Stattliche zwei Meter misst Sebastian Becker. Da war es für ihn früher schon nicht einfach, passende Sachen zum Anziehen zu finden. Vielleicht rührt daher der Wunsch des 29-Jährigen, selbst eine Modemarke zu kreieren. Vor zwei Jahren gründete Becker mit einem Kumpel in Würzburg die Firma "Benetory" und "Deetory" - ein Label, das ein wenig anders ist als andere.

Modelabels gibt es viele. Doch Sebastian Becker und Julian Herrhammer verliehen ihrem eigenen eine besondere Note. Wie andere auch, verkaufen sie T-Shirts, Mützen, Sweatshirts und mehr für Männer, Frauen und Kinder. Aber der Kunde soll fair gehandelte Kleidungsstücke in Bio-Qualität erhalten.

Genäht werden die Sachen in Kenia. Soweit, so gewöhnlich. Doch "Deetory" verwendet nach Angaben der Gründer fair bezahlte Biobaumwolle aus Tansania; die Näherei gehöre einer ausgewanderten Deutschen. Es gelten deutsche Standards, sagt Sebastian Becker. Die Mitarbeiter bekämen einen fairen Lohn und seien krankenversichert. Die Transportwege nach Deutschland, versichert er, sind kurz.

Becker und Julian Herrhammer haben sich für ihren Benetory-Online-Shop eine Währung überlegt , den "D" (gesprochen: "Di"). Den erwirbt der Kunde beim Kauf der Kleidungsstücke kostenlos mit. Den Gegenwert des "D" kann er an eine wohltätige Organisation spenden. Der Käufer entscheidet selbst, wohin er wieviel seiner Spenden verteilt.