TSV Zirndorf - TV/DJK Hammelburg 1:3 (20:25, 25:20, 20:25, 13:25) - Obwohl der Beginn reichlich zäh und alles andere als souverän war, reichte es zum Satzgewinn der Saalestädter. Auch dank der starken Leistung von Diagonalangreifer Stefan Böhm. Auf die richtige Spur kamen die Unterfranken dennoch nicht. Fehler um Fehler leistete sich nun das Team. Personell hatte Trainer Tado Lehmann diesmal keine große Bandbreite mit den Ausfällen von Michael Schottorf (Grippe) und Stefan Basmer (Fingerverletzung).

Dabei hätte gerade der Block des TV/DJK eine dringende Wiederbelebung gebraucht. Doch Hilfe kam von anderer Stelle. Libero Dominik Seller und Außenangreifer Lukas Spachmann vollzogen eine Abwehrlehrstunde. Diverse Zirndorfer Schmetterbälle wurden entschärft und fanden den Weg zum Zuspieler. Felix Ben dikowski und Stefan Böhm warteten gierig auf die Bälle, um sie im gegnerischen Feld zu versenken. Diese Dominanz steigerte sich bis in den vierten Satz hinein. Zirndorf lag abgeschlagen mit 6:20 zurück und hatte die 13 Punkte allein dem Nachlassen der Gäste zu verdanken.

VC/TuS Hirschau - TV/DJK Hammelburg 3:2 (25:27, 25:13, 18:25, 25:18, 17:15) - Der zweite Sieg des Wochenendes wurde den Saalemännern quasi auf dem silbernen Tablett serviert, doch mit dem Zugreifen hatten die Hammelburger ihre Probleme. "Wir hätten die Gegner leicht schlagen können", äußerte sich Trainer Tado Lehmann enttäuscht.

Bereits im ersten Durchgang ließen seine Jungs viele Chancen am Netz liegen und Hirschau immer wieder herankommen, wenngleich der TV/DJK als knapper Sieger hervorging. Die an den Tag gelegte Lethargie schlug aber schon im zweiten Satz zu Buche. Der TV/DJK meldete sich zwar in der dritten Etappe eindrucksvoll zurück, verpasste es aber, diese Niveausteigerung mit in den vierten Satz zu packen.

"Wir haben uns taktisch total unclever verhalten", resümierte der Coach. Der abschließende Tie-Break war signifikant. Aus einer Führung heraus wechselten die Unterfranken mit einem 7:8-Rückstand die Seiten. Den anschließenden "Big-Point" machten sie zwar und blieben bis zum 13:11 mit einer Zwei-Punkte-Führung vorne. Scheiterten aber an den finalen Bällen. "Wir hatten zwei perfekte Annahmen und haben nichts daraus gemacht", sagte Lehmann. Das Nervenspiel ging über weitere Runden.

Zunächst verpasste es der TV/DJK zweimal, einen Matchball zu verwandeln - trotz Angebote. Nach dem 15:15 Ausgleich legte Hirschau ein Aufschlag-Ass nach und blockte zuletzt den Hammelburger Angriff zum Sieg ab. "Das war eine Niederlage, die wir nicht gebraucht haben", so Lehmann. Zwar hatten die TV/DJKler in der Vorsaison noch mit 0:3 verloren, doch auf die Frage, ob die beiden gewonnenen Sätze ein Fortschritt seien, winkte der Trainer ab. "Da muss ich eher mit einem Nein antworten. Wir hatten eigentlich genug Routine, um diese Partie nach Hause zu holen."

DJK Augsburg/Hochzoll - TV/DJK Hammelburg 3:0 (25:14, 25:20, 25:18) - "Es gibt so Tage, da geht alles schief", weiß TV/DJK-Trainer Frank Otter. Denn schon bei der Anfahrt gab es Probleme, was den Unterfranken eine sehr kurze Aufwärmphase bescherte. Mit dem Block und dem Abwehrsystem der Schwaben kamen die Gäste überhaupt nicht zurecht. Dazu gesellten sich Schwächen im Außenangriff. Die Hammelburger fanden durch Aufschläge von Christine Fell wieder ins Spiel. Indes stabilisierte Conny Schmitt die Annahme, ehe sich die Unterfranken mit Eigenfehlern auf der Zielgeraden auch im zweiten Satz ein Bein stellten.

Der Rückstand brachte aber die Lockerheit ins Spiel der Hammelburger zurück. Spontan gingen sie mit 7:3 in Front, ehe die Unparteiischen einen offensichtlichen "Touch" übersahen. Danach konterte Augsburg mit seiner besten Aufschlägerin. Und als die Saaledamen den Aufschlag zurückholten, wurde gleich ein Übertritt beim selbigen geahndet: Entscheidungen, die das Team nach unten zogen, das nun zielstrebig auf die 0:3-Klatsche hinsteuerte. "Genau da, wo wir letzte Woche gut waren, haben wir Punkte liegen gelassen", so der Coach, der dennoch nicht enttäuscht ist. Die personelle Not hatte kräftig zu der Niederlage beigetragen und dennoch: "Mit Conny Schmitt und Christin Heim hatten wir zwei echte Aktivposten."