Die Kooperation zwischen dem Bayerischen Kammerorchester (BKO) und dem Dorint Resort & Spa Bad Brückenau wird mit einem weiteren Konzert im Rahmen des etablierten Hochschulpodiums fortgesetzt und zwar am Samstag, 30. April um 19 Uhr.

Im Kuppelsaal des Hotels demonstrieren Jiyeon Kim (Violoncello) und Frédéric Otterbach (Klavier) ihre künstlerische Reife in Werken von Ludwig van Beethoven, Vincent d"Indy und Ernö von Dohnányi. Beide studieren an der Hochschule für Musik Würzburg, heißt es in einer Pressemitteilung des BKO. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Die südkoreanische Cellistin Jiyeon Kim befindet sich seit 2019 im Master-Studium bei Prof. Niklas Eppinger. Zudem besuchte sie Meisterklassen bei Pieter Wispelwey, Maria Kliegel und Jens Peter Maintz.

Ihr Begleiter am Flügel Frédéric Otterbach schloss 2020 seine erste Studienphase bei Prof. András Hamary mit der Bachelor-Prüfung ab und ist seitdem im Master-Studium bei Prof. Silke-Thora Matthies. Seine Teilnahmen am Wettbewerb "Jugend musiziert" erbrachten ihm elf erste Preise einschließlich eines ersten Bundespreises.

Ludwig van Beethoven komponierte seine ersten beiden Cellosonaten während seines einzigen Aufenthalts in der preußischen Hauptstadt Berlin 1796 und widmete sie dem König Friedrich Wilhelm II.. Schon kurz nach seiner Thronbesteigung 1786 holte der König den führenden Cellovirtuosen und -pädagogen seiner Zeit Jean-Louis Duport an seinen Hof und gerade mit ihm hat Beethoven die Cellosonaten op. 5 aufgeführt. In Bad Brückenau steht die zweite Sonate in der Tonart g-Moll auf dem Programm. Gleich ihr Anfang macht deutlich, dass es sich nicht mehr um eine der damals noch üblichen Sonaten für Violoncello mit Begleitung (sprich: Basso continuo) handelt, sondern um eine Duosonate für das dominante Klavier "mit Violoncell". Damit erfand Beethoven de facto die moderne Cellosonate.

Vincent d'Indy gilt bis heute als der französische Wagnerianer schlechthin, obwohl nur ein Teil seiner Musik von Richard Wagner inspiriert wurde. Die Satzbezeichnungen seiner Sonate für Violoncello und Klavier D-Dur op. 84 wie Gavotte, Air oder Gigue sind der barocken Suite entlehnt und spiegeln das Faible d'Indys für Musik der vergangenen Epochen wider.

Der Ungar Ernst von Dohnányi gehörte zu den vielseitigsten Musikern des 20. Jahrhunderts. Er war tätig als Pianist, Komponist, Kompositions- und Klavierlehrer. Zwischen den Weltkriegen war er zudem am Aufbau des nationalen Musiklebens in seiner Heimat Ungarn maßgeblich beteiligt. Als Komponist blieb er zeitlebens dem spätromantischen Stil verpflichtet. Besonders in seinen frühen Jahren wandelte Dohnányi noch ganz auf den Pfaden von Johannes Brahms. Dies beweist auch der erste Satz "Allegro ma non troppo" aus der Sonate für Violoncello und Klavier B-Dur op. 8, mit dem sich Jiyeon Kim (Violoncello) und Frédéric Otterbach vom Publikum im Kuppelsaal verabschieden werden.