TSV Steinach - Spfr. Herbstadt 4:3 (1:2). Tore: 0:1 Thomas Reder (25.), 0:2 Matthias Leicht (33.), 1:2 Aaron Friedel (37.), 2:2 Michael Voll (55.), 3:2, 4:2 Aaron Friedel (64., 73.), 4:3 Dominik Firnschild (88.).

Erst mächtig geschlafen und dann umso wacher zurückgekommen: So lässt sich der spektakuläre Sieg des TSV gegen Herbstadt kurz zusammenfassen. In Hälfte eins fanden die Steinacher überhaupt nicht ins Spiel, spielten uninspiriert. Kein Wunder, dass sie nach einem direkt verwandelten Freistoß von Thomas Reder und einem Treffer des in der Mitte völlig freistehenden Matthias Leicht mit 0:2 zurücklagen. Doch das 1:2-Anschlusstor von Aaron Friedel weckte die TSVler, berichtet ihr Pressewart Volker Hildmann. Dabei hatten sie etwas Glück. Ein verunglückter Abschlag landete bei Maximilian Hein, der den Ball nur noch zu Friedel passen musste. Noch vor der Pause die große Ausgleichschance. Joshua Jung ließ einen tollen Freistoß los; Herbstadts Keeper Thomas Kneuer fingerte den Ball noch aus dem Winkel. In der Halbzeit schaffte es TSV-Spielertrainer Michael Voll wohl, seine Leute gut zu motivieren - und ging mit bestem Beispiel voran. Bei einem Solo über rechts ließ er zunächst einen Herbstadter Verteidiger und den Torwart aussteigen: 2:2. Der Steinacher Führungstreffer fiel spektakulär. Eine Flanke von Joshua Jung wollte Fabian Schäfer per Fallrückzieher im Tor unterbringen, traf den Ball aber nicht. Davon profitierte Friedel, dessen abgefälschter Schuss Torwart Kneuer kalt erwischte. Die Herbstadter drängten nun hektisch auf den Ausgleich; Steinach ließ sich nach Hildmanns Worten fast anstecken. Doch dann schickte Michael Voll Friedel auf die Reise, der allein vor Kneuer einschob. Sein drittes Tor. Spannend wurde es noch einmal, als Dominik Firnschild aus einer unübersichtlichen Lage im Steinacher Strafraum das 4:3 schaffte. Doch die Gastgeber retteten das Ergebnis über die Zeit. "Endlich wieder mal gewonnen", freute sich Hildmann über ein kleines Polster zu den Abstiegsrängen.st

TSV-DJK Wülfershausen - SG Oerlenbach/Ebenhausen 5:6 (1:3). Tore: 0:1 Matthias Dees (13.), 0:2 Frank Schmitt (29., Foulelfmeter), 1:2 Patrick Warmuth (33.), 1:3 Matthias Dees (45.), 2:3 Nils Voigt (47.), 2:4 Dominik Röhner (60.), 2:5 Johannes Müller (66.), 3:5 Patrick Warmuth (71.), 3:6 Dominik Röhner (82.), 4:6 Ronny Roggatz (89.), 5:6 Patrick Warmuth (90., Foulelfmeter). Gelb-Rot: Frank Schmitt (90., Oerlenbach). Bes. Vorkommnis: Simon Seidl (Oerlenbach) hält Foulelfmeter von Ronny Roggatz (17.).

