Was geht noch in der Bezirksliga Ost zwei Spieltage vor Saisonende? Der Meistertitel ist seit dem vergangenen Wochenende an den TSV Unterpleichfeld (1./59) vergeben. Dem Ligaprimus reichte, dank der patzenden Konkurrenz, ein 2:2 beim Schlusslicht TSV Güntersleben. Erster Anwärter auf den Relegationsplatz zur Landesliga Nordwest ist der FC Fuchsstadt (2./52), da der ärgste Kontrahent, der SV-DJK Oberschwarzach (3./48), seine Chancen durch eine 0:2-Heimniederlage im Nachholspiel unter der Woche gegen Rödelmaier wohl verspielte.
Die Fuschter können nun im Pfingstmontagsspiel gegen den TSV Güntersleben (16./17) alles klar machen. Um letzte Restzweifel zu beseitigen, benötigt die Truppe von Trainer Dirk Züchner hierfür einen Dreier. Dies sollte, trotz des Negativtrends von zwei Niederlagen in Folge, machbar sein.
Oberschwarzach dagegen müsste schon seine beiden Partien gegen Unterspiesheim und in Gerolzhofen gewinnen und gleichzeitig auf Fuschter Ausrutscher hoffen, um noch Vizemeister zu werden. Platz zwei ist theoretischer Natur auch für den SV Riedenberg (4./47) noch möglich. Dazu müsste die Klug-Elf auf diverse Punktverluste der Konkurrenz hoffen und selbst zunächst beim abstiegsbedrohten FSV Krum (11./35) siegen sowie am letzten Spieltag auch Meister Unterpleichfeld ein Bein stellen. Dass die Grün-Weißen dazu fähig sind, beweist die deutlich ansteigende Formkurve. Seit fünf Spielen ist die Mannschaft von Trainer Rüdiger Klug unbesiegt und feierte zuletzt zwei Dreier in Folge. Aufsteiger Krum kämpft noch vehement um den Ligaverbleib, kann im ungünstigsten Fall allerdings nur noch auf den Relegationsrang 13 kommen. Das Hinspiel endete 1:1.


Einfluss auf den Abstiegskampf

Der TSV Münnerstadt (6./45) kann zwar im Kampf um die Vize-Krone nichts mehr ausrichten, würde gerne aber noch den ein oder anderen Platz in der Tabelle nach oben rutschen. Zudem können die Mannen von Trainer Adrian Gahn den Abstiegskampf entscheidend beeinflussen. Siegt man am Montag beim SV Rödelmaier (14./27) oder holt zumindest einen Punkt, würde der Aufsteiger neben den bereits abgestiegenen Vereinen vom TSV Röthlein und dem TSV Güntersleben als dritter Absteiger feststehen. Um den direkten Wiederabstieg noch zu vermeiden, müsste die Feder-Elf allerdings selbst zweimal gewinnen und hoffen, dass zumindest der TSV Forst seine beiden ausstehenden Spiele noch verliert, da man hier bei Punktgleichheit im direkten Vergleich die Oberhand behalten würde. Derartige Rödelmaierer Rechenspiele könnten die Nägelsieder im letzten Auswärtsspiel unter der Regie von Adrian Gahn vorzeitig ad acta legen. Das Hinspiel gewann der TSV klar mit 3:0.
Neben Rödelmaier, das allerdings maximal noch den Relegationsrang erreichen kann, spielen noch die FT Schweinfurt (10./36), der FSV Krum (11./35), der TSV Forst (12./33) und der FC Gerolzhofen (13./33) um drei freie Plätze und den Relegationsplatz der Bezirksliga.

In der Kreisliga Rhön hat sich mit dem FC Strahlungen (1./67) ein Verein schon seit längerem die Meisterschärpe umgelegt und feiert völlig verdient die Rückkehr in die Bezirksliga. Ihre vorletzte Kreisliga-Runde dreht die Truppe von Trainer Thorsten Seufert beim FC Reichenbach (13./26). Die Teutonen haben nur noch über die beiden Relegationsplätze Chancen auf den Klassenerhalt. Allerdings wartet neben dem Klassenprimus am letzten Spieltag auch noch der Tabellenvierte Rannungen auf die Floth-Elf, was den Klassenerhalt zu einem Himmelfahrtskommando machen könnte. Zumal es jetzt definitiv kein Wiederholungsspiel gegen den TSV Bad Königshofen geben wird. Das hat das Bezirkssportgericht des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) entschieden. Es gab der Berufung des TSV Bad Königshofen statt und hob das Urteil des Kreissportgerichts Rhön auf. Die Partie wird mit 4:1 für den TSV Bad Königshofen gewertet. So stand es zum Zeitpunkt des Abbruchs in der 64. Minute.
Offen ist derzeit noch das Rennen um die Vizemeisterschaft, wo der FC 06 Bad Kissingen (2./57) derzeit freilich die besten Karten hat. Allerdings haben die Kurstädter ein eminent schweres Restprogramm zu absolvieren, müssen am finalen Spieltag zum direkten Rivalen TSV Bad Königshofen (3./53) und treten zuvor beim nicht minder starken FC Thulba (5./51) an.

Im Rennen ist natürlich auch der TSV Rannungen (4./52), der beim geretteten TSV Großbardorf II (9./37) vor einer lösbaren Aufgabe steht und auf ein spannendes Saisonfinale, dann gegen Reichenbach, hoffen darf. Ein Hauen und Stechen gibt es - bei vier Direktabsteigern und zwei Releganten - im Abstiegskampf, wo noch etliche Vereine in einer Gefühlswelt zwischen Hoffen und Bangen ausharren. Seine letzte Chance bekommt der TSV Wollbach (14./26), der gegen den TSV Hausen/Rhön (10./33) zum Siegen verdammt ist, um das dünne Strohhälmchen nicht aus den Händen gleiten zu lassen. Gleichzeitig könnte man die "Häusler" aus der Rhön, zurzeit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz sitzend, wieder bedrohlich nahe an die Relegationsplätze drängen.
"Big points" vergab der SV Garitz (12./29) bei der 3:6-Niederlage in Hausen/Rhön. Die nach der Winterpause so gut funktionierende Defensive kassierte in diesem Spiel fast so viele Tore wie in allen Spielen seit Februar. Dadurch rückt das Ziel "direkter Klassenerhalt" wieder in weitere Ferne für das Team von Trainer Andrzej Sadowski, dem mit seiner Elf möglicherweise dennoch ein großes Finale ins Haus steht, sollte man am Montag gegen den im Prinzip abgestiegenen VfB Burglauer (15./23) siegen. Völlig stressfrei kann dagegen der FC Bad Brückenau (7./42) beim Tabellennachbarn VfL/Sportfreunde Bad Neustadt (6./45) antreten. Für beide Teams geht's um die "Goldene Ananas", so dass man ohne Druck und Zwänge um drei Punkte antritt.

In der Kreisliga Schweinfurt gastiert Meister SV Ramsthal (1./65) beim TSV Waigolshausen (16./20), der nach einer schwachen Runde den bitteren Gang in die Kreisklasse antreten muss. Bereits das Hinspiel dominierten die "Romsler" klar beim 7:0 gegen das Team von Reiterswiesens künftigen Trainer Frank Halbig.