TuS Feuchtwangen - FC Fuchsstadt
Sonntag, 16 Uhr, Feuchtwangen
"Unsere Ausgangsposition ist mit Sicherheit gut", sagt Fuchsstadts Coach Dirk Züchner vor dem entscheidenden Rückspiel im Kampf um den Aufstieg in die Landesliga. "Allerdings ist unser 3:1-Sieg insofern gefährlich, weil der Gegentreffer dem Gegner Mut macht auf dem Weg zur Revanche." Was die Mittelfranken zusätzlich anspornen dürfte, ist die Rückkehr eines Trios mit Timo Schaller, mit dem auf dem Kohlenberg noch gesperrten Sebastian Arold und mit Stürmer Manuel Reichert, der auf dem Weg nach Fuchsstadt im Stau hängen geblieben war. Was laut den Feuchtwanger Verantwortlichen aber zum absoluten Pluspunkt werden soll, ist der vergleichsweise größere Platz im Heinz-Steidel-Stadion.


Auf dem für die TuS-Akteure ungewohnt engen Geläuf in Fuchsstadt konnten sie ihr ansonsten breit angelegtes Spiel nicht aufziehen. Allerdings haben die "Füchse" in der Vergangenheit bewiesen, dass sie auch auf großen Plätzen erfolgreich spielen können, gerade ihre technisch versierten und vor allem laufstarken Angreifer Simon Bolz, Johannes Feser und Andreas Graup können so ihre individuellen Stärken ausspielen. Bolz, der seinem Gegenspieler am Mittwoch viele Rätsel aufgab und zwei Tore erzielte, sowie Feser, der überhaupt nicht in den Griff zu bekommen war, sollten auch diesmal die gegnerische Deckung löchern.
"Ein frühes Tor für uns könnte dem Gegner und seinen Fans den Wind aus den Segeln nehmen", hofft Züchner, der ansonsten auf eine kompakt stehende Abwehr vertraut. In dieser zeigte Keeper Marc Rösler beim ersten Aufeinandertreffen eine Klasse-Leistung, "Wiederholung nicht unerwünscht", sagt Züchner. Personell gesehen wird sich im FC-Kader nichts ändern.

In einer Pressemeldung gab der FC Fuchsstadt bekannt, dass für den auf eigenen Wunsch scheidenden Markus Hofstetter in der neuen Saison Timo Karch als Spielertrainer die 2. Mannschaft übernimmt. Der gebürtige Eltingshäuser spielte unter anderem für den TSV Wollbach. Peter Balthasar

TSV Forst - FC 06 Bad Kissingen
Samstag, 16 Uhr, Forst
Eigentlich ist noch nichts passiert. Das torlose Remis am Mittwochabend im Sportpark lässt beiden Klubs die Option auf eine zukünftige Bezirksliga-Saison. Der Erkenntnis von FC-Coach Thomas Lutz, "wir haben auch in der Fremde unsere Chance, um den Aufstieg zu realisieren", wollte niemand widersprechen. Vor allem deswegen nicht, weil der Spielverlauf beim ersten Aufeinandertreffen optisch überlegene Kurstädter sah, die lediglich ihre guten Chancen auf einen Treffer nicht nutzten. "Da müssen wir einfach abgeklärter agieren", so Lutz, "der ballbesitzende Akteur sollte die besser postierten Mitspieler im Auge behalten".

Ansonsten war der FC-Übungsleiter mit dem Auftritt seiner Mannen sehr zufrieden, "vor allem in der Deckung habe ich Verbesserungen gesehen, wobei es aber noch besser geht". Auf der Gegenseite war Coach Udo Romeis schon vor der Pause bedient, "das sind doch Sch...-Bälle" rief er seinen Mittelfeldspielern zu, die ihre Angreifer nur selten in gute Schusspositionen brachten und kaum für eine ordentliche Entlastung sorgten. Auch sein Spielmacher Florian Hetzel kam nicht wie gewohnt ins Spiel, die Beschattung von Julian Hüfner oder Florian Heimerl behagte ihm so gar nicht. Gerade Florian Heimerl ist eine starke Leistung in den bisherigen Relegationsspielen zu bestätigen. "Was er macht, hat Hand und Fuß", so Vorstandsmitglied Eberhard Herrmann. Garant des bisherigen erfolgreichen Abschneidens war insbesondere Torhüter Florian Rottenberger, der nach seinen prima Vorstellungen in den Altbessingen-Spielen sich auch am Mittwoch in Höchstform präsentierte. "Der hat Bezirksligaformat", so Schiri-Assistent Matthias Rehm nach dem Abpfiff, der Routinier an der Pfeife mit langjähriger Bezirksligaerfahrung muss es wissen. Personell wird sich bei der Lutz-Elf nichts ändern. Peter Balthasar