Eine Serie von Misserfolgen hatte die SG Oerlenbach/Ebenhausen tief in den Tabellenkeller festsitzen lassen. SG-Spielertrainer Thorsten Büttner reagierte und beorderte Matthias Dees vom sportlichen Ruhestand wieder direkt in die Startelf. Ein Glücksgriff, denn der Ebenhäuser steuerte zum Sieg im turbulenten Abstiegsgipfel zwei Treffer bei. In den zehn Spielen zuvor waren den Gästen nur neun Tore gelungen, in Wülfershausen wurde dafür gleich sechsmal gejubelt - und dennoch reichte es nur zum hauchdünnen Erfolg. "Die Mannschaft war bis zum Schluss bemüht, aber es langt einfach nicht", seufzte derweil Wülfershausens Sprecher Gerold Büttner. Und sprach von einem verdienten Sieg für die Gäste. "Die waren cleverer", war er nicht zuletzt von Dominik Röhner angetan, der "der ruhende Pol bei der SG" war und neben seinem Treffer zum 2:4 auch noch einmal die Latte traf. "Wenn wir dran waren, haben wir versäumt nachzulegen", sagte Gerold Büttner. Dabei dachte er an die Phasen nach dem 1:2 und dem 2:3, als der erhoffte Ruck durchs Wülfershäuser Team ausblieb. Im Gegenteil: Oerlenbach/Ebenhausen habe just dann angezogen und sich wieder abgesetzt. Offen blieb, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn Ronny Roggatz das 1:1 gelungen wäre. Aber sein Strafstoß wurde von Gästetorwart Simon Seidl gehalten (17.). Die sechs Gegentore könne man niemanden anlasten, jeder habe sich in die Fehlerkette eingereiht. Umstellungen, mit denen Trainer Rudolf Koob Ruhe in die Hintermannschaft bringen wollte, fruchteten nicht wie erhofft. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass Wülfershausen auch nach dem elften Spieltag das einzige Team ohne einen Sieg ist. rus

SV Ramsthal - FC Strahlungen 3:0 (0:0). Tore: 1:0 Fabian Willacker (55.), 2:0 Fabian Meindl (87.), 3:0 Fabian Willacker (90 + 1). Gelb-Rot: Nico Morper (90.), Julian Volpert (90.+4, beide Ramsthal).

Überraschend deutlich, aber verdient gewann der SV Ramsthal das Spitzenspiel den Worten seines Pressewarts Jochen Hesselbach zufolge. Und das, obwohl den Gastgebern wegen Verletzungen einige Spieler fehlten. Laut Hesselbach war es "eine flotte Kreisliga-Begegnung auf schwierigem Geläuf". Schon in Hälfte eins hatte Ramsthal die Chance zur Führung. Fabian Willacker legte vor dem Strahlunger Tor quer auf Fabian Meindl, dessen Schuss ein FC-Verteidiger blockte. (22.). Die Gäste verbuchten ihre erste und fast einzige Chance bei ienem Kopfball von Dominik Beck, den Ramsthals Keeper Florian Rottenberger parierte. Nach dem Wechsel belohnten sich die SVler in einem weiter zügigen Match. Fabian Willacker setzte sich gegen zwei Strahlunger durch und überraschte Torwart Johannes Bömmel "aus einem fast unmöglichen Winkel ins kurze Eck", so Hesselbach. Die Gäste machten nun auf und boten dem Heimteam Raum für Chancen. Ein Versuch von Christoph Schießer verfehlte das Tor knapp (68.). Nach einer Flanke von ihm baute Meidl den Vorsprung des SV aus. Die Schlussphase geriet laut Hesselbach extrem hektisch. Der Schiri stellte zwei Ramsthaler, unter anderem wegen Spielverzögerung und einer vermeintlichen Schwalbe, vom Platz; zwischendrin gelang Fabian Willacker sein zweites Tor - und der Endstand. Nachdem Willi Voss hinter die FC-Abwehr gelangt war, legte er zum Stürmer, der nur noch den Fuß hinhielt.st

FC Reichenbach - FC Rottershausen 0:4 (0:1). Tore: 0:1, 0:2 Julian Göller (20., 62.), 0:3 Fabian May (81.), 0:4 Frank Seufert (88.).

