TSV Münnerstadt - FC Gerolzhofen: Zwei Siege in Folge feierte der TSV Münnerstadt (4./6) zuletzt in der Bezirksliga und hat damit die Auftaktpleite in Riedenberg gut aufgearbeitet. Beim jüngsten 2:1-Erfolg in Unterspiesheim sah man konzentrierte und hervorragend eingestellte Gahn-Mannen, was den Trainer zuversichtlich stimmt für das Heimspiel gegen den FC Gerolzhofen (8./6). Doch der Respekt vor den Steigerwald-Kickern ist nicht minder ausgeprägt. "Sie wurden vor der letzten Saison zum Absteiger Nummer Eins abgestempelt und schafften souverän den Klassenerhalt. Da hat mein Kollege Reiner Neumann gute Arbeit geleistet. Auch in dieser Saison sehe ich die junge Truppe noch knapp in der oberen Tabellenhälfte." Der letztjährige Tabellenzehnte gewann seine ersten beiden Saisonmatches gegen Dampfach (3:1) und in Rödelmaier (2:0), ehe es beim bis dato noch sieglosen Aufsteiger aus Krum eine 0:2-Heimniederlage setzte.


Patrick Schießer überzeugt

So oder so ist Gahn von der Qualität seiner Mannschaft überzeugt. In Unterspiesheim spielte der von Aufsteiger Röthlein gekommene Mittelfeldspieler Patrick Schießer erstmals von Beginn an, legte das 1:0 auf und "war auch sonst ein belebendes Element in unserem Spiel", hat der Übungsleiter lobende Worte für seinen Schützling parat. Bereits ein wichtiger Bestandteil der Truppe sind die beiden Reith-Brüder Fabian und Adrian. "Sie haben hohe Qualität und sind super Typen. Adrian hat durch seine drei Tore natürlich erst recht Selbstvertrauen", sagt Gahn über das Brüderpaar. Mit ihnen und den anderen Neuzugängen ist die Qualität des Kaders gegenüber der Vorsaison nochmal gestiegen. Aber reicht das in dieser Saison schon für einen Spitzenplatz, den viele Fußball-Experten dem TSV auch aufgrund seiner spielerischen Stärke zutrauen?

FC Geesdorf - FC Fuchsstadt: Mit dem ersten Saisonsieg im Rücken ist der FC Fuchsstadt (9./4) gerüstet für die schwere Partie beim 1. FC Geesdorf (11./3). Die Geesdorfer um Trainer Hassan Rmeithi peilen nach einem starken fünften Rang in der Bezirksliga-Premierensaison diesmal gar eine Top-4-Platzierung an. Der Auftakt in die Runde begann verheißungsvoll mit einem 6:0-Kantersieg bei Aufsteiger Güntersleben, ehe die Duelle mit den Titelmitfavoriten aus Wiesentheid (0:3) und Unterpleichfeld (1:3) in die Binsen gingen. Wohl auch, weil Torjäger Mohamed Rmeithi verletzungsbedingt fehlte. Ungeachtet der beiden Siege aus der Vorsaison warnt Fuchsstadts Coach Dirk Züchner die Seinen vor dem Gegner. "Geesdorf ist spielerisch eine gute Truppe. Das wird spannend."
Die Züchner-Mannen indes feierten vor Wochenfrist, nach kurzem Durchschütteln aufgrund eines 0:2-Rückstandes, noch einen deutlichen 7:2-Erfolg über den TSV Röthlein. "Durch zwei selbstverschuldete Tore hatten wir da keinen guten Start, haben danach allerdings gut gespielt und hätten durchaus mehr Tore erzielen können", war für Züchner die Partie trotz der ärgerlichen Gegentore schnell erledigt.


Trainer-Lob für Andi Graup

Der Torknoten geplatzt ist bei Neuzugang Andreas Graup, der einen Doppelpack schnürte und der für den Coach schnell zu einem wichtigen Faktor im Fuschter Spiel wurde. "Er ist super motiviert und gibt Vollgas. Qualitativ und menschlich hilft er uns enorm weiter." Personell sind die Füchse weiter nicht auf Rosen gebettet. Johannes Feser, Marcel Plehn, Fabian Tretter sowie Lukas Lieb fallen aus. Hinter den angeschlagenen Marc Rösler und Maximilian Seit stehen dicke Fragezeichen.

TSV Röthlein - SV Riedenberg: Der SV Riedenberg (1./9) siegt und Torjäger Stefan Wich trifft weiter doppelt. Daher stehen die Rhöner vor der Partie beim gebeutelten TSV Röthlein (16./0) erstmals überhaupt auf Platz Eins in der Bezirksliga. "Das sind alles Punkte für den Klassenerhalt", relativiert Rüdiger Klug und liefert auch gleich die Erklärung. "Wir freuen uns über die Punkte und den guten Start. Die Mannschaft zieht gut mit und wir haben alle an Bord, aber das wird sich personell auch schnell mal ändern. Es gibt weiterhin viel zu tun und noch einige Stellschrauben sind zu drehen, denn die Saison ist noch lang. Im Moment haben Mannschaften, die sich im Umbruch befinden, noch ihre Probleme." Wie die zuletzt vom SV klar geschlagenen Freien Turner aus Schweinfurt oder eben möglicherweise auch Schlusslicht TSV Röthlein. Rüdiger Klug schiebt eigener möglicher Überheblichkeit gleich den Riegel vor. "Röthlein wird genauso schwer wie jedes andere Spiel auch. Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Gegner und zollen ihm den nötigen Respekt." Das heißt für Riedenbergs Coach, dass seine Mannschaft erneut eine gute Körpersprache an den Tag legt, seriös spielt und möglichst erfolgreich agiert. Der zuletzt kurzfristig fehlende Christoph Dorn ist, genauso wie die beiden Urlaubsrückkehrer Fabian Seuring und Julian Fuß, wieder mit an Bord.