HSG Volkach - FC Bad Brückenau 37:31 (16:15).

Was für ein verrückter und turbulenter Fight an der Mainschleife. Nicht weniger als 13 (!) Zeitstrafen verhängte Schiedsrichter Wolfgang Benzinger. Und stolze 18 Mal zeigte der Unparteiische auf die Siebenmetermarke. Besonders hart erwischte es den Bad Brückenauer Rückraumspieler Tom Schumm, der nach seiner dritten persönlichen Zeitstrafe in dieser Partie folgerichtig die rote Karte kassierte und damit vorzeitig zum Duschen durfte. Verrückt auch, dass die Sinnstädter nach gut zehn Minuten einen Sieben-Tore-Vorsprung herausgespielt hatten und am Ende doch recht deutlich mit sechs Toren Rückstand unter die Räder kamen. "Wir haben richtig gut begonnen. Hinten diszipliniert defensiv gedeckt und Volkach zu unklaren Abschlüssen aus dem Rückraum gezwungen, die Patrick Krist alle gehalten hat", berichtet Michael Müller aus dem Bad Brückenauer Trainerteam. "Vorne haben wir schön geduldig und druckvoll gewartet, bis eine klare Chance da war. Die Chancenverwertung war zunächst auch gut." Als die Bad Brückenauer immer häufiger in Unterzahl agieren mussten, war der Spielfluss plötzlich völlig weg, zumal Volkach dann auf Manndeckung gegen die Halbpositionen umstellte. "Nach der Halbzeit haben sie so weiter gespielt. Und wir haben es einfach nicht geschafft, flüssig zu spielen. Volkach hat es wirklich nicht schlecht gemacht. Unsere fehlende Chancenauswertung hat uns am Schluss das Genick gebrochen. Dazu kamen weiterhin viele Zeitstrafen." Nach nunmehr sieben Niederlagen aus acht Partien kann den Bad Brückenauern nur noch ein - wie auch immer geartetes - Wunder helfen. Alle Zeichen stehen jetzt auf Abschied aus der höchsten unterfränkischen Spielklasse.bit

Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (13/8), Tom Schumm (4), Simon Weiner (4), Lukas Heil (4), Max Puschner (3), Georg Hoch (3).

HSG Pleichach II - SG Garitz/Nüdlingen 29:19 (15:9).

Es wird Zeit, dass diese BOL-Saison ein Ende findet, zumindest für die SG Garitz/Nüdlingen, bei der doch die Luft raus ist nach einer Kräfte zehrenden Saison, die bestimmt war von der Pandemie, noch mehr aber von vielen personellen Engpässen. Auch diesmal waren die Alternativen auf der Bank begrenzter Natur, ganz im Gegensatz zum Kontrahenten, der sich nur in den ersten 20 Minuten schwer tat angesichts knapper Führungen. Als Milena Schmitt auf 7:8 verkürzte, schien einiges möglich für die Gäste, ehe die Pleichacher Reserve bis zur Pause auf 15:9 vorentscheidend davonzog.js

Tore für die SG: Milena Schmitt (6), Pia Steinegger (5), Theresa Przybilla (4), Hannah Schuhmann (2), Pia Hein (1), Anna-Lena Höchemer (1).