Schon seit vielen Jahren arbeitet der Schweinfurter Kinderhilfsverein "Verein zur Hilfe für Kinder der Dritten Welt e.V." mit der Österreicherin Petra Theiner und deren Hilfsorganisation zusammen. Nun möchten sich die Schweinfurter für die finanzielle Unterstützung aus Österreich revanchieren.

Petra Theiner stammt aus Prad im Vinschgau (Südtirol) und hilft seit fast 20 Jahren den Ärmsten der Armen vor allem in Indien. Die Südtirolerin kümmerte sich von 2004 bis 2018 als Mitglied der Südtiroler Ärzte für die Welt in Indien um den Bau von Schulen, Wassertanks, um die Ausbildung von Frauen zu Näherinnen und um die Versorgung von Müll- und Straßenkindern.

Der Vorsitzende des Schweinfurter Kinderhilfsvereins, Heinrich Hackenberg aus Ebenhausen bescheinigt ihr die einmalige und wunderbare Gabe, Spendengelder aufzutreiben und hat sie für ihren Einsatz bereits zum Ehrenmitglied ernannt. Viele Tausend Euro der von ihr akquirierten Gelder sind auch in Projekte des Schweinfurter Vereins geflossen, wie kürzlich die Spende von 30 000 Euro, die unter anderem in den Kindergartenbau in Sambyu in Namibia investiert wurde.

Neben ihrem Engagement für die Südtiroler Ärzte für die Welt hat Petra Theiner eine eigene ehrenamtliche Organisation gegründet, die sich "Hoffnung auf einen besseren Morgen" nennt. Mit ihr hat sie sich nun ein besonderes Projekt vorgenommen: Sie plant im ländlichen Gebiet Dhobasole, das etwa 200 Kilometer von Kalkutta entfernt liegt, ein Dorf für 45 arme Familien zu bauen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die meisten von ihnen besaßen bisher nur das Allernötigste und lebten statt in Hütten unter Planen. Getreu dem Leitsatz "Hilfe zur Selbsthilfe" wird das Baumaterial für die Häuser zwar von dem gespendeten Geld gekauft, aber die Bewohner müssen selbst Hand anlegen und bei der Errichtung mithelfen. Die ersten zehn Häuser befinden sich bereits im Bau und im Laufe der nächsten drei Jahre sollen noch zahlreiche folgen. Die Baukosten für ein Haus liegen bei 3000 Euro, ein Brunnen kostet 2000 Euro. Der Bau von mehreren Brunnen sowie einem Gemeindehaus und einer Schule stehen ebenfalls auf dem Plan.

Ziel von Theiners Organisation ist es, dass sich das Dorf komplett selbst versorgen kann. Deswegen ist auch der Kauf von Kühen, Ziegen, Schweinen und Hühnern zur Zucht und zum Verbrauch vorgesehen. Auch ein genossenschaftlich geführtes Ladengeschäft soll errichtet werden, liegen doch die nächste Einkaufsmöglichkeit und das nächste Krankenhaus mehr als 20 Kilometer entfernt.

Um Menschen in einer aussichtslosen Situation wieder Hoffnung zu schenken, wünscht sich Petra Theiner in ihrem "Dorf der Hoffnung", dass die Dorfbewohner durch Pilzzucht, Korbherstellung und Schneiderarbeiten eigenes Einkommen erzielen und sich unabhängig versorgen können. Dies gelingt natürlich nur, wenn die einheimische Bevölkerung von Anfang an in das Projekt mit einbezogen wird. Hierfür hat Theiner einen verantwortlichen Ansprechpartner vor Ort im Einsatz, der unter den Armen die künftigen Bewohner des Dorfes aussucht. "Vor Ort muss sich etwas ändern. Wir müssen ihnen Hilfe zur Selbsthilfe geben," sagt die engagierte Südtirolerin. Nun möchte sich der Schweinfurter Vereinsvorsitzende Heinrich Hackenberg bei Petra Theiner für die enormen Spenden für seinen Verein "revanchieren" und ihr neues Projekt "Dorf der Hoffnung" mit Spenden auch aus dem Schweinfurter und Bad Kissinger Raum unterstützen.

Mehr Informationen zur Arbeit von Petra Theiner gibt es unter www.petratheiner.org. Fragen dazu beantwortet Heinrich Hackenberg, der auch Auskünfte über laufende Projekte und die Patenschaften des Schweinfurter Kinderhilfsvereins (Homepage https://kinder-dritte-welt.de) gibt unter Tel.: 09725/9966 oder per Email he.hackenberg@t-online.de.

Spenden Wer helfen spenden möchte: Verein zur Hilfe für Kinder der Dritten Welt, Schweinfurt e.V., IBAN: DE48 7933 0111 0002 4242 41 beim Bankhaus Max Flessa KG, Schweinfurt.