Sportlich lief im April 2017 für Brose Bamberg alles nach Plan. Das Team von Trainer Andrea Trinchieri kämpfte mit Ratiopharm Ulm und dem FC Bayern München im Endspurt der Hauptrunde um die beste Ausgangsposition für die Play-offs. Auf den Rängen war von Play-off-Vorfreude aber nicht viel zu spüren, nach sechs Meisterschaften in den vergangenen sieben Jahren wirkte das Gros des Bamberger Publikums satt - nicht aber die Hardcore-Fans. "Wir wollten wieder mehr Energie in die Rote Wand bringen und hatten überlegt, Daniel Theis und Elias Harris mit ins Boot zu holen", erinnert sich Lukas Winkler, Vorsitzender der Fangruppierung "Sektion Südblock".

Theis, Harris und die Rote Wand

Gesagt, getan: Winkler und Vertreter der zwei anderen Bamberger Fanclubs verabredeten sich mit Theis und Harris in einem Gasthof in Waizendorf, wo die beiden Brose-Spieler damals in einem Doppelhaus Tür an Tür lebten. Die beiden Profis und das Fan-Trio ließen im Nebenzimmer des Gasthofs bei einem guten fränkischen Bier die Köpfe rauchen - und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Es wurde ein Video produziert, in dem die Brose-Spieler und Maskottchen Freaky die Fans auf eine humorvolle Art auf die wichtigste Phase der Saison einstimmten. Zum ersten Play-off-Spiel wurden rund 1000 rote T-Shirts im Fanblock verteilt - die kompletten Kosten übernahmen Harris und Theis.