SV Heimstetten - FC 05 Schweinfurt 0:3 (0:2). Tore: 0:1 Kevin Fery (35.), 0:2 Marino Müller (41.), 0:3 Simon Häcker (81.).
Rückkehrer Johannes Bechmann, der in der Innenverteidigung viel Ruhe ausstrahlte, mit Zweikampfstärke die Heimstettener Stürmer ins Leere laufen ließ und im Spielaufbau ein gutes Auge bewies, erklärte stellvertretend für seine Kameraden: "Wir haben vieles richtig gemacht, sind gut gestanden und haben auf die Fehler gelauert. Es kommen noch schwere Spiele, aber wir haben gezeigt, dass wir mit allen mithalten können." Auch FC-Trainer Gerd Klaus war voll des Lobes: "Wir waren in den Spielen zuvor auch nicht so schlecht. Die Reaktion der Mannschaft war sensationell. Sie trainiert seit Wochen gut und hat sich jetzt dafür belohnt."

Klaus musste zu Spielbeginn umdisponieren, beim Aufwärmen hatte sich Innenverteidiger Manuel Müller an den Adduktoren verletzt, für ihn sprang Andreas Bauer ein, der seinen Part ebenso souverän absolvierte wie Bechmann nach seiner langen Verletzungspause. "Der Andi hatte die ganzen letzten Wochen gut trainiert, aber nicht gespielt und war nicht sauer. Das habe ich der Mannschaft auch gesagt, diese Einstellung ist super und genau das, was wir brauchen", freute sich Klaus. Gelungen auch sein Schachzug, Marco Janz als Rechtsverteidiger aufzubieten und dafür Pablo Pigl zentral im Mittelfeld spielen zu lassen. Der FC spielte von Anfang an sehr selbstbewusst und ohne Angst. Dass man bei einer Niederlage mitten im Abstiegsstrudel gewesen wäre, lähmte Schweinfurt keine Sekunde.

In der zehnten Minute tankte sich Marino Müller gegen drei Heimstettener durch, scheiterte aber an SV-Keeper Krasnic. Das Münchner Fritz-Walter-Wetter bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt schien die Schweinfurter zu beflügeln und die Heimelf zu lähmen, diese hatte vor der Pause keine nennenswerte Chance. Der FC hätte schon nach 15 Minuten führen müssen, als Steffen Krautschneider nach einem schönen Angriff im Strafraum frei zum Schuss kam, aber knapp links vorbei schoss. In der 35. Minute die zwangsläufige Führung, auch wenn sie glücklich entstand. Wieder ein gut strukturierter Angriff, Bastian Lunz' weite Flanke nahm Krautschneider volley, sein Schuss wurde geblockt, der Abpraller kam zu Kevin Fery, der aus 16 Metern abzog und die noch abgefälschte Kugel im Netz versenkte. Keine zwei Minuten später hätte Simon Häcker den Sack schon zumachen müssen, er scheiterte völlig frei am SVH-Keeper.

Marino Müller enttäuschte bei seinem ersten Startelf-Einsatz 2015 nach seiner Verletzungspause Fans und Trainer keineswegs. Der wuchtige Stürmer köpfte in der 41. Minute eine maßgeschneiderte Krautschneider-Flanke ins Eck zum 0:2, die Vorentscheidung in diesem Match. Auch nach dem Seitenwechsel spielte der FC 05 weiter offensiv, Heimstetten mühte sich zwar, fand aber kaum ein Durchkommen gegen die gut gestaffelte FC-Defensive. Schweinfurt hatte nach wie vor die besseren Chancen, so durch Häcker, der nach Pigl-Vorarbeit wegen Abseits zurückgepfiffen wurde (65.). Häcker machte dann doch noch sein Tor, traf in der 81. Minute zum 3:0 nach einer Ecke.
Schweinfurt: Pfeiffer - Janz, Bauer, Bechmann, Lunz - Krämer, Fery (89. Dußler) - Krautschneider (82. Kleinhenz), Pigl, Häcker - Mar. Müller (87. Yetkin).