In Poppenhausen hat sie bereits den Großteil ihrer schulischen Laufbahn als Lehrerin und Konrektorin verbracht. Die Oerlenbacher Schulfamilie und Gäste hatten sich in einer Feierstunde für das Geleistete bedankt und deutlich gemacht, wie sehr sie den Weggang der engagierten und beliebten Pädagogin bedauerten. Sie hatte der Grund- und Mittelschule Oerlenbach deutlich ihren Stempel aufgedrückt - mit Wissen und vor allem mit ganz viel Herz.

Eingerahmt von musikalischen Beiträgen der WIM-Projektklassen und von Daniel Hofmann mit einem Solo am Klavier moderierte Konrektor Ulrich Müller ein großes Programm aus Grußworten, Würdigungen und teilweise sehr persönlichen Beiträgen, in deren Mittelpunkt das professionelle und menschliche Wirken der gebürtigen Bastheimerin stand. "Oerlenbach ist eine andere Schule als vor acht Jahren", resümierte Werner Vierheilig als Vertreter der Lehrerschaft. Schulrat Harald Bötsch würdigte Vita und Erfolge, Bürgermeister Franz Kuhn bedankte sich für die intensive Kooperation zwischen Gemeinde und Schule. Der Vorsitzende des örtlichen Personalrats Wolfgang Wittmann stellte besonders den humanen und kollegialen Führungsstil heraus, die Vertreterin des Elternbeirates Claudia Sandrock bestätigte dies für alle Bereiche der Elternarbeit. In einem Lied blickte Ulrich Müller auf die gemeinsamen Jahre in Oerlenbach zurück, ähnlich wie der Lehrerchor in einem eigens erdichteten Lied. Das Team der Offenen Ganztagesschule um Silke Zänglein begeisterte mit einer ABBA-Paraodie.

Sonja Then skizzierte in ihrer Abschlussrede ihre bewegten Zeiten in Oerlenbach, wo sie aus sehr schwierigen Bedingungen heraus aktiv und offen Altes am Laufen hielt und viel Neues in Gang setzte. Natürlich falle ihr der Abschied sehr schwer, denn die Oerlenbacher Schulfamilie sei eben nun einmal einzigartig.

Umgekehrt bleibe sie der Schule über den Schulverbund zwischen Poppenhausen und Oerlenbach weiterhin eng verbunden. Um dem Abschied dann noch eine gewisse Schwere zu nehmen, ließ Lehrer Roland Full in einem Ein-Mann-Sketch die Herren Erwin Pelzig, Doktor Göbel und Hartmut einen hintersinnigen und lustigen Dialog vorspielen, der alle Beteilgten mit einem Lachen zum von Anja Mützel angerichteten und von der Gemeinde ausgerichteten Buffet schickte.