Nach den starken Auftritten der U7- und U9-Junioren konnten sich Fachleute auch bei den U13-Junioren davon überzeugen, dass man sich in der Fußballszene eigentlich keine Sorgen um den Nachwuchs zu machen braucht. Zumindest nicht im Lager jener Vereine, die ihre Youngster nach Hammelburg in die Saaletalhalle beorderten, wo der FC Hammelburg am Vorabend seines 100. Geburtstages das Vorrundenturnier zur U13-Hallenfußball-Kreismeisterschaft ausrichtete.

Von den 17 Mannschaften haben die DJK Schondra, der TSV Münnerstadt, die JFG Wern-Lauertal und der SV Wildflecken die Fahrkarten zu den Rhöner Titelkämpfen am 26. Januar in Mellrichstadt gelöst. Zusätzlich wurde den Finalisten Seitens des BFV je ein Fußball überreicht. Als Meister der Organisation erwies sich zum wiederholten Mal der FC Hammelburg, der unter Federführung von Birgit Schaupp die Quali ausrichtete.

Kreisjuniorenleiter Rainer Lochmüller ging auf die neuen Regeln ein. "Der direkte Abwurf des Torhüters hat sich bewährt, wie auch das vom BFV eingeführte Grätschverbot. Da will man dem Futsal etwas näher kommen, gleichzeitig soll die Unfallgefahr minimiert werden." Mit Juniorenspielgruppenleiter Markus Winterstein und Michael Walter vom Bezirksschiedsrichter-Ausschuss begleitete Lochmüller die Spiele und zeigte sich angetan von den Leistungen der Kids. "Die Youngster haben viel Ehrgeiz gezeigt und spielerisch wie technisch überzeugt." Erfreut über die faire Spielweise äußerte sich stellvertretend für die Schiedsrichter Jürgen Büttner vom SV Wirmsthal: "Da macht das Pfeifen so richtig Freude und der Aktionsradius hält sich in Grenzen." Lehrwart Peter Schmitt hatte gar Tochter Fabienne mitgebracht. Auch die 14-jährige SR-Anwärterin hatte keinerlei Probleme. "Schiedsrichter und Spieler bildeten eine Einheit, man ließ das Spiel laufen", so Schmitt.

Talente gesichtet

Ohne die Leistung aller Jungen und Mädchen schmälern zu wollen, hatte die Turnierleitung um André Nagelsmann, Bernd Heinlein, Anton Neder und Inka Wiesler überragende Talente erspäht. Zu denen gehörten Alexander Müller (SG Wern-Lauertal), Pascal Wahler (FC Elfershausen), Dennis Heller (SG Oberleichtersbach), Tom Hornung (DJK Schondra), Ilja Razvaliaev (Jahn Winkels), Tim Stecklein (SV Wildflecken) sowie die Torhüter Sandro Fell (SG Oberleichtersbach) und Kevin Kleespies (FC Hammelburg). Davon konnten sich auch die Stützpunkttrainer Peter Rückel und Thomas Hammer überzeugen.

Am Rande sei bemerkt: Rainer Lochmüller, auf der Suche nach Funktionärs-Nachwuchs innerhalb des Rhön-Kreises, "baggerte" Birgit Schaupp an, um sie zur Übernahme des Amtes eines Junioren-Spielgruppenleiters zu überreden. Noch widerstand die Hammelburgerin Lochmüllers Werben.

Tags darauf mussten Birgit Schaupp und Juniorenspielgruppenleiter Markus Winterstein beim Kreisvorentscheid der U-19-Junioren mit dem Nichterscheinen der SG Frankenbrunn eine Enttäuschung hinnehmen und kurzfristig den Turnierplan neu erstellen. Entschädigt wurde Birgit Schaupp damit, dass ihre Mannschaft am Ende ganz oben stand. Mit dem FC Hammelburg fahren auch die SG Schondra, der FC 06 Bad Kissingen und die JFG Wern-Lauertal zu den Kreismeisterschaften am 27. Januar in Mellrichstadt.

Kampf und Einsatz gingen vor

Wie schon im Vorfeld erwartet, triumphierten bei den älteren Nachwuchsspielern Kampf und Einsatz über Spielwitz und Technik. "Da ging es schon manchmal knüppelhart zur Sache", bilanzierte Turnierleiter Anton Neder, der die Siegerehrung vornahm und an die vier Erstplatzierten Fußbälle überreichte. Die teilweise rustikale Spielweise führte dazu, dass die Schiedsrichter mit dem hallenerprobten Helmut Bickert, schon seit 30 Jahren in der Saaletalhalle im Einsatz, ganz schön gefordert wurden und neben einmal Rot etliche Zeitstrafen aussprechen mussten. "Wir hatten aber alles im Griff und konnten die Rasselbande zähmen", so Bickert.

Ein fußballerisches Hallenfußball-Feuerwerk brannte eigentlich nur der spielfreudige FC 06 Bad Kissingen ab, der aber über den dritten Platz nicht hinauskam, weil im Team einigen Spielern "der Gaul durchgegangen war". Enttäuscht zeigte sich Richard Bott, Trainer des TSV Münnerstadt, vom Abschneiden seiner erfolgsverwöhnten Spieler. "Das war nicht der Tag meiner Jungs, die mehr können, als sie gezeigt haben." Da mit dem Erreichen des Halbfinales schon die Teilnehmer für die Kreismeisterschaften feststanden, bekamen die Zuschauer ein sehr faires Finale zu sehen, das der FC Hammelburg nach 1:1 im Siebenmeterschießen gegen die SG Schondra gewann.