Die Gemeinde beabsichtigt die Lebensqualität in Nüdlingen durch Freizeit- und Erholungsanlagen aufzuwerten. So wurde die öffentliche Grünfläche "Schenkgasse-Kochgasse" überplant und eine Freizeitanlage mit Kneippbecken sowie Spiel / Sport für mehrere Generationen begonnen. Spatenstich für das Projekt war am Dienstag, 15. Juni 2021. Die Planung beinhaltet: Kneippanlage, Schachfläche, Sonnensegel, Generationenfitnessgeräte, eine Baumbank und einen Barfußweg.

Die Freizeitanlage "Schenkgasse-Kochgasse" liegt in guter Erreichbarkeit für die zentrale Ortsbevölkerung, in unmittelbarer Nähe des verrohrten Nüdlinger Baches, der als durchgängiger Fußweg dient. Die zentrale Ortslage der Freizeitanlage mit Kneippbecken ist auch der ausgewiesene Rastplatz in Nüdlingen von "Rhönkäppchens Radrunde" der Allianz Kissinger Bogen.

Mit der Planung wurde das Büro Dipl.-Ing. Klaus Neisser Freier Landschaftsarchitekt, Bad Kissingen beauftragt. Zu den üblichen gestalterischen Planungen wünschte der Gemeinderat den Verzicht von Trinkwasser für den Betrieb der Kneippanlage, da voraussichtlich bis zu 1000 Kubikmeter Wasser im Jahr benötigt werden. Dieser Wunsch löste umfangreiche Recherchen und Prüfungen aus, die viel Zeit in Anspruch nahmen, schreibt die Gemeindeverwaltung in einer Presseerklärung.

Es wurde untersucht, das qualitativ saubere Wasser des Nüdlinger Bachs zu nutzen, allerdings sei die Wasserqualität nach Starkregenereignissen zu stark belastet, daher könne das Bachwasser nicht entnommen werden.

Auch eine Zuleitung aus der Quelle des Löschweihers sowie eine Grundwasserentnahme auf dem Gelände der Freizeitanlage wurden geprüft - der technische Aufwand sei allerdings zu aufwendig und unwirtschaftlich.

In ca. 60 bis 80 Metern Entfernung (Kochgasse) wurde ein Quell-Einlauf in den Nüdlinger Bach mit einer konstanten Schüttung von ca. vier Liter pro Minute gefunden. Das Quell-Wasser kann nun, nach der erfolgten wasserrechtlichen Genehmigung des Wasserwirtschaftsamtes Bad Kissingen zur Einspeisung des Kneippbeckens herangezogen werden. Damit konnte das Ziel des Gemeinderates den Einsatz wertvollen Trinkwassers zu vermieden erfüllt werden.

Linde wir erhalten und aufgewertet

Die mächtige Linde auf dem Grundstück wird erhalten und durch eine Baumbank aufgewertet. Der Gehölzbestand zu den nördlichen Nachbargrundstücken wird gelichtet und pflanzlich ergänzt. Des Weiteren werden Ziersträucher, Ziergräser, Solitärgehölze und Apfelbäumchen die neue Grünanlage akzentuieren.

Mit der Baumaßnahme wurde das mittelständisches Familienunternehmen Theo Hahn GmbH & Co.KG Bauunternehmung aus Zeitlofs beauftragt.

Die Kosten der Maßnahme betragen ca. 117 000 Euro und werden vom Freistaat Bayern mit einem festen Zuschuss in Höhe von 18 000 Euro gefördert.