LKR Bad Kissingen
Fußball Kreisklassen 1, 2

Christian Herrlein bei Oberthulbas Sieg Mann des Tages

Christian Herrlein ist beim 4:1-Sieg des TSV Oberthulba gegen die SG Bad Bocklet mit drei Treffern einfach nicht zu stoppen und bereitet den vierten Teffer noch vor. Christian Saum lässt Machtilshausen in der Nachspielzeit doch noch jubeln.
Lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe: Machtilshausens Niklas Bischofs (links) will hier Philipp Bold vom SC Diebach den Ball abjagen. Erst in der Nachspielzeit gelang dem SVM noch der Ausgleich zum 2:2-Unentschieden. Foto: ssp
Lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe: Machtilshausens Niklas Bischofs (links) will hier Philipp Bold vom SC Diebach den Ball abjagen. Erst in der Nachspielzeit gelang dem SVM noch der Ausgleich zum 2:2-Unentschieden. Foto: ssp

SV Machtilshausen - SC Diebach 2:2 (1:0). Tore: 1:0 Niklas Bischof (40.), 1:1 Florian Thurn (56.), 1:2 Marcus Hein (71.), 2:2 Christian Saum (90.+1).

Beide Kontrahenten boten auf dem perfekt präparierten Platz in Machtilshausen ein ordentliches Spiel mit hohem Tempo. Dabei hatte der Gast aus Diebach durchaus leichte Chancenvorteile. Fast wäre ein Flankenball von Daniel May (20.) im Tor gelandet, doch SVM-Schlussmann Fabian Hollmeyer war auf dem Posten. Kurz vor dem Pausenpfiff dann die Führung für die Heimelf. Nach einer Saum-Ecke köpfte Niklas Bischof den Keeper Lukas Wahler an und traf im Nachschuss zum 1:0. Der SVM vernachlässigte dann etwas die Abwehrarbeit und fing sich zwei Gegentore. In der 55. Minute traf Florian Thurn aus 16 Metern Distanz zum Ausgleich. Nach einer unübersichtlichen Situation fiel durch Markus Hein sogar der Führungstreffer für die Gäste (71.). Glück hatte die Heimelf dann auch noch, als Patrick Schmähling in der 88. Minute per Kopf nur den Pfosten traf. In der ersten Minute der Nachspielzeit fiel der vielumjubelte Ausgleich. Per Flachschuss aus acht Metern markierte Christian Saum den Ausgleich. "Diebach hatte schon ein Chancenübergewicht, aber wir haben gekämpft und uns mit einem Punkte belohnt", so SVM-Pressesprecher Klemens Schmitt nach der Partie.

SV Aura - SG Oberleichtersbach/Modlos 1:1 (0:0). Tore: 0:1 Florian Friebel (48.), 1:1 Martin Danz (89.). Gelb-Rot: Dominik Graser (85., Aura).

Ein unterhaltsames Spiel wurde in Aura laut SVA-Sportleiter Daniel Sauer geboten. Die beiden Teams geizten nicht mit Torchancen, zeigten sich im ersten Durchgang aber noch nicht wirklich treffsicher. "Von den Chancen her hätte es zur Pause auch 3:3 stehen können", so Sauer. Kurz vor der Pause scheiterte Simon Keßler aus fünf Metern und schoss über das Tor (44.). Kurz nach Wiederanpfiff nutzte Gästestürmer Florian Friebel eine Unachtsamkeit in der Heimabwehr. Er ging alleine auf SVA-Torhüter Nico Kaiser zu und überlupfte ihn, um anschließend per Kopf zu vollenden. Danach startete die Heimelf Angriff um Angriff, ohne das Tor zu treffen. Jede Menge Ecken brachten ebenfalls nichts ein. Und als Dominik Graser vom Feld musste, glaubte keiner mehr an ein Tor. Erst mit der letzten Aktion traf die Böhm-Elf dann doch noch. Per Kopf hatte Mirko Hälbig auf Martin Danz abgelegt, der ebenfalls mit dem Kopf zum Ausgleich einnickte. "Das Spiel war unter dem Strich schon ausgeglichen", so Sauer abschließend.

FC Sandberg - TSV Wollbach 1:5 (0:3). Tore: 0:1 Phil Schönhöfer (33), 0:2 Alexander Zink (37.), 0:3 Phil Schönhöfer (45.), 1:3 Jonas Rottenberger (57.), 1:4 Christoph Kriener (59.), 1:5 Alexander Zink (83.).

