Volley Youngstars Friedrichshafen - Hammelburg Volleys 0:3 (21:25, 23:25, 19:25)

Ungewöhnlich früh setzte sich der Hammelburger Bodensee-Express am Samstag in Bewegung, denn das Spiel gegen die Volley Youngstars Friedrichshafen war zur besten Kaffee-und-Kuchen-Zeit angesetzt. Ohne Lorenz Karlitzek (Knieverletzung) und Luca Dierks (Rehabilitation nach Fußbruch), dafür mit den Nachwuchsspielern Jonathan Baden und Lukas Greinwald ging es zur Doppelmission an den Bodensee.

Doch zunächst überwog beim Hammelburger Tross das große Staunen, denn die Dimensionen in der zum Volleyballtempel umfunktionierten Zeppelin CAT 1 Arena waren docheindrucksvoll. Während Hammelburgs Recken beim Aufwärmen mit großer Freude versuchten,den Ball an die Hallendecke zu baggern, wurden in den sozialen Medien schon augenzwinkernd Forderungen nach einer neuen Spielstätte an Hammelburgs Stadtoberhauptadressiert. "Ich befürchte, damit kann ich  so schnell nicht dienen", setze Bürgermeister Armin Warmuth etwaigen Träumereien ein allerdings ein blitzschnelles Ende.

Headcoach Philipp Fischer beorderte diesmal Laurentiu Vinatoru in die Startformation und auch Severin Hauke durfte gegen sein ehemaliges Stützpunktteam starten. Hammelburgs 13:8-Führung sollte schmelzen durch mutige Aufschläge der Gastgeber (14:15). Das Team von Adrian Pfleghar profitierte insbesondere vom ersten Ball der Gäste, der zu unpräzise den Weg gen Zuspieler fand. Dennoch sollte das 17:16 die einzige Führung der Hausherren im ersten Satz bleiben.

Ausgeglichener Beginn des zweiten Durchgangs, in dem es auch aufgrund der Hallenhöhe doch den ein oder anderen längeren Ballwechsel zu bewundern gab, weil sich die Kontrahenten in puncto Feldabwehr und Kampfeslust in nichts nachstanden. Während sich bei den "Häflern" ab der ersten technischen Auszeit (8:9) nun vor allem die Fehlerquote in der Annahme und im Angriff merklich erhöhte, überzeugten die Fischer-Jungs gerade im Aufschlag mit Effektivität und Druck, sodass man sich zur zweiten technischen Auszeit ein stattliches 16:10-Polster erspielt hatte.Doch offenbar wähnten sich die Gäste zu sehr in Sicherheit, denn nun gesellten sich zu Fehlern im Aufschlag weitere Unkonzentriertheiten. Immer wieder hatte man das Gefühl, dass vor allem die Angreifer mit den Weiten der Halle haderten und dadurch das Timing oft nicht stimmte. Änderte allerdings nichts am zweiten Satzerfolg.

Ein besserer Drive vor allem durch die Angriffsachse Moritz Rauber und Oscar Benner war der Grundstein, dass sich die Saalestädter gegen Mitte des dritten Satzes absetzten und von einer hohen Fehlerquote bei der Friedrichshafener Spieleröffnung profitierten. Dennoch wähnten sich die Volleys beim 20:18 offenbar bereits im Nachtquartier, sodass Headcoach Philipp Fischer noch einmal zum Mittel der Auszeit greifen musste. Ein Monsterblock von Kapitän Oscar Benner besiegelte den 3:0-Erfolg gegen das "fliegende Klassenzimmer". Zum MVP wurde Moritz Rauber gewählt. Am Sonntag (16 Uhr) endet die Bodensee-Dienstreise mit dem Gastspiel beim TSV Mimmenhausen.