In dem sechsmonatigen Kurs des Hospizvereins Bad Kissingen wurde theoretisches Fachwissen unter anderem zu den Themengebieten Palliativmedizin, Spiritualität, Trauer, Gesprächsführung, Wahrnehmung des eigenen Umgangs mit Sterben, Tod, Verlust und Trauer vermittelt, auch ein Praktikum in einem Pflegeheim gehörte zu der Ausbildung.
Aber nicht nur die Vermittlung faktischen Wissens lag den Referenten und Kursleiterinnen am Herzen, sondern ebenso, das Bewusstsein bei den Teilnehmern dafür zu schärfen, dass bei der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen es außerordentlich wichtig ist, sich selbst zurückzunehmen, um den Wünschen und Vorstellungen des Anderen Raum und Zeit zu geben. Nicht die Ziele und Ideen des Hospizhelfers sind Motivation und Handlungsmaßstab für die Begleitung. Immer wieder muss sich die Begleitperson auf den Kranken einlassen, offen sein für seine Bedürfnisse, seine Ängste und Sorgen - und Haltung und Wertschätzung zeigen.
Wie wichtig es ist, die eigenen Grenzen zu sehen, persönliche Erlebnisse und das eigene Verhalten zu reflektieren, konnten die Kursteilnehmer auch mit erfahrenen Psychologinnen in der Supervision und Einzelgesprächen erfahren. Sie können nun mit einer geschulten Haltung und Wissen den kranken und sterbenden Menschen angemessen gegenübertreten.