Yanik Holzheimer, Sprecher und Spieler des FC Sandberg, haderte nach dem 1:5 gegen den TSV Wollbach mit dem Schicksal. "Vorne verwerten wir unsere Chancen nicht, hinten unterlaufen uns zu viele Fehler", hatte er schnell Ursachenforschung für diese Schlappe betrieben. "Wir haben gut begonnen, hatten zwei Hochkaräter, kriegen sie nicht rein und das wird dann gnadenlos bestraft." Wobei die Einheimischen bei den ersten drei Gegentore Geschenke verteilten, "lauter individuelle Fehler". Nach dem 0:3 zur Pause "haben wir Druck gemacht, echt gut gespielt und nach dem 1:3 neue Hoffnung geschöpft." Die wich mit dem schnellen 1:4 ("da hat Wollbach nach einer Ecke für uns schnell gekontert") dem blanken Entsetzen. "Das war es dann", schaukelten die cleveren Gäste den Sieg souverän nach Hause. Nicht, ohne noch das 5:1 draufzusetzen.

FC Bad Brückenau - SG Reiterswiesen/Arnshausen/FC 06 Bad Kissingen II 1:1 (0:0). Tore: 1:0 Julius Stöckner (71.), 1:1 Marcel Röder (77.). Gelb-Rot: Eugen Ortmann(59., Bad Brückenau), Rot: Andre Halbig (90.+3, Reiterswiesen).

Ein typisches Unentschieden-Spiel fand in Bad Brückenau statt. Im ersten Durchgang belauerten sich beide Teams noch, ohne große Vorteile zu erspielen. Auf beiden Seiten gab es nur je einen Torschuss zu verzeichnen. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie etwas intensiver und hektischer. Heimspieler Eugen Ortmann war in der 59. Minute scheinbar nicht mit einer Entscheidung des Unparteiischen einverstanden und meckerte. Er sah daraufhin Gelb-Rot und durfte vorzeitig zum Duschen. Trotz der Unterzahl ging der FC in Führung. Nach einer Flanke von Alexander Krämer traf Julius Stöckner am langen Pfosten zur Führung. Der Vorsprung hielt aber nicht lange. In der 77. Minute fand eine Freistoßflanke Marcel Röder als Abnehmer, der zum 1:1 einköpfte. Danach fiel kein weiterer Treffer und beide Teams schienen mit dem Punkte zufrieden. In der Nachspielzeit sah dann Andre Halbig, wohl nach einer Beleidigung des Heimtrainer, die Rote-Karte.

TSV Oberthulba - SG Bad Bocklet 4:0 (0:0). Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Christian Herrlein (51., 60., 78., Elfmeter), 4:0 Dominik Metz (81.).

TSV-Informant Kevi Voll sprach von einer ausgeglichenen ersten Hälfte. "Da hat Bad Bocklet wirklich gut mitgehalten", attestierte er den Gästen. Es gab auch keine gefährliche Torsituationen. Nach dem Seitenwechsel sollte sich das Blatt allerdings wenden. Christian Herrlein war nicht mehr zu stoppen und traf drei Mal. Zunächst setzte er aus rund 17 Metern mit dem schwachen linken Fuß den Ball unhaltbar ins SG-Tor. Nur neun Minuten später setzte er mit einem Kopfballtreffer noch einen drauf. Mit seinem starken rechten Fuß verwandelte er dann noch einen Elfmeter nach Foul an Max Hüfner zum 3:0. Die Partie war damit entschieden. Den Schlusspunkt markierte Dominik Metz nach Vorarbeit Christian Herrlein, der damit endgültig zum Spieler der Partie wurde und mit drei eigenen Treffern und einer Vorarbeit kräftig Scorerpunkte einsammelte. Der TSV schnuppert wieder an der Spitzengruppe.

TSV Steinach - SG Waldberg/Stangenroth 4:0 (1:0). Tore: 1:0 Maximilian Hein (9.), 2:0 Aaron Friedel (61.), 3:0, 4:0 Lukas Elbert (80., 92.).

