TSV Euerdorf - SG Wildflecken/Bischofsheim II 4:3 (0:3) - Torfolge: 0:1 Uwe Schmid (6.), 0:2 Adam Loza (19.), 0:3 Martin Weber (34.), 1:3 Julian Klingspies (48.), 2:3 Joschka Eberlein (59.), 3:3/4:3 Julian Klingspies (69./85.) - Gelb-rote Karten: Timo Schenkel (71.), Adam Loza (94.), Reinhard Bramowski (95./alle Wildflecken).

Was für eine Dramatik im Kellerduell! Die Euerdorfer, die im ersten Durchgang völlig hektisch, nervös und unkontrolliert zu Werke gegangen waren, rissen nach der Pause das Ruder zur Überraschung der Gäste doch noch herum. Die Kicker vom Fuße des Kreuzberges starteten selbstbewusst und offensiv. Logische Folge war eine komfortable Führung, die durch einen Traumfreistoß von Martin Weber in den Winkel gekrönt wurde. Im zweiten Durchgang legten die Euerdorfer ihre Nervosität ab und setzten Goalgetter Julian Klingspies immer wieder in Szene.
Als die leidenschaftliche Aufholjagd des TSV zum Ausgleich führte, brach im Lager der Gäste allmählich Verzweiflung aus. Zahllose Diskussionen mit dem Unparteiischen führten unter anderem zu drei Platzverweisen. In der hektischen Schlussphase war an einen kontrollierten Spielaufbau nicht mehr zu denken, die Nerven lagen bei allen Akteuren blank.

TSV Gauaschach - SV Morlesau/Windheim 0:3 (0:3) - Torfolge: 0:1/0:2 Daniel Doschko (24./27.), 0:3 Nico Hummel (45.).

Von Beginn an war die Partie von Taktik und Respekt geprägt. Binnen drei Minuten machte Daniel Doschko mit seinem Doppelschlag den Gastgebern einen Strich durch die Rechnung. Der TSV Gau aschach setzte zwar weiter auf Ballbesitz, geriert aber mit dem Pausenpfiff endgültig auf die Verliererstraße, als Nico Hummel seinen "Häschern" entwischt war. In der zweiten Halbzeit neutralisierten sich beide Teams weitestgehend. Morlesau mit dem überragenden Daniel Doschko wollte nicht mehr, Gauschach konnte nicht mehr. "Die haben aus vier torreifen Chancen drei Tore gemacht", lautete das Statement von Michael Vollmuth.

SG Sulzfeld/Merkershausen - TSVgg Hausen 2:2 (1:0) - Torfolge: 1:0 Udo Höfling (24.), 1:1 David Fleischmann (47.), 2:1 Max Wasser (67.), 2:2 Stefan Schmitt (Eigentor/90.).

Die Platzherren bestimmten eine Halbzeit lang das Spielgeschehen, mussten sich am Ende allerdings völlig frustriert mit einem Remis begnügen. Die Häusler drehten erst kurz nach der Pause richtig auf und setzten die Spielgemeinschaft immer wieder gehörig unter Druck. Als Max Wasser einen Traumpass von Bryan Hadcan zur erneuten Führung der Gastgeber nutzte, schien die Vorentscheidung gefallen zu sein. Die Rhöner dominierten die Partie und gerieten nur durch die sporadischen Konter in Gefahr. Der überraschende Ausgleich resultierte aus einem Eigentor von Stefan Schmitt, der allerdings nach Ansicht der Spielgemeinschaft regelwidrig gestoßen worden war. Die Proteste der Platzherren blieben letztlich ohne Erfolg. Der Unparteiische erkannte den kuriosen Treffer allen Diskussionen zum Trotz an.

SpVgg Haard - SG Sandberg/Waldberg II 5:2 (3:2) - Torfolge: 0:1 Thomas Uhlein (16.), 1:1 Tom Schulz (26.), 1:2 Patrick Seufert (28.), 2:2 Jan Niklas Kiesel (41.), 3:2 Christian Ritter (45.), 4:2 Mario Hillenbrand (85.), 5:2 Julian May (90.).

