Wenn wir vier Punkte holen würden, wäre das sicher sehr gut. Damit könnten wir gut leben", sagte Julian Schneider, Torwart des Fußball-Bayernligisten TSV Großbardorf, über seine Ambitionen für das Osterwochenende. Als er das unter der Woche äußerte, wusste der 20-Jährige noch nicht, dass für die Grabfeld-Gallier maximal drei Punkte herausspringen können. Von den geplanten zwei Heimspielen ist nur eines übrig geblieben. Die für Samstag angesetzte Top-Begegnung gegen Amberg musste am Donnerstag abgesagt werden. Wie übrigens auch das Spiel des TSV Aubstadt bei der DJK Ammerthal.
Ob am Ostermontag (17 Uhr) gegen Erlenbach gespielt werden kann, will die Platzkommission, der Vertreter der Gemeinde, des TSV und die Platzwarte angehören, am Samstag oder am Sonntag entscheiden: "Wir müssen jetzt mal sehen, was das Wetter macht, beziehungsweise wie die Gemeinde die Platzsituation für Montag
einschätzt, aber die Bedingungen sind nun mal so wie sie sind und ich muss es so akzeptieren, wie die Gemeinde entscheidet", sagt Großbardorfs Trainer Dominik Schönhöfer.

"Ein unangenehmer Gegner"

Sollte die Partie angepfiffen werden, erwartet Schneider gegen Erlenbach eine schwere Aufgabe. "Erlenbach ist sicher ein unangenehmer Gegner. Ich verspreche aber, dass wir alles versuchen und alles aus uns rausholen werden, was in uns steckt, um die drei Punkte im Grabfeld zu behalten." Apropos Schneider: Der Jungspund im Kasten der Grabfelder, der am Bayern kolleg sein Abitur nachholt, hat in seiner ersten Bayernliga-Saison bisher so ausgezeichnete Leistungen geboten, dass er bei einigen höherklassigen Vereinen im Notizbuch steht.
Wie bereits berichtet, hat er beim FC Bayern München ein Probetraining absolviert. Aber nicht nur beim deutschen Rekordmeister, sondern auch bei 1899 Hoffenheim und beim 1. FC Nürnberg: "Ich habe von allen ein gutes Feedback bekommen." Doch dies ist Schneider im Augenblick gar nicht wichtig, denn sein Fokus liegt derzeit nur auf dem TSV Großbardorf, wie er bekräftigt: "Ich werde alles geben, dass wir auch weiterhin erfolgreich bleiben."

Mehr Alternativen im Kader

Personell sieht Trainer Dominik Schönhöfer wieder etwas mehr Licht am Ende des Tunnels. Denn Stefan Piecha und Pascal Stahl haben in dieser Woche erstmals wieder voll trainiert. Auch bei Tobias Breunig, der sich in Haibach an der Schulter verletzte, aber durchhielt, sieht es gut aus. "Da ist zum Glück nichts gebrochen oder gerissen", berichtet Schönhöfer, der weiterhin auf Markus Kirchner (Knie) und Michael Gabold (Faserriss) verzichten muss. Auch bei Manuel Leicht, der krank war, sieht es laut Schönhöfer nicht so gut aus. Hinter dem Einsatz von André Rieß (Leistenprobleme) steht noch ein dickes Fragezeichen. "Was der SV Erlenbach kann, haben wir ja bereits beim 45-minütigen Auftritt bei uns gesehen, als wir uns eine Halbzeit lang auch schwer getan haben, zu Chancen zu kommen", denkt Schönhöfer an die Wasserschlacht Ende September zurück, die letztlich wegen eines Gewitters in der Pause abgebrochen werden musste, "wir müssen sicher alles in die Waagschale werfen, um zu punkten. Denn das ist unser Ziel."