Einmal in der Saison starten die Hammelburg Volleys (4./31) eine Reise an den Bodensee, um gleich zwei Auswärtsspiele auszutragen. In der Samstagspartie treffen die Jungs von Headcoach Philipp Fischer zu ungewohnter Zeit (14.30 Uhr) zunächst auf die Volley Youngstars Friedrichshafen (15./3), am Sonntag (16 Uhr) bittet der TSV Mimmenhausen (3./37) zum Stelldichein.  

Ungewöhnlich ist auch der Austragungsort des ersten Spiels in der exakt 3161 Zuschauer fassenden Zeppelin CAT Halle A1, einer zu einem Volleyballtempel umfunktionierten Halle der Messe Friedrichshafen. Diese neue Spielstätte von Erstligist VfB Friedrichshafen dient seit wenigen Monaten als neue Heimat beider Bundesligateams, nachdem der Weiterbetrieb der ehrwürdigen und 50 Jahre alten ZF Arena im vergangenen Jahr untersagt wurde. Zwar treffen die Volleys dort auf das bisher sieglose Tabellenschlusslicht, allerdings tun sich Hammelburgs Recken gegen das Stützpunktteam fast schon traditionell schwer. Daran ändert auch der 3:0-Erfolg im Hinspiel nichts.

Die jüngsten Ergebnisse der Perspektivspieler von Stützpunkttrainer Adrian Pfleghar lassen aufhorchen. So konnte sich der neue Ligaprimus Karlsruhe gegen die jungen Wilden erst im Tiebreak durchsetzen und auch sonst zeigt ein genauer Blick auf die Satzergebnisse, dass hier ein Team auf der anderen Netzseite steht, welches nicht nur spielerische Erfahrung sammeln möchte. "Für mich eines der schwersten Spiele der Saison, weil man nur verlieren kann und die Erwartungshaltung auf einen klaren Sieg immer präsent ist", sagt Philipp Fischer. 

Schwächelt Mimmenhausen?

Es war ein furioser Durchmarsch mit 14 gewonnenen Spielen in Folge, den der TSV Mimmenhausen um den ehemaligen Rekordnationalspieler Christian Pampel in der Hinrunde hinlegte. Auch in der Saaletalhalle wurde triumphiert, als die Unterfranken nach fünf Sätzen zumindest einen Zähler behielten. Die Erfolgstour der Jungs aus Baden-Württemberg bekam im Heimspiel gegen Gotha ihren allerersten Dämpfer. Auch bedingt durch den ein oder anderen verletzungsbedingten Spielerausfall, setzte es gegen den SV Schwaig vor Wochenfrist eine 0:3-Schlappe, sodass man auch durch die geringere Anzahl an Spielen den Spitzenplatz an Karlsruhe abgeben musste.

All diese Dinge ändern nichts daran, dass Mimmenhausen seit dem Aufstieg zu den besten Teams der 2. Liga gehört, bereits in der vergangenen abgebrochen Saison kurz vor der Meisterschaft stand und erneut als heißer Kandidat auf den Titel gilt. "Mimmenhausen ist ein Top-Team, das wird ein richtig geiler Fight", sagt Phillipp Fischer, der sich ganz besonders auf das Wiedersehen mit dem Ex-Hammelburger Johannes Becker freut, der zwei Jahre unter Fischer beim TSV Eibelstadt trainiert und mit dem er auch die europäische Hochschulmeisterschaft in Zagreb gespielt hat.