FC 06 Bad Kissingen - TSV Münnerstadt 1:2 (1:2). Tore: 1:0 Julian Hüfner (18.), 1:1, 1:2 Simon Snaschel (44., 45.).

Fünf Tage nach der Niederliga im Punktspiel gelang den Schützlingen von Goran Mikolaj die erhoffte Revanche im Pokal-Halbfinale. Im Finale treffen die Lauerstädter am 1. Mai (17 Uhr) auf den SV Rödelmaier. "Wo das Spiel der beiden Bezirksligisten ausgetragen wird, entscheidet das Los, das wir im Rahmen der Wintertagung ziehen werden", sagt Kreisspielleiter Andre Nagelsmann.

Die Gäste, die auf Leistungsträger wie Lukas Katzenberger, Sebastian Köhler und Philipp Müller verzichten mussten, änderten diesmal die Taktik, standen tiefer und suchten ihr Heil zunächst über Konter. In Führung gingen trotzdem die Gastgeber, als Julian Hüfner einen präzisen Torschuss Richtung Toreck abfeuerte. Nachdem wenig später Lucas Fleischmann bei einem Pfostenschuss den Ausgleich verpasst hatte, "kamen wir immer besser ins Spiel", informierte TSV-Torjäger Simon Snaschel, der höchstpersönlich die Wende einläutete. Nach Hereingabe von Janik Markert drückte er das Leder am zweiten Pfosten einlaufend über die Torlinie.

Probleme mit dem Flutlicht

Als die 06-er gleich nach Wiederanpfiff den Ball verloren, setzte sich Mortaza Ansari auf der linken Außenbahn ab, flankte Richtung zweiter Pfosten, wo neuerlich Snaschel goldrichtig stand. "Zwei im Prinzip identische Treffer", meinte der Torschütze, der zu Beginn des zweiten Durchgangs die Vorentscheidung verpasste, als er in aussichtsreicher Position an Keeper Felix Friedlein scheiterte. Ab da waren die May-Mannen am Drücker, die Riesenmöglichkeit zum 2:2 eröffnete sich dabei Jan Krettek, der den Hochkaräter aber versemmelte. Mitte der zweiten Halbzeit kam es zu einer kitzligen Situation im TSV-Strafraum, als Jakob Fischer gefoult wurde, aber weiter stolperte und einen Schussversuch wagte. "Wäre er dazu Boden gegangen, hätten wir uns über einen Elfmeterpfiff nicht beschweren dürfen", meinte Snaschel und bilanzierte einen "nicht unverdienten Sieg." Kurios: Mitte der zweiten Halbzeit brannte es im Inneren eines Flutlichtmastes. Ein Elektro-Fachmann vor Ort nahm umgehend die Sicherung heraus, sodass weitergespielt werden konnte.sbp

FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen - SV Rödelmaier 2:5 (2:1). Tore: 1:0 Daniel Kraus (3.), 2:0 Dominik Gehrig (37.), 2:1 Sebastian Schneyer (45.), 2:2, 2:3 Nico Rauner (47./Handelfmeter, 56.), 2:4, 2:5 Branko Krizanovic (57., 71.). Bes. Vorkommnis: Nico Rauner schießt Foulelfmeter neben das Tor (54.).

Bereits in der dritten Minute ließ Nils Rohmfeld, der den etatmäßigen Schlussmann Sven Ulsamer vertrat, einen haltbaren 20 Meter-Schuss von Daniel Kraus zur frühen Führung der Hausherren passieren. Doch es kam noch schlimmer für den Bezirksligisten: Denn nach 37 Minuten erzielte Dominik Gehrig nach der ersten Ecke des Kreisligisten mit einem unhaltbaren Dropkick das 2:0. Hoffnung kam beim Kreisligisten auf, als Sebastian Schneyer quasi mit dem Pausenpfiff nach schöner Vorarbeit von Sebastian Popp der Anschluss gelang. "Das war der Startschuss zur Aufholjagd", sagte Rödelmaiers Pressesprecher Mike Seidler. Und die hatte schnell Erfolg.

Innerhalb von gut zehn Minuten machte der SV Rödelmaier aus dem 1:2-Rückstand eine 4:2-Führung. Zunächst verwandelte Nico Rauner einen berechtigten Handelfmeter zum Ausgleich, dann war es wieder Rauner, der eine Vorarbeit von Benedikt Hess zum 3:2 einnetzte. Schließlich brachte Branko Krizanovic die Gäste endgültig auf die Siegerstraße, der nach Vorarbeit von Johannes Meier das Leder zur 4:2-Führung ins Netz der Hausherren beförderte. Dazwischen schoss Rauner auch noch einen Foulelfmeter neben das FV-Gehäuse. Die Begegnung war nach einer Stunde dennoch entschieden, denn die Elf von Ex-Profi Werner Dressel ließ kräftemäßig immer mehr nach. "Der Gastgeber war zu diesem Zeitpunkt einfach platt und der Widerstand wurde immer geringer", sagte Seidler. "Man hat deutlich gesehen, dass wir ins Finale wollten. Wir haben sie über die Außenbahnen geknackt. Unser Erfolg war am Ende hochverdient", urteilte der SVR-Pressesprecher, der auch noch den zweiten Treffer von Krizanovic zum 5:2-Endstand sah. gmad