Saisontreffern steht, runter vom Feld beim von Tobias Strobl durchgeführten Vierfachwechsel, der eine vor sich hin plätschernde Schlussphase einleitete.

Im Gegensatz zum Dienstag hatte der FC 05 allerdings keinen Boden auf den Tabellenführer gut machen können, weil der FC Bayern München II sich im Derby gegen die SpVgg Unterhaching schadlos gehalten hatte beim 5:1.

Mal so nebenbei: Der TSV Havelse, der dem FC 05 den Aufstieg vermasselt hatte, steht in Liga drei punktlos am Ende der Tabelle nach drei Spielen. Schlechter hätten es die Schweinfurter auch nicht gemacht, aber diese Geschichte ist nun wirklich auserzählt. Ärgerlich ist es trotzdem noch...