Der TSV Rannungen hat, wie einige andere Landkreis-Vereine auch, eine Videokamera an seinem Sportgelände installieren lassen, die die Spiele aufzeichnet und auf einem entsprechenden Portal überträgt. Eine nette Spielerei, die nicht zuletzt das vereinseigene Marketing unterstützen soll. Vom jüngsten Punktspiel in der Kreisliga Rhön gegen den FC Strahlungen geistert nun ein (der Sportredaktion vorliegendes) Video durch die virale Welt, welches deutlich eine Tätlichkeit eines Spielers des FV Rannungen an einen Akteur des FC Strahlungen zeigt, der daraufhin zu Boden geht, danach auch das Krankenhaus aufsuchen musste.

Geahndet wurde dieser Vorfall unmittelbar nach dem Pausenpfiff übrigens nicht, da der Schiedsrichter den Schlag nicht gesehen hatte. Vertreter beider Vereine wollten sich gegenüber der Sportredaktion auf Nachfrage nicht zu diesem Vorfall äußern - was ihr gutes Recht ist. Gesprächsbereit war mit Manfred Schneider der Vorsitzende des Kreissportgerichts Rhön. "Wir werden nicht selbstständig aktiv, sondern müssen durch einen Verein oder auch den Schiedsrichter über einen Vorfall informiert werden. In diesem Fall kann ich bestätigen, dass mittlerweile eine Anzeige vom FC Strahlungen eingegangen ist", sagte Schneider gegenüber der Sportredaktion. Zur Urteilsfindung werden nun die Aussagen der beteiligten Vereine herangezogen, aber auch Videoaufnahmen dienen bei vernünftiger Qualität der Wahrheitsfindung. "Alle Erkenntnisquellen dürfen ausgeschöpft werden", sagt Schneider. Die Torjäger Regionalliga Bayern