Baden Volleys Karlsruhe - Hammelburg Volleys (Samstag, 19 Uhr)

" Es wird keinen Tiebreak geben." Darin waren sich Podcast-Moderator Philipp Scholz und Olly Wendt im Audioformat des aktuellen Vizemeisters Anfang der Woche sicher. Zum einstündigen Plausch trafen sich der ehemalige Bundesligaspieler der Karlsruher und der Teammanager der Hammelburg Volleys, um vor dem Spitzenspiel an diesem Samstag Einblicke hinter die Kulissen beider Teams zu geben. Dabei hätte man sich auf Seiten der Karlsruher sicherlich vor dem Spiel gerne die Tabellenführung erobert, welche nun aber weiterhin die Saaleboys innehaben.

"Der psychologische Vorteil liegt ja nun bei uns", sagte Wendt und Scholz konterte: "Oder ihr seid als Tabellenführer die Gejagten. Vorteil Karlsruhe". Eine völlig überraschende Niederlage des Vize-Meisters beim GSVE Delitzsch, hatte die ambitionierten Karlsruher vor Wochenfrist etwas ins Straucheln gebracht. Denn bis dato hatte das Team von Headcoach Antonio Bonelli eine blendende Saison hingelegt und damit den Anspruch bestätigt, in dieser Saison nicht nur die Silbermedaille mit nach Hause zu nehmen.

"Wir sind enttäuscht und niedergeschlagen, auch wenn wir die Gründe für die Niederlage kennen", sagte SSC-Headcoach Antonio Bonelli nach der Niederlage gegen Delitzsch und Podcast-Moderator Scholz gab zu Protokoll: "Es soll die Leistung von Delitzsch nicht schmälern, aber wir hatten doch einige angeschlagene Spieler in unseren Reihen." Vor allem Karlsruhes Topscorer Jens Sandmeier, der mit sechs Medaillen souverän das MVP-Ranking in dieser Saison anführt, laborierte die Woche an einer Erkältung.

Doch so sehr die Niederlage auch schmerzte, hat man bei den Baden Volleys schon lange wieder in den Angriffsmodus geschaltet: "Hammelburg ist eine sehr gute Mannschaft, um Zweiter oder Dritter zu werden", so Scholz augenzwinkernd im Podcast über die Saalestädter, bei denen er mit Kapitän Oscar Benner eine Freundschaft pflegt.

Die Karlsruher Lunte scheint vor dem Topduell somit gelegt. Wagt man dazu noch einen Blick auf die Ticketseite der Karlsruher, ist dort zu lesen "dass für die Hammelburger, ein Platz auf dem Treppchen in dieser Saison wohl nur schwer zu erreichen ist". Rums.

So sehr sich Scholz und Wendt in der Beurteilung der anderen Ergebnisse einig waren, liegen sie beim Tipp des Spitzenspiels verständlicherweise weit auseinander. Während Scholz mit einem klaren 3:0 für seine Jungs rechnet, prophezeit der der Teammanager der Volleys ein 3:1 für Hammelburg. "Wenn Philipp das Tippspiel gewinnt, werde ich mit ihm ein Hallensprecher-Duett bei einem der Karlsruhe-Spiele aufs Parkett legen. Verliert er, muss er nach Hammelburg kommen", gibt es zumindest bei den beiden Protagonisten des Podcasts keinen Verlierer. Ein wenig erhöht Wendt vor dem Topduell dann schon den Druck: "Für uns wird das Spiel richtungsweisend sein, wie der bisherige Saisonverlauf unserer Jungs einzuordnen ist."