Mächtig stolz auf diesen Erfolg der jungen Mannschaft ist das Trainerteam Stefan Kiesel, Nils und Holger Volz. Die Mannschaft feiert übrigens am kommenden Samstag ihr einjähriges Bestehen.

Bereits um 5 Uhr machten sich die Rannunger Kämpfer in das 350 Kilometer entfernte Grafenau auf, das sie nach verschiedenen Umwegen wegen des Hochwassers nach viereinhalb Stunden erreichten.


Zwei Titel für den Jüngsten

Der Jüngste unter den Kämpfern, Adrian Schmitt (9 Jahre), kam unter Anleitung von Nils und Holger Volz gut mit seinen Gegnern zurecht und holte in zwei Klassen den deutschen Titel. In der Juniorenklasse kämpfte Rebecca Anderson nicht wie ein Küken, sondern wie eine reißende Wölfin - ein 14:8 und 20:0 in den Finalkämpfen zeugte vom harten Training und Kampfgeist. Belohnt wurde dies mit zwei Goldmedaillen.
Sandro Neumann und ein Kämpfer aus Inzell standen im Finale der Klasse über 18, das der Rannunger mit 11:9 für sich entschied. In der zweiten Klasse traf Sandro im Finale auf seinen Vereinskollegen Kevin Volz. In einem Duell auf Augenhöhe stand es nach zwei mal zwei Minuten 6:6. Auch eine Minute Verlängerung brachte keine Entscheidung (8:8).


"Lucky Punch"

Der "Lucky Punch" (nächster Treffer) musste entscheiden. Dieser gelang Sandro nach weiteren anderthalb Minuten. Die Jagd auf Medaillen ging weiter. Kevin Volz startete in seiner Hauptdisziplin, dem Leichtkontakt. Mit dem amtierenden Weltmeister Jens Unger als Gegner hatte er keine leichte Aufgabe. Trotz heftiger Gegenwehr unterlag der Rannunger mit 0:3 und holte sich seine zweite Silbermedaille. Nils Volz, der sich in der Vorbereitung für die US Open (größtes Kampfsport-Turnier der Welt) befindet, nutzte die "Deutsche" als Generalprobe und schlug seinen Gegner klar mit 11:5. Holger Volz, der Martial-Arts-Teamtrainer, zeigte sich mit seinem Schützling voll zufrieden. Der Coach hat keine Bedenken, seinen Schützling nun nach Amerika zu schicken. Als letztes musste Veteran Holger Volz (46 Jahre) auf die Matte. Sein zehn Jahre jüngerer Gegner konnte dem Erfahrenen nichts entgegensetzen und musste sich mit 4:12 beugen.