VC Dresden - TV/DJK Hammelburg 1:3 (25:19, 22:25, 27:29, 22:25).

Den ersten Adrenalinkick gab es bereits kurz nach der Abfahrt in die knapp 400 Kilometer entfernte Landeshauptstadt Sachsens. Weil bei einem der beiden Teambusse die gelbe Motorwarnleuchte aufleuchtete, sah man von einer Weiterfahrt ab. Nach einigen Telefonaten, eilten Abteilungsleiter Thomas Greinwald und Teammanager Frank Jansen zum Spontaneinsatz: Während Greinwald den defekten Bus von Werneck zurück nach Hammelburg fuhr, setzte Jansen die Fahrt mit dem Privat-Fahrzeug und dem Rest des Teams nach Dresden fort.

Dort, wo das Heimteam hochkonzentriert begann und nach dem Vorabend-Sieg über Friedrichshafen erneut auf Kurs war mit dem ersten Satzgewinn. Vor allem im Außenangriff waren die Sachsen kaum zu stoppen, die überdies druckvolle Aufschläge präsentierten gegen Hammelburger, die als taktisches Mittel von Trainer Thiago Welter mit Finn Jansen den zweiten Libero aufs Feld beordert hatten.

In Satz zwei sorgte Zuspieler Hannes Krochmann mit starken Aufschlägen zunächst für eine 3:0-Blitzführung. Dresden feuerte im Angriff munter weiter und sorgte durch eine tolle Block- und Feldabwehr für erhöhten Frustfaktor bei den Saalestädtern. Diese nutzten beim 15:15 einige kleinere Unzulänglichkeiten bei den Elbstädtern zu einer 18:15-Führung, die in einem intensiven Spiel aber ebenso schnell wieder egalisiert wurde. Mittlerweile standen Laurentiu Vinatoru für Hannes Krochmann im Zuspiel und Severin Hauke für Branko Damjanovic auf der Diagonalen auf dem Feld. Hammelburger Aufschlagdruck und zwei individuelle Fehler bei der Dresdner Spieleröffnung sorgten für den Satzausgleich.

Während bei den Gastgebern weiterhin Leichtigkeit im Spiel herrschte, lief der Hammelburger Motor eher schwergängig. Als sich der Satz beim 13:17 gegen die Unterfranken zu wenden schien, zeigten die Gäste eine tolle Moral, kämpfen sich zurück in die Partie und zeigten: "Ja wir können auch erfrischenden Volleyball!" Nun knisterte es im Volleydome zu Dresden. Auf Hammelburger Seite hatte vor allem Marian Epple wichtige Aktionen, ehe Branko Damjanovic sein Team zum 26:25 "prügelte". Zwei Aufschlagfehler auf beiden Seiten sorgten für eine weitere Satzverlängerung in einem nun superspannenden Spiel, bevor Moritz Zeitler mit einem Block sein Team erlöste.

Eine 8:5-Führung der Sachsen zur ersten technischen Auszeit war ein deutliches Indiz, dass das Team von Headcoach Niklas Preisl den Satzverlust schnell verdaut hatte. Hammelburg indes hielt sich vor allem durch reihenweise gute Blockaktionen im Spiel, um beim 11:10 das erste Mal in Führung zu gehen. Im Angriff duellierten sich beide Teams auf Augenhöhe. Eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung beim 14:14 brachte die Saalestädter zunächst etwas aus dem Rhythmus. Dagegen hielt aber einmal mehr Damjanovic: 19:19 Ausgleich. Nur die vielen Aufschlagfehler in dieser Phase sorgten für Kopfschütteln und ließen die Elbstädter erneut in Führung gehen.

Doch tapfer kämpfende Saalestädter bewiesen erneut Moral, während man die Intensität des Spieles nun auch am Aktionsradius der beiden Trainer ablesen konnte. Zwei unglückliche individuelle Fehler der Gastgeber, ließen die Hammelburger am Ende "Auswärtssieg, Auswärtssieg" tanzen. MVP auf Seiten der Volleys wurde einmal mehr Moritz Rauber.