Der Bruttospielertrag des Luitpold-Casinos lag 2010 bei 5,1 Millionen Euro, das bedeutet ein Minus von 8,7 Prozent. Damit schnitt die Spielbank Bad Kissingen noch überdurchschnittlich ab. Landesweit gesehen verzeichneten die staatlichen Casinos ein Minus von 9,71 Prozent.
Auch bei den Besucherzahlen verzeichnete das Luitpold-Casino einen Rückgang. 40 681 Gäste besuchten 2010 den Roulette-Saal, 38 776 den Automatensaal. Das bedeutet ein Minus von 2,67 bzw. 6,64 Prozent.
Im totalen Rauchverbot sieht Bad Kissingens Spielbankdirektor Otmar Lutz einen der wesentlichen Gründe für den Besucherrückgang. Lutz weist darauf hin, dass in den Spielbanken der an Bayern angrenzenden Bundesländer sowie in den Nachbarstaaten wie Tschechien und Österreich kein striktes bzw. gar kein Rauchverbot herrscht. Das sorge dafür, dass Gäste aus den Randgebieten, die bisher die Bad Kissinger Spielbank besucht hätten, inzwischen abgewandert seien.
Das gewerbliche Automatenspiel in kommerziellen Spielhallen sei auf aggressivem Expansionskurs, so Otmar Lutz weiter. Er kritisierte ebenso wie die Staatliche Lotterieverwaltung die ungleichen Bedingungen zwischen Staatlichen Casinos und kommerziellen Spielhallen. Unter anderem könne man bereits mit 18 Jahren Spielhallen besuchen, die Spielbanken erst ab 21 Jahren. Außerdem müssten die Staatlichen Casinos eine lückenlose Zutrittskontrolle garantieren.
Positiv entwickelt haben sich im vergangenen Jahr die in Zusammenarbeit mit dem Casino-Restaurant kreierten Reihen "Comedy Royal" und "Dinner for Roulette". Diese Event-Schiene soll ausgebaut werden. Auch die Poker-Tourniere werden laut Lutz sehr gut angenommen. Hier werde das Angebot ebenfalls ausgebaut. mäu-