Was für eine prächtige Kulisse. Und was für ein grandioser Ritt von Ingo Jungblut. "Wunderbarer Flirt mit Ricarda" lautete die Schlagzeile in der Heimat-Zeitung am 8. August 2005. Gewidmet dem Sieger-Gespann des finalen S-Springens, das etwa sechstausend Besucher verfolgt hatten. An den fünf Tagen, eine Premiere aufgrund der hohen Zahl von 2000 Einzelstarts von 330 Reitern und 700 Pferde, waren es sogar 12 000 Gäste am schmucken Turniergelände in der Au.

Um ein Haar hätte aber ein Lokalmatador triumphiert. Philippe Meier vom RSG Rhön Detter/Weißenbach hatte in der Siegerrunde nämlich ein kolossal gute Zeit vorgelegt, ohne an einem der sechs Hindernisse zu scheitern. Doch für den 24-jährigen Schweizer, damals Bereiter bei Otto Müller am Reiterhof Rhön, reichte es auf Rabea eben nur zum zweiten Platz, weil im allerletzten Ritt des Tages der Titelverteidiger vom RFV Ronneburger Hügelland zwei Zehntel schneller den Parcours bewältigte und damit neben Ruhm und Ehre auch 3000 Euro Siegprämie gewann.

Einmal mehr sahen sich die Verantwortlichen um Wolfgang Heidl für ihren Aufwand belohnt. So wurde der Parcours eigens für das Turnier mit 150 Tonnen Sand präpariert, über 80 Helfer waren permanent im Einsatz. "Ein Turnier dieser Größe geht an die Grenze dessen, was unser Verein leisten kann", hatte der RV-Vorsitzende im Interview gesagt, der nach zehn Jahren in dieser Funktion auch seinen Abschied an der Vereinsspitze ankündigte. Als Nachfolger wurde zunächst Prof. Dr. Dr. Nosko gehandelt, der dann aber doch nicht für dieses Amt zur Verfügung stand. Neue Vorsitzende wurde später Sabine Häfner.