Der Haarder Express rollt unaufhörlich von Sieg zu Sieg. Obwohl weiterhin einige Ausfälle zu beklagen sind, steht mittlerweile der dreizehnte Sieg im vierzehnten Spiel und damit die Herbstmeisterschaft zu Buche. Gegen die Bergdörfler tat sich Haard zumindest 45 Minuten lang etwas schwer. Immerhin gelang Tom Schulz ein Traumtor, als er das Leder volley in die Maschen drosch. Die Gäste zeigten Biss und ließen sich nicht abschütteln. Im zweiten Durchgang nahmen die Platzherren das Heft in die Hand und ließen kaum noch Gegenwehr zu. Fünf Minuten vor Schluss krönte Mario Hillenbrand ein Solo über den halben Platz mit dem vierten Treffer für seine Farben. "So ein Tor macht er nicht alle Tage", frohlockte Haards Fußball-Urgestein Waldemar Schmitt.

FC Strahlungen II - FC Rottershausen 1:1 (1:1) - Torfolge: 1:0 Jochen Müller (14.), 1:1 Michael Neeb (35.).

"Das war ein etwas glücklicher Punktgewinn, aber aufgrund unseres kämpferischen Einsatzes nicht unverdient", freute sich Strahlungens Bernhard Nöth über das 1:1 gegen den ambitionierten FC Rottershausen. Personelle Engpässe beim Hausherrn zwangen Alte- Herren-Akteure aufs Spielfeld. Einer davon, Jochen Müller, hat nichts verlernt und erzielte die Führung. Kampfbetont und einsatzfreudig ging es auf dem rutschigen Geläuf zur Sache. Die Gäste besaßen die bessere Spielanlage, was durch Michael Neeb zum verdienten 1:1 führte. Nach dem Wechsel blieb es spannend. Die Hausherren verstärkten die Defensive und lauerten auf Konter. Diese wurden gestartet, aber nicht mit der letzten Konsequenz zu Ende geführt. Die Angriffe der optisch überlegenen Spirken verpufften dagegen in der dicht gestaffelten Strahlunger Deckung, die keine zwingenden Chancen zuließ. Rottershausen konnte zudem nicht den "tödlichen Pass" spielen. Und was aufs Gehäuse kam, wurde eine Beute von Keeper André Thein. "Ein sicherer Rückhalt", lobte Nöth.

VfL/Spfr. Bad Neustadt II - TV Jahn Winkels 6:0 (2:0) - Torfolge: 1:0 Tanalp Dalmis (3.), 2:0 Michael Gerhardt (Foulelfmeter/32.), 3:0 Michael Wieczorek (60.), 4:0 Michael Gerhardt (73.), 5:0 Tanalp Dalmis (88.), 6:0 Alexander Ortloff (90.).

"Das war eine super Vorrunde", sagte Bad Neustadts Informant Mario Schill. Mit dem Schützenfest gegen das Schlusslicht steht die Kreisliga-Reserve zur Halbzeit der Saison auf einem Relegationsrang. Die Winkelser waren nur ein Spielball eines in jeder Hinsicht überlegenen Hausherrn. Nervosität kam bei den Gastgebern erst gar nicht auf, weil Tanalp Dalmis mit einem schönen Schuss aus der Drehung im Anschluss an einen Freistoß gleich die Richtung vorgab. Winkels zeigte zwar Einsatz, aber spielerisch fehlten die Mittel. "Die hatten eins, zwei Schüsse auf unser Tor, mehr nicht", so Schill. So konnte sich der Favorit eine kurze Verschnaufpause leisten, ehe er das 2:0 durch Michael Gerhardt per Elfmeter nachlegte. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Tabellendritte klar Herr auf dem eigenen Platz. Spielerisch und läuferisch überlegen, immer einen Tick schneller am Ball - die Überlegenheit führte zu einer Reihe von Chancen und noch vierfachen Torjubel. Die Treffer wurden gegen eine überforderte Gästeabwehr prima herausgespielt. Fast mit dem Schlusspfiff machte Alexander Ortloff das halbe Dutzend voll.