Mit den ersatzgeschwächten Teutonen kannten die Rottershäuser kein Mitleid und gingen nach einem Steilpass in den Strafraum durch Julian Göller in Führung. Was seinen Trainer Alexander Schott insofern wunderte, "weil er mit seinem schwachen Fuß traf". Die Gastgeber bemühten sich um den Ausgleich, verzeichneten eine gute Chance durch Simon Trägner und brachten die Gäste-Deckung zu Beginn des zweiten Durchgangs einige Male in die Bredouille. Doch zum Ausgleich kam es nicht. Auch, weil ein laut Reichenbachs Abteilungsleiter Jonas Schäfer klarer Elfer nach Foul am eingewechselten Patrick Schmidtke nicht gepfiffen wurde. Nachdem Schmidtke mit einem Kopfball an Keeper Sedrick Rotter gescheitert war (60.), fiel im Gegenzug das 0:2, das Göller in Abstaubermanier erzielte. Damit war der Widerstand der Einheimischen, die zwei Tage nach dem Pokalspiel müde Beine bekamen, gebrochen. "Die Mannschaft hat zwar Moral gezeigt. Doch zum einen sind derzeit die spielerischen Mittel begrenzt, zum anderen fehlt irgendwo das Selbstvertrauen", sagte Teutonen-Trainer Marcel Klug. Der Aufsteiger ließ in der Schlussphase Ball und Gegner laufen. Der eingewechselte Fabian May verlängerte das Leder nach Grundlinien-Rückpass von Frank Seufert unhaltbar für Keeper Eric Reß ins lange Eck zum 0:3. Den Schlusspunkt setzte Frank Seufert nach einem überlegten Querpass von Fabio Erhard.sbp

SG Urspringen-Sondheim - SV Riedenberg 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Lukas Hergenröther (70.).

"Ein schmeichelhafter Sieg", bewertete Mike Schwabe das hauchdünne 1:0 für den Bezirksliga-Absteiger. Letztlich entschied der Treffer von Lukas Hergenröther (70.) einen offenen Schlagabtausch, der bis zum Schluss auf Messers Schneide stand. Der SG-Sprecher sah seine Mannschaft trotz leichter Vorteile für den SV auf Augenhöhe mit dem Favoriten. "Läuferisch engagiert, kampfstark, ein sehr gutes Spiel", lobte er den Hausherrn, der keinen Respekt vor dem Tabellenzweiten zeigte. Beide Seiten schlugen ein flottes Tempo an. So traf Nico Wohlmacher (SG) beim Kopfball aus fünf Metern den Ball nicht richtig (6.). Auf der Gegenseite zeigte sich SG-Keeper Louis Kümmeth beim Schuss von Marcel Gebhart auf dem Posten (9.). Stark auch Kümmeths Reaktion beim Schuss von Stefan Wich aus Nahdistanz (39.). Der 16-Meter-Freistoß von Felix Umla (42.), der knapp am Tor vorbeiging, bedeutete den letzten Nervenkitzel im ersten Abschnitt. Nach dem Seitenwechsel blieb es spannend und umkämpft. So zielte Ferdinand Fischer aus zehn Metern, bedrängt von zwei Riedenbergern, knapp vorbei (71.). In der Schlussphase herrschte die größte Aufregung in der 80. Minute. "Da wird unser Felix Umla im Strafraum von zwei Spielern in die Zange genommen. Ein klarer Elfmeter. Stattdessen zeigt er Umla Gelb", konnte Schwabe die Entscheidung zu Ungunsten der Platzherren nicht nachvollziehen. "Ansonsten hat der Schiedsrichter gut gepfiffen." Der Hausherr ging erhobenen Hauptes vom Platz. "Wenn wir jede Woche so spielen würden...", sagte Schwabe abschließend. rus

Außerdem spielten

TSV Trappstadt - TSV Bad Königshofen 4:0 (3:0). Tore: 1:0 Jonas Schultheis (5.), 2:0 Sebastian Wagner (17.), 3:0 Sebastian Wagner (19.), 4:0 Peter Hutzler (53.).

FC Bayern Fladungen - SV Burgwallbach/Bad Neustadt 1:2 (0:1). Tore: 0:1 Benedikt Floth (12.), 0:2 Hannes Weikard (64.), 1:2 Christopher Goldbach (75.).