TSV Volkers - TSV Mühlfeld
Sonntag, 15 Uhr, Unterweißenbrunn
Was war das für ein Spiel am Sonntag in Lauter. Mit 5:0 fegten die Volkerser die Reserve des TSV Pfändhausen vom Platz, dabei stand es zur Halbzeit gerade einmal 1:0. Doch mit der Einwechslung von Cabdi Fuaad Mahamad wurde aus der bis dahin ausgeglichenen Partie eine eindeutige Angelegenheit. Der Joker bereitete drei Treffer vor und traf noch selbst. Davor bedurfte es aber erstmal einer lauteren Halbzeitansprache von Trainer Gregor Wozniak. Zwei von drei Relegationsspielen haben die TSVler bereits gemeistert. Der steinige Weg in die A-Klasse ist fast geschafft. Das alles entscheidende Match gegen den TSV Mühlfeld ist die letzte Hürde. Doch von den spielerischen Fähigkeiten des Kontrahenten aus der B-Klasse Rhön 4 weiß man so gut wie nichts. "Wir kennen den Gegner und die Klasse nicht, aber ich denke, dass es wie gegen Eltingshausen ein Spiel auf Augenhöhe sein wird", sagt Abteilungsleiter Oliver Brust. Auch der Coach schließt sich den Aussagen seines Abteilungsleiters an: "So richtig Auskunft habe ich nicht. Klar haben wir recherchiert, aber mehr auch nicht." Kein Wunder, die Entfernung zwischen den beiden Orten beträgt schlappe 70 Kilometer.

Die Tabelle der vergangenen Spielzeit gibt Aufschluss über den Kontrahenten. In 22 Spielen errangen die Mühlfelder 14 Siege, vier Unentschieden und ebenso viele Niederlagen. Mit 72 Treffen hat das Team von Trainer Eckhardt Geiß eindeutig die beste Offensive der Liga. Zudem belegt Roman Kunn mit 19 Toren den zweiten Platz der Torjägerliste. Aber auch die Abwehr kann sich mit nur 30 Gegentoren durchaus sehen lassen. "Der Gegner hat eine ähnliche Tordifferenz wie wir. Das wird ein echtes Endspiel um den Aufstieg", denkt Brust. Einen kleinen Vorteil haben die Mühlfelder jedoch. Beim letzten Relegationsspiel der Volkerser waren Teile der Mannschaft anwesend und schauten sich ihren Gegner an.

Fragen bezüglich der Personalie Fuaad Mahamad beantwortet Brust übrigens sichtlich ungern: "Er ist ein junger Spieler und ist mit vollem Eifer dabei." Schon jetzt haben andere Vereine aus der direkten Umgebung ein Auge auf den Flüchtling geworfen, der erst zur Winterpause verpflichtet wurde. Nach seiner Leistung in den beiden bisherigen Relegationsspielen ist das auch kein Wunder. Mittlerweile muss der Abteilungsleiter sogar schon Anfragen abblocken. "Er passt zu uns und hat sich gut integriert. Zudem fühlt er sich in Volkers wohl", fügt Brust an.

Der bisher einzige Wermutstropfen für die Volkerser ist die Verletzung von Andreas Firsching, der sich gegen den FC Eltingshausen das Schlüsselbein brach und somit auch gegen den TSV Mühlfeld ausfallen wird. "Er ist schon sehr geknickt, aber umso wichtiger ist ein Sieg, damit wir den Jungen ein bisschen aufmuntern", sagt Brust. Die Volkerser haben den Fokus komplett auf den Sonntag gerichtet. Einige Spieler haben sich extra Urlaub genommen, um perfekt vorbereitet zu sein. "Natürlich ist die Anspannung und Nervosität größer, aber die Mannschaft ist heiß und will gewinnen", berichtet der Trainer. Nach Unterweißenbrunn reisen die Volkerser per Bus, inklusive Fans. Die Zuschauer können sich auf allerhand Spannung freuen, denn nur der Sieger ergattert sich den Platz in der A-Klasse. Sebastian Vogt