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Poppenroth
Tennis

Bei den Poppenroth Open geht es um die Goldene Viktoria

Mitten in der Corona-Krise startet der FC Viktoria mit den Poppenroth Open eine eigene offene Freizeitmeisterschaft. Parallelen zum schon länger bestehenden Tschuggimuggi-Cup in Eltingshausen sind nicht nur nicht zufällig, sondern logisch.
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Markus Schott (vorn) und Patrick Schmitt von der Tennisabteilung des FC Viktoria Poppenroth wollen mit den Poppenroth Open Menschen aus Poppenroth und Umgebung für ihren Sport begeistern. Foto: Steffen Standke
Markus Schott (vorn) und Patrick Schmitt von der Tennisabteilung des FC Viktoria Poppenroth wollen mit den Poppenroth Open Menschen aus Poppenroth und Umgebung für ihren Sport begeistern. Foto: Steffen Standke

Was an einem Ort funktioniert, klappt auch an einem anderen. Dachte sich Markus Schott, Sportwart der Tennisabteilung des FC Viktoria Poppenroth. Der 40-Jährige übertrug das Konzept des Tschuggimuggi-Cups aus Eltingshausen auf seine kürzlich gestarteten Poppenroth Open. Ärger wegen Ideenklaus muss er keinen befürchten.

Vor zwei Jahren baute Markus Schott nach Poppenroth. Vergangenes Jahr trat er der Tennisabteilung des FC Viktoria bei. Seinem alten Verein FC Eltingshausen bleibt er dennoch treu. Dort nimmt er in der Herren 30 an der Medenrunde teil; in Poppenroth würde er in der Herren 40 antreten, wenn sich die Spieltermine nicht so unglücklich überschneiden würden.

Der Tschuggimuggi-Cup in Eltingshausen, sagt Schott, sei vor einigen Jahren "auf meinem Mist gewachsen und ich habe ein paar Leute mitgezogen". Ziel sei es gewesen, Menschen ganz zwanglos fürs Tennis zu begeistern, Mitglieder für die dortige Abteilung zu gewinnen, sie an Mannschaften heranzuführen.

Ein Gedanke, der aufging. Über den Cup erhielt der FC Eltingshausen guten Zulauf, verfügt über drei Herren-Teams. Plötzlich bestand auch wieder eine Zielgruppe für Vereinsmeisterschaften.

"Das Konzept des Tschuggimuggi-Cups an sich würde überall funktionieren", war Markus Schott schon immer überzeugt. Also probierte er die Idee auch in seinen neuen Wohnort aus.

Dass sie offensichtlich auch in Poppenroth funktioniert, zeigen die regen Anmeldungen für die dortigen Open. Klar, die meisten Spieler kamen aus dem Veranstaltungsort selbst (nicht nur aus dem Verein). Aber auch aus Lauter und Schlimpfhof waren einige dabei. Bei 32 Teilnehmern mussten die Organisatoren eine Obergrenze ziehen; das Interesse sei noch größer gewesen.

Die Poppenroth Open teilen sich in zwei Stufen. In der Vorrunde treffen die Teilnehmer in acht Gruppen nach dem Motto "Jeder gegen Jeden" aufeinander.

Für die Tennis-Matches bietet der FC Viktoria seine Sandplätze an; stattfinden müssen sie dort nicht zwangsläufig. "Wenn es für die Spieler besser passt, können sie ihre Partie auch woanders austragen. Vergangenes Jahr bei der Vereinsmeisterschaft hatten wir ein Duell in der Toskana", sagt Schott.

Auch die Spieltermine können die Teilnehmer frei untereinander vereinbaren, müssen die Ergebnisse dann nur an den Verein melden. Die Matches sollten bis spätestens 18. Juli stattfinden, weil dann die Vorrunde endet.

Die ersten Beiden einer Gruppe rücken in die Hauptrunde vor. Dort gilt in den Spielen bis zum Finale das K.-o.-System. Wobei Markus Schott wichtig ist, dass unterlegene Spieler dann nicht einfach ausgeschieden sind. Sie sollen später nach einem bestimmten Schema zu Platzierungsspielen antreten dürfen. Nicht der Leistungsgedanke, sondern der Spaß am möglichst ausgiebigen Spielen steht im Vordergrund.

Das Gesamtfinale steigt dann am 12. September auf dem Vereinsgelände des FC Viktoria mit dem Endspiel um die Goldene Viktoria. "Wie groß wir das aufziehen können, wird von den Corona-Vorgaben abhängen", sagt Schott.

Auf jeden Fall soll jeder Teilnehmer am Finaltag mindestens ein Match absolvieren dürfen. Und damit selbst die in der Vorrunde Gescheiterten eine Motivation empfinden weiterzumachen, spielen sie untereinander den Graf-Poppo-Cup aus.

Der 40-Jährige nimmt die Beschränkungen gelassen. "Vor zwei Monaten habe ich das noch nicht so gesehen, dass wir überhaupt spielen können." Dass jetzt Duschen und Umkleiden wieder geöffnet werden und Vereinsbewirtung möglich wird, halten sowohl er als auch Abteilungsleiter Patrick Schmitt für ein gutes Zeichen.

Positive Entwicklung

Schmitt gibt sich trotz der Corona-Krise zufrieden. "Wir sind derzeit auf einem guten Weg, den Tennissport wieder boomen zu lassen." In kurzer Zeit habe es viele Spielanfragen und Eintritte in den Verein gegeben. Einige Interessenten hätten früher schon gespielt.

Markus Schott hofft, dass sich seine Eltingshausener Mitstreiter wegen des Poppenrother Engagements "nicht hängengelassen fühlen". So wie im realen Leben habe er nun auch im Tennis zwei Kinder. "Die liebt man ja auch beide gleich und keines ist das Lieblingskind."