FC 05 Schweinfurt - FC Memmingen 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Bastian Lunz (90. +2).
Wie der FC Bayern München: Der Siegtreffer zum 1:0 (0:0) fiel in der Nachspielzeit. Mit einem tollen Knaller in den linken Torgiebel rettete Kapitän Bastian Lunz dem FC 05 nicht nur den Erfolg, sondern auch den Fortbestand seiner unglaublichen Serie. Dabei sah es lange Zeit nach einem kleinen Leistungsknick aus, denn mit Ruhm bekleckerten sich die Schweinfurter gegen den extrem unbequemen FC Memmingen nicht gerade.
Nein, nein, nein. Das war nicht annähernd der schöne Powerfußball der letzten Wochen. Die Nullfünfer schafften es schon zu Beginn nicht, die Memminger gleich furchteinflößend unter Druck zu setzen. Und mit zunehmender Spielzeit wurde der Gast aus dem Allgäu dann auch noch frech. Und so gab's seit langem wieder mal Gemurre auf der Haupttribüne.
Zu Recht: Hinten lief's ja noch ganz ordentlich, doch davor fehlte die rechte Bindung der einzelnen Mannschaftsteile zueinander. Joseph Mensah war als Sechser deutlich wirkungsloser als zuletzt in der Innenverteidigung. Hinter den nicht ganz so laufintensiven Spitzen Marino Müller und Tom Jäckel fehlte ein offensiver Ballverteiler.
Und so blieb es lange, lange bei bestenfalls Halbchancen: Jäckels Knaller lenkte FCM-Keeper Philipp Beigl zur Ecke (7.), Bastian Lunz blieb mit seinem Kopfball an einem Abwehrbein hängen (41.) und Marino Müller verpasste eine Mache-Flanke knapp (45.). Bis zur Pause war Memmingen noch etwas weniger auffällig, mit Wiederbeginn aber in der Qualität seiner Möglichkeiten klar besser. Vor allem der quirlige Michael Geldhauser zündete ganz schön auf. Seinen genauesten Versuch setzte er mit Links an den rechten Pfosten (57.). Und nochmal Alu: Eine sich gefährlich eindrehende Mayer-Ecke lenkte 05-Schlussmann Christopher Pfeiffer gerade noch an die Querlatte (73.). Die war auch auf der anderen Seite einmal im Spiel: Nach Krautschneider-Eckball landete der abgefälschte Stubser von Johannes Bechmann auf der Oberkante der Torbegrenzung (70.).
Mitte der zweiten Halbzeit waren es tatsächlich die Allgäuer, die sich mehr Hoffnungen auf einen Sieg machen durften. Das 1:6 letzte Woche gegen Fürth war wie weggewischt. Und die Schweinfurter? Hatten sie womöglich die entscheidenden Prozentpunkte in der Kabine gelassen in der Aussicht auf ein deutlich leichteres Spiel als zuletzt beispielsweise in Burghausen und Buchbach? Nicht wirklich. Gekämpft und geackert wurde da schon von den Herren in Neongrün. Nur kamen in der spielerisch zwar sehr unattraktiven, aber höchst intensiven Partie zu viele Fouls dabei heraus und zu wenige dynamische Ballgewinne. Damit war dem FC 05 die Grundlage für schnelle Konter genommen. Auch über die Flügel kam nicht wirklich Zwingendes zustande.
Und da musste es eben ein Verteidiger richten: Entschlossen zog in der Nachspielzeit Bastian Lunz links drei, vier Schritte an und hämmerte den Ball unhaltbar zum 1:0 in den Winkel. Unbändig der Jubel hernach: Wenn's läuft, dann läuft's eben - und damit hatte der FC 05 das dritte 50:50-Spiel gewonnen.
Schweinfurt: Pfeiffer - Pigl, Manuel Müller (46. Dußler), Bechmann, Lunz - Mache, Mensah - Fery, Krautschneider - Jäckel (46. Häcker), Marino Müller.