Einen auch in dieser Höhe verdienten Heimerfolg feierte die Voll-Elf bereits am Freitag. Die Platzherren gingen früh in Führung, als nach einer Freistoßflanke Maximilian Hein mit dem Kopf einen Tick eher am Leder war, als der herausgeeilte Keeper Jonas Voll. Torchancen waren danach im ersten Durchgang dünn gesät. Dies sollte sich nach dem Seitenwechsel bessern. Die Heimelf legte nun ihr Offensivspiel breiter an. Nach einer Stunde baute Aaron Friedel nach feinem Doppelpass mit Fabian Schäfer den Vorsprung per Flachschuss aus. Gleich nach Wiederanpfiff verpasste Elias Seufert nach Vorarbeit von Jonathan Mack den Anschlusstreffer. Freistehend scheiterte er an Franz-Xaver Rosshirt. "Wenn da das 2:1 fällt, geraten wir wahrscheinlich ins Zittern", mutmaßte der TSV-Coach. Sein Kollege gab aber zu, dass es "ehrlich gesagt unser einziger Hochkaräter in einem Spiel war, das der Gegner, der für mich der Meisterschaftsfavorit ist, verdient gewann". Nach einer zügigen Kombination über Jung und Friedel, der die Kugel quer legte, schoss der eingewechselte Lukas Elbert unbedrängt ein. Nur noch ins leere Tor einschieben musste er in der Nachspielzeit, nachdem Niklas Otter zuvor die Kugel per Kopf an die Latte gesetzt hatte.

TSV Wollbach - DJK Schondra 3:5 (1:1). Tore: 0:1 David Hahn (23.), 1:1 Alexander Zink (28.), 1:2 Leon Vogler (68.), 1:3 Mario Hägerich (70.), 2:3 Christoph Kriener (77.), 2:4 Mario Hägerich (83.), 3:4 Matthias Albert (90.), 3:5 Jonas Barthelmes (91.).

"Unsere Niederlage war keineswegs unverdient", meinte TSV-Coach Michael Jahns. Dabei verlief der erste Durchgang, in der Schondra in Führung ging, aber nach einem Kopfball von Alexander Zink nach vorheriger Ecke postwendend den Ausgleich kassierte, noch recht ausgeglichen. Wobei der TSV-Spielaufbau laut Jahns da schon merklich unter dem Fehlen langzeitverletzter Akteure wie Jonas Kirchner (Kreuzbandriss) und Marius Geis (Beinbruch) und anderer Leistungsträger wie Leo Rottenberger und Florian Seidl litt. Die DJKler gingen neuerlich in Führung, als sie nach Ballgewinn zügig Leon Vogler steil schickten. Zwei Minuten später versenkte Mario Hägerich einen Freistoß direkt. Für den Anschlusstreffer sorgte Christoph Kriener "mit einem für ihn eher untypischen Tor", so sein Trainer. Der zweite Hägerich-Treffer wurde zunächst als Vorentscheidung angesehen, doch Matthias Albert machte per Kopfball nach Ecke die Partie noch einmal spannend. Doch eine Minute später durften die DJkler endgültig drei Punkte bejubeln. Torschütze Jonathan Barthelmes war in einen fahrlässig gespielten Querpass hineingesprintet und versenkte zum 3:5.

Das Spiel SV Garitz gegen DJK Schondra wurde wegen witterungsbedingter Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.

TSV Rothhausen/Thundorf - VfR Stadt Bischofsheim 2:4 (1:1). Tore: 0:1 Lorenz Rockenzahn (7.), 1:1 René Weimann (11.), 2:1 Laurenz Weipert (51.), 2:2 Fabian Rott (61., Foulelfmeter), 2:3 Yannick Kleinhenz (87.), 2:4 Luis Kober (90. + 3). Bes. Vork.: Yannick Kleinhenz (Bischofsheim) scheitert mit Foulelfmeter an Tobias Geier (1.).

"Effektiv waren sie, die Bischofsheimer", sagte TSV-Sprecher Max Geier nach der 2:4-Niederlage des Aufsteigers durch zwei Laste-Minute-Tore. Zwischenzeitlich sah es für die Heimelf nämlich gar nicht so schlecht aus. Rene Weimann und Laurenz Weipert trafen zwischenzeitlich sogar zur Führung.

"Wir hatten mehr Chancen, haben sie aber nicht reingemacht", zeigte sich Geier dennoch enttäuscht. Bischofsheim habe mit langen Bällen auf Torjäger Yannick Kleinhenz agiert. In der Tat stand die spannende Partie bis kurz vor Schluss auf Messers Schneide. Zwischendurch mit eben einer 2:1-Führung für den TSV, ehe der VfR durch den Ausgleich per Elfmeter Oberwasser bekam und im Endspurt das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite hatte. Nach dem 2:3 warf der Gastgeber alles nach vorne und kassierte den Konter zum 2:4. "Ein glücklicher, aber wichtiger Sieg für uns", atmete Martin Gensler aus dem VfR-Lager auf. Luis Kober setzte den Schlusspunkt.